Formel 1 Helmut Marko bricht sein Schweigen und äußert sich über Christian Horner Helmut Marko und Christian Horner / Gettyimages Von A. Schenk 10. Juli 2025 Christian Horner Helmut Marko Red Bull Helmut Marko hat auf das überraschende Aus von Christian Horner bei Red Bull reagiert. Nach über zwanzig Jahren gemeinsamer Arbeit hat Red Bull Racing Christian Horner plötzlich freigestellt. Die Ankündigung wurde am Mittwochmorgen offiziell an die Mitarbeiter in Milton Keynes kommuniziert. Horner selbst zeigte sich von der Entscheidung überrascht. „Es kam für mich wie aus dem Nichts“, erklärte er. „Ich hatte die letzten zwölf Stunden Zeit, um alles zu verarbeiten, und wollte mich persönlich an euch wenden, um diese Nachricht zu überbringen und jedem Einzelnen meinen Dank auszusprechen für seinen Beitrag in den letzten zwanzig-einhalb Jahren.“ Lies auch: Toto Wolff übernimmt das Zepter von Christian Horner Markos Erklärung Dr. Helmut Marko, seit vielen Jahren einer der wichtigsten Berater im Red Bull Formel-1-Team, hat sich öffentlich zum Abgang von Horner geäußert. Beide arbeiteten seit den frühen 2000er-Jahren zusammen, zunächst in der Formel 3000. „Christian und ich haben über zwei Jahrzehnte sehr erfolgreich zusammengearbeitet – sowohl in der Formel 1 als auch in der Formel 3000. Dafür möchte ich ihm ehrlich danken“, sagte Marko in einem offiziellen Statement, das über die sozialen Netzwerke von Red Bull Racing veröffentlicht wurde. „In dieser Zeit konnten wir eine unglaubliche Anzahl an Erfolgen feiern. Wir haben dazu beigetragen, zwei Weltmeister hervorzubringen und mehrere Grand-Prix-Sieger zu entwickeln. Das war immer der Red-Bull-Weg und wird es auch bleiben.“ Trotz dieser sportlichen Erfolge – mit über 120 Siegen – verschlechterte sich das Verhältnis der beiden in den letzten Jahren. Es gab eine interne Machtverteilung, bei der Horner die Interessen der thailändischen Anteilseigner vertrat, während Marko dem österreichischen Lager zugeordnet wurde. Max Verstappen stellte sich dabei klar auf die Seite von Marko, was Horners Position schwächte. Im Jahr 2024 spitzte sich die Lage weiter zu, nachdem Horner mit schweren Vorwürfen eines Mitarbeiters konfrontiert wurde. Auch wenn sich die Situation später beruhigte, blieb das Vertrauen zwischen beiden angeschlagen. Der genaue Grund für Horners Abgang wurde bisher nicht genannt. Es wird jedoch vermutet, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielten. Nämlich die nachlassenden Leistungen des Teams, die genannten Vorwürfe und die Angst, dass Max Verstappen das Team verlassen könnte, sollte Horner bleiben. Red Bull hat inzwischen Laurent Mekies als neuen Teamchef vorgestellt. Mekies war zuvor Teamchef bei Racing Bulls. Horner beendete seine Ansprache mit bewegenden Worten. „Als ich vor zwanzig Jahren hierherkam, hatte ich weniger graue Haare. Ich trat in ein Team ein, ohne zu wissen, was mich erwartet, doch ich wurde sofort freundlich aufgenommen. Wir haben gemeinsam etwas aufgebaut, das heute ein Machtfaktor in der Formel 1 ist. Teil dieses Teams zu sein, war das größte Privileg meines Lebens“, so ein emotionaler Horner. 🗣️ Dr Marko: “Christian and I have worked together very successfully for over 20 years – both in Formula 1 and in Formula 3000. I would like to sincerely thank Christian for that. During this time, we were able to celebrate an incredible number of outstanding achievements. We… pic.twitter.com/ZYt5ljY8g4— Oracle Red Bull Racing (@redbullracing) July 10, 2025 Lies auch: Christian Horner bricht sein Schweigen nach plötzlicher Entlassung: „Ich war geschockt“ Lies auch: Max Verstappen gerät aneinander bei FIA-Pressekonferenz Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Formel 1 erwägt drastischen Richtungswechsel: Drei Pläne sind durchgesickert Formel 1 Sky Sports sagt die Wahrheit über Max Verstappen Formel 1 Traurige Nachricht für Max Verstappen Formel 1 Warum Lewis Hamilton in Brasilien nach wie vor so immens beliebt ist Formel 1 Norris enthüllt, womit er am meisten zu kämpfen hat Formel 1 Toto Wolff übernimmt das Zepter von Christian Horner