Formel 1 F1-Teamchef teilt aus: „Dieser Adrian Newey hat keine Ahnung“ CHICHESTER, ENGLAND - JULY 13: Adrian Newey of Aston Martin F1 during the Goodwood Festival of Speed at Goodwood on July 13, 2025 in Chichester, England. (Photo by Bob McCaffrey/Getty Images) Von A. Schenk 17. April 2026 Adrian Newey F1-News Formel 1 Günther Steiner Steiner deutlich: Newey ist als Aston-Martin-Teamchef fehlbesetzt – Design-Genie in zu hoher Management-Position? Der ehemalige Haas-Teamchef vermutet sogar, dass Newey selbst inzwischen an seiner Entscheidung zweifelt, diese Funktion übernommen zu haben. Aston Martin befindet sich seit dem Start der Saison 2026 in einer äußerst schwierigen Lage. Der AMR-26 erweist sich als problematisches Auto, und das Team kann die vor Saisonbeginn formulierten Erwartungen bei weitem nicht erfüllen. Fernando Alonso und Lance Stroll kämpfen beide mit heftigen Vibrationen der von Honda gelieferten Power Unit, und diese technischen Schwierigkeiten wirken sich auf alle Abläufe innerhalb des Rennstalls aus. Vor Beginn dieses Jahres galt Newey noch als der Mann, der Aston Martin endgültig an die Spitze führen sollte. Seine Erfolgsbilanz als Konstrukteur ist schließlich beeindruckend. Doch genau diese Kombination aus technischer Verantwortung und einer leitenden Management-Rolle sorgt laut Steiner für die Probleme. Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada Steiner äußert deutliche Kritik In der neuesten Ausgabe des Drive to Wynn-Podcasts nahm sich Steiner ausführlich Zeit, um seine Meinung zur Situation in Silverstone zu äußern. Der Italiener fragt sich offen, ob Newey wirklich gründlich darüber nachgedacht hat, was die Rolle eines Teamchefs genau beinhaltet. Seine Argumentation dreht sich um die These, dass jeder in seinem Spezialgebiet arbeiten sollte und nicht darüber hinaus. „Ich glaube, wenn man Adrian fragen würde, würde er sagen: ‚Ich weiß nicht, warum ich das getan oder warum ich dem zugestimmt habe.‘ Ich weiß nicht, wie es gelaufen ist, ob er selbst Teamchef sein wollte oder nicht, aber das ist eindeutig nicht seine Stärke“, so Steiner. Der Italiener betonte weiter, dass die vorhandenen Talente von Newey unbestritten seien. Auf technischer Ebene sei er schlichtweg konkurrenzlos, was Steiner auch in seiner Analyse der aktuellen Probleme berücksichtigt. „Er ist sehr gut in dem, was er tut, nämlich Autos zu entwerfen – im Moment offensichtlich nicht den Aston Martin, aber das wird er lösen“, erkärte Steiner. Laut dem Italiener ist es möglich, dass Newey selbst hinter dem Schritt zum Teamchef stand. Er versieht dies jedoch mit einem großen kritischen Fragezeichen, da eine solche Ambition in seinen Augen nicht ausreicht. Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. „Ich denke, es war so ein Adrian-Ding: ‚Ich muss Teamchef sein‘, ohne zu wissen, was das eigentlich bedeutet. Deshalb hat es auch nicht lange gedauert“, sagte Steiner. „Es zeigt, dass man Leute immer dort einsetzen muss, wo ihre Stärken liegen, und sie niemals überfordern darf“, so Steiner weiter. Sorgen über die Nachfolge im Management Journalist Will Buxton hat sich im Up to Speed-Podcast sichtlich erstaunt über die Situation geäußert. Der Name des ehemaligen Audi-Topmanagers Jonathan Wheatley fällt regelmäßig als potenzieller Kandidat, doch Buxton stellt die Attraktivität dieser Position zum jetzigen Zeitpunkt infrage. Laut dem Journalisten sind die Parallelen zu einem früher gescheiterten Honda-Projekt in der Formel 1 kaum zu ignorieren. Damals arbeitete der japanische Motorenhersteller mit McLaren zusammen, eine Ära, die von jahrelangen enttäuschenden Leistungen geprägt war. Erst nach dem Wechsel zu Red Bull fand Honda zurück in die Erfolgsspur und feierte schließlich wieder Siege. „Die Situation mit Honda bei Aston Martin ist ein Desaster und genauso schlimm oder sogar noch schlimmer als das, was McLaren erleben musste, als Honda 2015 zurückkehrte“, meinte Buxton. „Sie haben erst 2019 einen Grand Prix gewonnen, das war ihr fünftes Jahr nach dem Comeback, und das war mit einem anderen Team, nachdem sie zu Red Bull gegangen waren“, so Buxton. „Wenn man also jetzt diesen Posten bei Aston Martin übernimmt, muss man wissen, dass man für die absehbare Zukunft, möglicherweise für den Rest dieses Jahrzehnts, absolut in der Klemme steckt“, erklärte Buxton. Technische Probleme häufen sich Neben den operativen Fragen kämpft das Team mit fundamentalen technischen Problemen. Frühere Andeutungen von Newey, dass Honda nicht genügend Personal habe, wurden kürzlich vom Motorenlieferanten dementiert. Gleichzeitig zeigen aktuelle Kurvendaten, dass die Ursache der Performance-Probleme nicht ausschließlich bei der Power Unit liegt. Auch das Chassis selbst scheint die hohen Erwartungen, die mit dem neuen Design verbunden waren, nicht zu erfüllen. Lies auch: Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1 Lies auch: Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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