Formel 1

LIVESTREAM: Max Verstappen jagt über den Nürburgring

LIVESTREAM: Max Verstappen jagt über den Nürburgring
Max Verstappen performing at ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie on the 21th of March 2026, photographed by Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool NLS2: 58. Barbarossapreis, Nürburgring-Nordschleife 2026 - Foto: Gruppe C Photography // Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool // SI202603250269 // Usage for editorial use only //

Während die Formel 1 nach der Absage des Großen Preises von Saudi-Arabien zur Zwangspause verdammt ist, zieht es Max Verstappen erneut in die Grüne Hölle.

Am Samstag, den 18. April, und Sonntag, den 19. April, bestreitet er die ADAC 24h Nürburgring Qualifiers – die offizielle Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Mai.

Für die Fans ist es die Gelegenheit, ihn fast acht Stunden lang im echten Zweikampf auf der unberechenbarsten Rennstrecke der Welt zu erleben.

Unter normalen Umständen wäre Verstappen an diesem Wochenende in Jeddah gefahren. Die Absage dieses Rennens schuf plötzlich Platz im F1-Kalender, den er direkt nutzt.

Es ist bereits sein zweiter Wettbewerbseinsatz auf der Nordschleife im Jahr 2026, nachdem er im März gemeinsam mit Juncadella und Gounon die NLS2 gewann. Dieser Sieg wurde kurze Zeit später aufgrund eines Reifenverstoßes aberkannt.

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Wer fährt mit und mit welchem Auto

Verstappen teilt sich an diesem Wochenende den Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 3 mit dem Österreicher Lucas Auer. Diese Kombination ist neu, da die gewohnten Partner Jules Gounon und Daniel Juncadella in Imola für die FIA World Endurance Championship im Einsatz sind.

Auer ist kein Unbekannter auf der Nordschleife und wird im Mai ohnehin der vierte Mann im 24h-Aufgebot sein. Somit hat dieses Wochenende auch eine praktische Funktion: Das Abstimmen der Fahrerwechsel und das Finden eines gemeinsamen Setup-Rhythmus.

Das Auto wird technisch von Winward Racing betreut, inklusive Red Bull-Sponsoring im Design. Dass Winward als zweiten Einsatz ein Schwesterauto für die Werksfahrer Maro Engel, Fabian Schiller und Luca Stolz meldet, unterstreicht die Ambitionen. Mercedes-AMG will um jeden Preis einen Platz im Top Qualifying 3 für das 24-Stunden-Rennen absichern.

Warum dieses Qualifikations-Wochenende wirklich zählt

Das Wort „Qualifiers“ klingt nach Unverbindlichkeit, ist es aber nicht. Die beiden Rennen an diesem Wochenende zählen als NLS4 und NLS5, also als reguläre Läufe der Nürburgring Langstrecken-Serie.

Gleichzeitig entscheiden die gestoppten Sektorzeiten darüber, wer im Mai direkten Zugang zum Top Qualifying 3 erhält – der finalen Entscheidung um die Pole Position des 24-Stunden-Rennens. Sechs Teams erhalten über diesen Weg einen garantierten Platz. Wer dies verpasst, muss sich im Mai durch die vollständige, deutlich vollere Qualifikation kämpfen – auf einer Strecke, auf der jeder Moment im Verkehr Zeit kostet.

Für Verstappen ist die Ambition daher zweigeteilt. Er möchte Fahrzeit sammeln, um sein Gefühl für den AMG weiter zu verfeinern, und er will eine Zeit setzen, die ihn im Mai ins TQ3 katapultiert. Mit 37 GT3-Fahrzeugen in der SP9-Klasse ist das Feld zudem doppelt so groß wie im Vorjahr – eine direkte Folge dessen, was die internationale Presse mittlerweile als „Verstappen-Effekt“ bezeichnet.

Unter anderem das Scherer Sport Audi-Team mit Christopher Haase, Alexander Sims und Ben Green gilt als ernsthafte Bedrohung. Haase lieferte sich mit Verstappen bereits in der NLS2 einen harten Wheel-to-Wheel-Kampf.

Der vollständige Zeitplan

Der Freitag ist für das Freie Training reserviert. Verstappen kann dort zwischen 12.15 und 14.45 Uhr Kilometer auf der Nordschleife sammeln und sich mit Auer als Teamkollegen einspielen.

Am Samstag beginnt der Ernst des Lebens. Zwischen 08.30 und 10.00 Uhr wird die Startaufstellung für das erste Rennen ermittelt.

Das Rennen selbst startet um 17.30 Uhr und endet gegen 21.30 Uhr, also größtenteils in der Dämmerung. Genau das macht diesen Lauf als Generalprobe so wertvoll, da das 24-Stunden-Rennen im Mai dieselben Lichtübergänge bietet und die Teams wissen müssen, wie sich ihre Abstimmungen verhalten, sobald die Sonne sinkt.

Am Sonntag wiederholt sich das Prozedere in angepasster Form. Zwischen 08.15 und 09.45 Uhr bestreiten die Teilnehmer das reguläre Qualifying, woraufhin die schnellsten Autos in das Top Qualifying um die Pole einziehen. Das zweite Vierstundenrennen beginnt um 13.00 Uhr und endet um 17.00 Uhr.

Wo man es sehen kann

Für niederländische Fans ist Viaplay die erste Adresse mit niederländischem Kommentar. Es gibt jedoch auch kostenlose Alternativen. Der YouTube-Kanal der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring überträgt beide Rennen live mit deutschem und englischem Kommentar, und auch Red Bull Motorsports zeigt die Bilder auf dem eigenen Kanal. Sky Sports F1 zeigt eine zeitversetzte Übertragung über deren YouTube-Kanal.

Für diejenigen, die lieber vor Ort dabei sind, hält der ADAC die Ticketpreise bemerkenswert moderat. Ein Freitagsticket kostet zehn Euro, Samstag oder Sonntag einzeln 27 Euro, und ein Kombiticket für beide Renntage 45 Euro. Zum Vergleich: Tickets für das eigentliche 24-Stunden-Rennen im Mai starten bei 35 Euro und reichen bis zu 74 Euro für das gesamte Event.

Dieses Nürburgring-Abenteuer von Verstappen ist kein isoliertes Hobbyprojekt mehr. Er hat mit Verstappen Racing ein eigenes Team gegründet, das eine langfristige Partnerschaft mit Winward pflegt. Der Aufbau dorthin erfolgt sorgfältig.

Der Kontrast zu seiner aktuellen F1-Saison ist groß. Im RB22 kämpft er mit einem Auto, das Balance-Probleme aufweist und technisch schwierig zu händeln ist, während er auf der Nordschleife sofort gewinnt, Poles holt und Rundenzeiten setzt, die gestandene Ring-Spezialisten verblüffen.

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