Formel 1 Warnung an Antonelli im F1-Titelkampf: „Du musst egoistisch sein“ Von A. Schenk Heute um 11:27 F1-News Formel 1 Johnny Herbert Kimi Antonelli Mercedes Kimi Antonelli führt die WM nach drei Grands Prix mit neun Punkten Vorsprung auf Teamkollege George Russell an und erhält nun Rat aus unerwarteter Richtung. Ex-Pilot Johnny Herbert rät dem 19-jährigen Italiener, jegliche Art von Kameradschaft mit Russell aufzugeben, sobald der Titelkampf richtig an Fahrt gewinnt. Antonelli gewann bereits zwei der ersten drei Saisonrennen und scheint damit schneller zu reifen, als viele vorherzusagen gewagt hatten. Drei Podestplätze in seinem Debütjahr waren vielversprechend, doch was er jetzt zeigt, übertrifft diese Erwartungen bei weitem. Während George Russell im vergangenen Jahr noch der unangefochtene Teamleader bei Mercedes war, ist diese Hierarchie vollkommen verschwommen. Der Brite mag zwar seine fünfte Saison in den Silberpfeilen bestreiten, doch sein Teenager-Kollege hat ihn in der Gesamtwertung bereits seit drei Rennen hinter sich gelassen. Für einen 28-jährigen Fahrer, der endlich seine erste ernsthafte Titelchance wittert, ist das eine schwierige Realität, mit der er umgehen muss. Lies auch: LIVESTREAM: Max Verstappen jagt über den Nürburgring Herbert zieht Parallele zur eigenen Vergangenheit Antonelli selbst rechnet damit, dass Russell seine Erfahrung nutzen wird, um ihn mental aus dem Gleichgewicht zu bringen. Er deutete bereits an, auf psychologische Spielchen seines Teamkollegen vorbereitet zu sein und nicht die Absicht zu haben, sich davon ablenken zu lassen. Im Podcast Stay on Track wurden Herbert und Ex-Weltmeister Damon Hill gefragt, welchen Rat sie Antonelli für die kommenden Monate geben würden. Der dreifache Grand-Prix-Sieger zögerte keine Sekunde mit seiner Antwort. „Er ist ein junger Kerl, er führt die Meisterschaft an und liefert sich momentan einen tollen Kampf mit seinem Teamkollegen George Russell“, so Herbert. Artikel geht weiter unter dem Bild. „Aber was ich ihm sagen würde? Ich denke, ich würde sagen: ‚Werdet keine Freunde mit George.‘ Man muss in der Position, in der er sich befindet, einfach sehr egoistisch sein“, meinte Herbert. Hill, Weltmeister von 1996, schloss sich diesen Worten vollumfänglich an. Dabei griff er auf persönliche Erinnerungen an seine eigene Zeit bei Williams an der Seite von Jacques Villeneuve zurück. „Du hast recht. Es ist eine professionelle Beziehung und ich stimme dem, was du gesagt hast, vollkommen zu“, sagte Hill. „Ich hatte neulich ein Gespräch mit Jacques. Wir machen ein paar Dinge mit Williams und sprachen über unsere gemeinsame Zeit“, so Hill. „Da war Respekt, aber auch das Bewusstsein, dass ich innerhalb der sportlichen Grenzen alles tun würde, um dich zu schlagen. Kimi lernt das gerade“, erklärte Hill. Insider aus dem Mercedes-Umfeld bemerken, dass Russell in diesem Jahr anders wirkt als gewöhnlich. Paddock-Quellen zufolge leidet der Brite sichtlich unter dem Druck, der mit seinem ersten echten Titelkampf einhergeht. Das letzte Mal, dass er in einer solchen Position war, war 2018, als er Lando Norris in der Formel-2-Meisterschaft hinter sich ließ. Diese Erfahrung von vor acht Jahren bietet wenig Orientierung für das, was nun auf ihn zukommt. Russell hat in der Vergangenheit betont, dass er hofft, in seiner fünften Saison bei Mercedes erstmals um den Titel zu kämpfen – genau wie es einst Michael Schumacher bei Ferrari tat. Dieser Traum rückt in diesem Jahr auffallend nah, setzt jedoch voraus, dass er den eigenen Teamkollegen schlägt. Für den sechsmaligen Grand-Prix-Sieger ist das eine Aufgabe, die immer schwieriger wird, solange Antonelli seine Form beibehält. Der Vergleich mit dem berühmten Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Nico Rosberg liegt auf der Hand, auch wenn in Brackley kaum jemand diese Parallele explizit ziehen möchte. Dennoch weisen die Entwicklungen innerhalb des Teams Ähnlichkeiten mit den Spannungen vor zehn Jahren auf. Toto Wolff wird alles daran setzen zu verhindern, dass die Verhältnisse erneut aus dem Ruder laufen. Für Antonelli gilt es, die Ruhe zu bewahren. Er hat bewiesen, dass er das Tempo von Russell nicht nur mitgehen, sondern sogar übertreffen kann. Ob er auch psychologisch stark genug ist, um eine ganze Saison lang standzuhalten, muss sich erst noch zeigen. Lies auch: George Russell teilt gegen Erzrivalen aus: „Da hat man Verstappen nicht klagen hören“ Lies auch: Keine Hoffnung für die F1-Fans: Der FIA sind bei Regeländerungen die Hände gebunden Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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