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Jos Verstappen schießt gegen F1-Legende: „Er erzählt Unsinn“

Jos Verstappen schießt gegen F1-Legende: „Er erzählt Unsinn“
ABU DHABI, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 7: Jos Verstappen during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Abu Dhabi at Yas Marina Circuit on December 7, 2024 in Abu Dhabi, United Arab Emirates. (Photo by Vince Mignott/MB Media/Getty Images)

Jos Verstappen bügelt Aussagen von Ralf Schumacher mit deutlichen Worten ab

Auf den sozialen Medien reagierte der Vater von Max Verstappen kurz und knapp auf die Behauptung des Ex-Piloten, dass Red Bull die Präsenz von Helmut Marko vermisse. „Ralf redet viel Unsinn“, so Jos Verstappen.

Die Aussage von Schumacher bezog sich auf die schwierige Situation, in der sich Red Bull und Max Verstappen aktuell befinden. Der ehemalige Williams- und Toyota-Pilot behauptete, dass das Team eine Figur wie Marko brauche, um die Richtung vorzugeben. Jos Verstappen teilt diese Analyse offensichtlich nicht.

Red Bull befindet sich in einer turbulenten Phase, um es vorsichtig auszudrücken. Max Verstappen konnte in den ersten drei Rennen der Saison 2026 lediglich zwölf Punkte einfahren.

Nach dem Grand Prix von Japan ließ der viermalige Weltmeister durchblicken, dass er seine Zukunft in der Formel 1 ernsthaft überdenkt.

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Personalflucht

Erschwerend kommen die Personalentwicklungen hinzu, die das Team weiter vor Probleme stellen. Bereits im vergangenen Jahr verließ Teamchef Christian Horner die Organisation, und Star-Designer Adrian Newey verkündete seinen Abschied. Helmut Marko verließ die Red Bull GmbH im Dezember 2025.

Der Mann, der lange Zeit als die treibende Kraft hinter dem Scouting und der Betreuung von Talenten galt, wurde inzwischen zum Botschafter des Red Bull Ring ernannt – der Rennstrecke in Österreich, auf der jährlich der Große Preis von Österreich ausgetragen wird.

In seiner aktiven Karriere als Rennfahrer bestritt Marko in den Saisons 1971 und 1972 neun Formel-1-Starts für die Teams Bonnier und BRM und gewann im selben Jahr die 24 Stunden von Le Mans.

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Max Verstappen hat derweil verlauten lassen, dass er nach wie vor Kontakt zu Marko pflegt, auch wenn dieser eher privater als sportlicher Natur ist.

„Vielleicht gibt es weniger österreichische Witze von Helmut, aber ich habe ohnehin Kontakt zu ihm. Nicht so sehr über Details des Autos, sondern einfach über das Leben. Ich habe so viele Momente mit ihm geteilt, daher wird es sich in der Garage etwas anders anfühlen, aber man muss auch nach vorne schauen“, so Max Verstappen selbst vor dem Saisonauftakt in Melbourne.

Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies bestätigte, dass Marko für die Organisation erreichbar bleibt. „Er ist uns gegenüber sehr offen und steht zur Verfügung“, sagte Mekies. Das relativiert das von Schumacher gezeichnete Bild ein wenig, doch Jos Verstappen sieht darin erst recht keinen Grund zu der Annahme, dass das Team Marko strukturell als internen Kompass vermisst.

Die Abgänge hören nämlich nicht bei Marko auf. Renningenieur GianPiero Lambiase hat seinen Wechsel zu McLaren bestätigt. Er wird spätestens zur Saison 2028 zum Konkurrenten abwandern.

Lambiase arbeitete jahrelang eng mit Max Verstappen zusammen und galt als eine der prägendsten Figuren hinter den Weltmeistertiteln des Niederländers. Sein Abschied war für viele Fans und Analysten bereits Grund genug zur Sorge um die Kontinuität bei Red Bull.

Nun kommt hinzu, dass sich Pitcrew-Mitglied Ole Schack nach mehr als zwanzig Jahren vom Team verabschiedet. Zudem soll Chefmechaniker Jon Caller seine Kündigung eingereicht haben, nachdem sein Zwillingsbruder Matt bereits zuvor zum Audi-Formel-1-Projekt gewechselt war. Das ist in der Tat eine beachtliche Serie an Abgängen in kurzer Zeit.

Die Frage ist, wie sich all diese Entwicklungen auf die Motivation von Max Verstappen selbst auswirken. Der Limburger hat erklärt, dass er vertraglich noch an Red Bull gebunden ist, aber dass die Ergebnisse und die Situation rund um das Team eine Rolle dabei spielen, wie er seine eigene Zukunft sieht.

Solange der Red-Bull-Bolide nicht um Siege mitfährt, wird diese Unruhe vorerst nicht verschwinden und die Spekulationen über seinen Abschied werden dementsprechend nicht verstummen.

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