Formel 1

Bittere Nachricht für niederländische Fans: Jos Verstappen reagiert jetzt

Bittere Nachricht für niederländische Fans: Jos Verstappen reagiert jetzt
Jos Verstappen, father of Formula 1 driver Max Verstappen of Red Bull Racing, attends the Formula 1 Zandvoort free practice session at the Formula 1 circuit in Zandvoort, Netherlands, on August 29, 2025. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4images/NurPhoto via Getty Images)

Paukenschlag bei Red Bull: Gianpiero Lambiase wechselt überraschend zu McLaren.

Jos Verstappen hat es kommen sehen. Der Vater des viermaligen Weltmeisters reagiert bemerkenswert nüchtern auf die Nachricht, dass Gianpiero Lambiase Red Bull in Richtung McLaren verlassen wird, und enthüllt, dass die Familie bereits seit geraumer Zeit informiert war.

„Wir wussten es schon eine Weile und wir wussten auch, wann es passieren würde“, erklärte Jos gegenüber RaceXpress.

„Wir haben noch anderthalb bis zwei Jahre, um mit ihm zu arbeiten. Es ist eine riesige Chance für ihn, deshalb haben wir Verständnis.“

„Wir haben ihm auch gesagt, dass er es machen und mit beiden Händen zugreifen soll.“

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Verstappen war längst im Bilde

„Ansonsten liegt es an Red Bull, ihn zu ersetzen. Das werden wir sehen.“

Lambiase unterschrieb eine Vereinbarung mit McLaren für die Position des Chief Racing Officer mit Wirkung ab 2028, wenn sein aktueller Red Bull-Vertrag ausläuft.

Red Bull bezeichnete den Abschied in einer Stellungnahme als geplant und bestätigte, dass Max Verstappen über die Situation im Bilde war und seinem langjährigen Renningenieur seinen Segen gegeben hatte.

Die Reaktion von Jos Verstappen bestätigt dieses Bild. Er gibt Lambiase seinen Segen, doch die Frage nach der Zukunft seines Sohnes bleibt im Raum stehen.

„Ich denke, die Dinge haben sich verändert. Sicherlich hat man nach vier Titeln gemeinsam viel erreicht, aber das liegt bei Max.“

„Trotzdem denke ich, dass er einfach weitermacht“, so Jos.

Dieser letzte Satz ist bedeutungsvoll. In einem Umfeld, in dem Verstappens eigene Aussagen in Japan über einen möglichen Rücktritt die Motorsportwelt erschüttert haben, entscheidet sich sein Vater für vorsichtigen Optimismus. Jedoch ohne jegliche Garantie abzugeben.

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Max selbst sagte nach dem Großen Preis von Japan gegenüber BBC Sport, dass er über alles im Paddock nachdenke und sich privat sehr glücklich fühle, den Sport momentan aber nicht genieße.

Die Abgänge bei Red Bull häufen sich unterdessen. Neben Lambiase hat Chefsortierer Matt Caller bereits einen Deal mit Audi abgeschlossen. Veteran Ole Schack, einer der dienstältesten Mitarbeiter des Teams und Stammmechaniker am Auto von Verstappen, steht ebenfalls unmittelbar vor dem Absprung.

Helmut Marko, der Mann, der Verstappen als 15-Jährigen entdeckte und vom Niederländer als zweiter Vater angesehen wird, verließ das Team Ende 2025 nach mehr als zwanzig Jahren. Zuvor waren bereits Adrian Newey, Christian Horner, Jonathan Wheatley und Will Courtenay gegangen.

Red Bull veröffentlichte nach der Bestätigung von Lambiases Abgang eine Erklärung. Teamchef Laurent Mekies lobte den Ingenieur für seinen Beitrag.

„Gianpiero ist ein außergewöhnlicher Profi, dessen Einfluss auf dieses Team kaum in Worte zu fassen ist.“

„Wir haben seine Entscheidung verstanden und wir respektieren sie.“

„Wir werden in der kommenden Zeit hart daran arbeiten, den Übergang so gut wie möglich zu begleiten“, erklärte Mekies.

Marko reagierte gegenüber österreichischen Medien und nannte den Abgang einen signifikanten Verlust. Lambiase selbst erinnerte an die Zusammenarbeit, die ihn und Verstappen zu vier Weltmeisterschaften geführt hat.

„Es war ein Privileg, Teil von so vielen speziellen Momenten in diesem Team zu sein. Ich bin stolz auf alles, was wir gemeinsam erreicht haben“, so der Brite.

Für Verstappen ist die Situation komplex. Seine Ausstiegsklausel bei Red Bull wird wahrscheinlich aktivierbar, wenn er vor der Sommerpause außerhalb der Top Zwei der Meisterschaft liegt – was angesichts des aktuellen neunten Platzes im Klassement mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall sein wird.

Ob er diese Klausel nutzt, um anderswo bei McLaren, Mercedes oder einem anderen Top-Rennstall zu fahren oder den Sport ganz zu verlassen, ist die Frage, die die Formel 1 in den kommenden Monaten dominieren wird.

Dass sein Vater sagt, er glaube, dass Max einfach weitermacht, sorgt für eine gewisse Beruhigung, lässt die Zweifel jedoch nicht verschwinden.

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