Formel 1 „Wir warten nur darauf, dass etwas schreckliches passiert“ Von A. Schenk 9. März 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Australien Lando Norris Weltmeister Lando Norris übt deutliche Kritik am neuen Motorenreglement der Formel 1. Laut dem McLaren-Piloten könnten die aktuellen Power Units sogar zu schweren Unfällen führen. Der Brite warnte nach dem Saisonauftakt in Australien davor, dass die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Fahrzeugen gefährliche Situationen heraufbeschwören können. Über den Winter hat die Formel 1 nämlich eine tiefgreifende technische Änderung vollzogen. Die neue Fahrzeuggeneration ist kleiner, leichter und wendiger. Gleichzeitig wurden die Motoren drastisch modifiziert. Die neuen Power Units bestehen nun zu etwa fünfzig Prozent aus einem Verbrennungsmotor und zu fünfzig Prozent aus elektrischer Energie aus Batterien. Dadurch spielt das Energiemanagement während der Rennen eine deutlich größere Rolle. Die Fahrer müssen nämlich ständig Energie zurückgewinnen, indem sie Geschwindigkeit vom Auto wegnehmen. Lies auch: Max Verstappen äußert sich zu emotionalem Abschied Große Geschwindigkeitsunterschiede auf den Geraden Gleichzeitig können sie über eine Art Überholmodus vorübergehend zusätzliche elektrische Leistung abrufen. Laut Norris sorgt dieses System für unvorhersehbare Situationen auf der Strecke. Der Brite äußerte seine Bedenken nach dem Großen Preis von Australien, den er als Fünfter beendete. „Es ist Chaos. Es wird ein schwerer Unfall passieren. Es ist schade. Wir warten eigentlich nur darauf, dass etwas schrecklich schiefgeht.“ „Es ist keine angenehme Position, in der wir uns befinden, aber wir können im Moment wenig dagegen tun“. Laut Lando Norris entsteht das Problem dadurch, dass einige Fahrer versuchen, Energie zu laden, während andere gerade die maximale Leistung zum Überholen nutzen. Dadurch können auf den Geraden enorme Geschwindigkeitsunterschiede entstehen. „Es ist schade. Es fühlt sich künstlich an. Es hängt davon ab, was die Motoreneinheit entscheidet, und manchmal passieren die Dinge einfach ein wenig zufällig.“ Artikel geht unter dem Bild weiter. „Plötzlich wirst du von fünf Autos überholt und kannst nichts dagegen tun“, so Norris. Der McLaren-Fahrer betonte, dass die Differenzen in der Geschwindigkeit teilweise extrem sein können. „Je nachdem, was die Leute machen, kann es einen Geschwindigkeitsunterschied von 30, 40 oder 50 Kilometern pro Stunde geben.“ „Wenn du bei diesem Tempo getroffen wirst, fliegst du ab und kannst sogar über den Zaun geschleudert werden“. Norris steht mit seiner Kritik am neuen Motorenreglement nicht alleine da. Auch andere Piloten haben Zweifel an dem System geäußert. So sagte der viermalige Weltmeister Max Verstappen, dass der größere Anteil an elektrischer Energie die Formel 1 phasenweise wie die Formel E auf Steroiden wirken lässt. Nicht jeder im Paddock teilt jedoch diese Sorgen. Mercedes-Pilot George Russell, der den Saisonauftakt in Australien gewann, reagierte skeptisch auf die Kritik von Norris. Er deutete an, dass die Äußerungen möglicherweise mit dem Rennergebnis zusammenhängen könnten. „Wenn er gewonnen hätte, würde er das wohl kaum so sagen“, erklärte Russell dazu. „Jeder vertritt seine eigenen Interessen. In dieser Hinsicht sind wir alle ein bisschen egoistisch“. Die Diskussion über das neue Motorenreglement fällt in eine Zeit, in der die Formel 1 bereits prüft, ob bestimmte Teile des Reglements angepasst werden müssen. Nach dem nächsten Rennen in China werden die FIA und die Teams erneut evaluieren, ob kleine Änderungen nötig sind, um das Racing sicherer und natürlicher zu gestalten. Die Formel-1-Saison wird nämlich diese Woche mit dem Großen Preis von China fortgesetzt. Dieses Rennen könnte wichtige neue Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die neuen Motoren auf einer Strecke mit einer extrem langen Geraden und anderen technischen Merkmalen als auf dem Stadtkurs von Melbourne verhalten. Lies auch: Abschied in der Formel 1: Willem-Alexander, Máxima und Alexia stehen Prinz Bernhard bei Lies auch: 32 Bergsteiger ignorieren Warnungen am Mont Blanc und fordern anschließend kostenlosen Rettungsflug Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Max Verstappen äußert sich zu emotionalem Abschied Formel 1 Abschied in der Formel 1: Willem-Alexander, Máxima und Alexia stehen Prinz Bernhard bei Formel 1 32 Bergsteiger ignorieren Warnungen am Mont Blanc und fordern anschließend kostenlosen Rettungsflug Formel 1 Letztes F1-Rennen in Zandvoort: Das kostet ein Ticket, um Verstappen noch einmal glänzen zu sehen Formel 1 „Lewis Hamilton wollte mehrfach zu Red Bull wechseln“ Formel 1 Überlebenskampf: F1-Team braucht Christian Horner dringender denn je
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