Formel 1

Wie geht es bei Aston Martin weiter? Fokus auf Stroll: „Die Stimmung ist am Tiefpunkt“

Wie geht es bei Aston Martin weiter? Fokus auf Stroll: „Die Stimmung ist am Tiefpunkt“
Lawrence Stroll during the Formula 1 pre-season testing at Sakhir Circuit in Sakhir, Bahrain on February 11, 2026. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)

Aston Martin-Besitzer Lawrence Stroll nach Bahrain-Tests sichtlich unzufrieden

Die ambitionierten Pläne, Aston Martin zu einem Siegerteam in der F1 zu machen, scheinen zum Start der Saison 2026 schwere Rückschläge zu erleiden.

Trotz der Verpflichtung von Stardesigner Adrian Newey, Motorenpartner Honda und einem brandneuen Technologie-Campus in Silverstone blieb der vielbeachtete AMR26 weit hinter den Erwartungen zurück.

Während der Testtage kämpften sowohl Fernando Alonso als auch Lance Stroll mit dem Auto. Der Spanier zeigte seinen Frust, indem er nach einem Run seine Handschuhe in der Garage zu Boden warf, während Stroll Senior offen erklärte, dass dem Boliden „vier Sekunden“ auf die Konkurrenz fehlten.

Die radikalen Designentscheidungen von Newey, die bei der Präsentation des Autos aufgrund des abweichenden Konzepts noch viel Lob ernteten, scheinen auf dem Asphalt vorerst nicht aufzugehen.

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Alonso-Umfeld spricht von neuem Jahr in der Hölle

Laut Sky Sports-Reporter Simon Lazenby war Lawrence Stroll das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als er nach dem dritten Testtag das Paddock in Bahrain verließ. Er soll seine technische Abteilung deutlich zurechtgewiesen haben.

„Das ist die Geschichte des Tests. Die Traumbesetzung wurde zusammengestellt: Adrian Newey am Ruder, Enrico Cardile von Ferrari geholt und die neue Fabrik läuft.“

„Der Windkanal ist in Betrieb. Alles wirkt ‚Best-in-Class‘, aber dann kommt ein Auto aus der Box, das vier Sekunden langsamer ist als der Rest“, so Lazenby im Podcast Rolling Start.

Aston Martin kämpfte während der ersten Testwoche mit mehreren Problemen. Die Zuverlässigkeit ließ zu wünschen übrig und der Mangel an Kilometern war bei der Feinabstimmung des Setups nicht hilfreich. Alonso betonte, wie wichtig es sei, kontinuierlich fahren zu können.

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„Wir finden bei jedem Run kleine Probleme, und das bremst das Programm aus. Wenn man nicht konstant fährt, macht man keine Fortschritte.“

Ein wesentlicher Schwachpunkt scheint der Motor von Honda zu sein. GPS-Daten lassen vermuten, dass das japanische Triebwerk Aston Martin in Bahrain etwa anderthalb Sekunden pro Runde kostet.

Das entspräche gut einem Drittel des von Lance Stroll genannten Gesamtrückstands. Die Kombination aus einem aggressiven Chassiskonzept und einem neuen, noch nicht ausgereiften Motorenlieferanten stellt den Rennstall vor eine gewaltige Herausforderung.

Juan Pablo Montoya arbeitete bei McLaren kurzzeitig mit Newey zusammen. Er erkennt die Handschrift des Designers im mutigen Entwurf wieder, warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen.

„Adrian Newey ist ein Pessimist. Er ist nie wirklich zufrieden, selbst wenn er alles gewinnt. Das ist auch der Grund, warum er so gut ist“, sagte Montoya gegenüber Vision4Sport.

Er erwartet, dass Newey erst zum Auftaktrennen in Melbourne mit einem Update-Paket aufwarten wird.

Aston Martin steht unter Hochspannung. In der zweiten Testwoche in Bahrain, die am Mittwoch beginnt, wird das Team unter besonderer Beobachtung stehen. Alonsos Umfeld spricht mittlerweile von „einem neuen Jahr in der Hölle“, sollten die Probleme nicht schnell gelöst werden.

Stroll Senior ist sich bewusst, dass sich seine Millioneninvestitionen vorerst noch nicht auszahlen. Der Druck auf das Team, schnell Fortschritte zu erzielen, ist größer denn je.

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