Formel 1 Weltmeister-Favorit fordert: Reglement für 2026 verdient zumindest eine Chance Von A. Schenk 14. Februar 2026 F1-News Formel 1 George Russell Lando Norris Max Verstappen George Russell äußert sich zur Kontroverse um das neue Formel-1-Reglement für 2026. Während sein Kollege Max Verstappen die Autos als „Anti-Racing“ und sogar als „Formel E auf Steroiden“ bezeichnete, bewahrt Russell kühlen Kopf. Laut dem Mercedes-Piloten ist es schlichtweg zu früh, um über die neueste Generation der F1-Boliden zu urteilen. „Wir sind erst seit vier Tagen mit einem Reglement beschäftigt, das drei Jahre lang laufen wird“, so Russell. „Die Fortschritte in diesen ersten Monaten werden enorm sein.“ George Russell betont, dass die ersten Eindrücke der neuen Autos keineswegs nur negativ sind. Im Gegenteil: Das leichtere und kleinere Chassis fühle sich im Vergleich zur Vorgängergeneration sofort deutlich agiler an. Lies auch: Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Komplexität sorgt für Herausforderungen „Ich bin erst zweimal zuvor in leichteren Autos gefahren, aber ich konnte jetzt wirklich spüren, wie viel wendiger alles ist. Das ist sehr positiv.“ Dennoch räumt auch Russell ein, dass die Komplexität des neuen Hybridsystems Herausforderungen mit sich bringt. Da die Hälfte der Motorleistung aus elektrischer Energie stammen muss, experimentieren die Fahrer mit alternativen Fahrtechniken, um Energie zurückzugewinnen. Lupfen auf den Geraden, hohe Drehzahlen in langsamen Kurven und Schalten zu ungewöhnlichen Zeitpunkten. „Normalerweise nimmt man Kurve 1 in Bahrain im dritten Gang. Jetzt müssen wir in den ersten Gang herunterschalten, um die Drehzahl hochzuhalten.“ „Es fühlt sich manchmal so an, als würde man mit angezogener Handbremse in die Kurve fahren.“ Das fühle sich nicht natürlich an, gibt Russell zu, und es könne zu Instabilität führen. Dennoch macht er sich wenig Sorgen. Artikel geht weiter unter dem Bild „Das ist ein Aspekt, der etwas irritierend ist, aber ansonsten kann man sich nicht über die Leistung beschweren, die man hat, wenn man die vollen 350 kW nutzen kann.“ „Und ich erwarte, dass wir in den kommenden Monaten enorme Schritte machen werden.“ Russell betont, dass die Änderungen im Reglement nicht nur aus sportlichen Erwägungen resultieren. Politische und industrielle Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle, insbesondere der Wunsch, Marken wie Audi und Honda durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs anzulocken. „Man kann nicht jeden Punkt auf der Liste abhaken. Aber es ist wichtig zu verstehen, warum es diese Regeln gibt.“ „Der Druck zur Elektrifizierung seitens der EU spielte eine große Rolle beim Einstieg von Audi. Das muss man mit berücksichtigen.“ Im Gegensatz zu Verstappen, der seine Frustration kaum verbergen konnte, wählt Russell einen pragmatischeren Ton. Er verweist sogar leicht spöttisch auf den niederländischen Champion. „Wenn du vor allem die spaßigsten Autos fahren willst, bist du auf der Nordschleife willkommen.“ Russells nüchterne Haltung deckt sich mit den Worten von Lando Norris, der Anfang dieser Woche feststellte, dass F1-Fahrer zu gut bezahlt werden, um sich zu beschweren. Russell erkennt ihre privilegierte Position an, bleibt aber vor allem auf das große Ganze fokussiert: Entwicklung, Wettbewerb und letztlich der Sieg. „Ich will einfach Rennen gewinnen. Natürlich will man die schnellsten Autos und das beste Racing, aber das muss alles in Balance sein. Und das braucht Zeit.“ Lies auch: FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Lies auch: FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Formel 1 FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Formel 1 FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Formel 1 Mysteriöses Problem bei Red Bull: Droht beim China-GP ein Debakel? Formel 1 Adrian Newey unter Verdacht: Manipulationsversuch gegenüber der FIA? Formel 1 Red Bull liefert beunruhigende Diagnose nach Hadjar-Ausfall