Formel 1

Vettel: „Mein Abstieg begann bei Ferrari“

Vettel: „Mein Abstieg begann bei Ferrari“
Budapest, Hungary. 01-04/08/2019. Grand Prix of Hungary. F1 World Championship 2019. Max Verstappen, Red Bull, and Sebastian Vettel, Ferrari, smile after the race.

Karriererückblick: Sebastian Vettel benennt den Wendepunkt nach seinen Erfolgsjahren zwischen 2010 und 2014

Sebastian Vettel hat offen auf seine Zeit als Ferrari-Pilot zurückgeblickt und räumt ein, dass seine Performance bereits nachließ, noch bevor er der Formel 1 den Rücken kehrte. Laut dem Deutschen wurde dieser Abwärtstrend vor allem ab dem Zeitpunkt sichtbar, als Charles Leclerc sein Teamkollege wurde.

Vettel wechselte 2015 von Red Bull, wo er viermal Weltmeister wurde, zu Ferrari. Seine Mission: das Team zurück an die Spitze zu führen, genau wie es sein Landsmann und großes Idol Michael Schumacher zuvor getan hatte.

Obwohl der Deutsche mehrfach kurz vor seinem fünften WM-Titel stand, konnte er sich seinen Traum, Ferrari wieder zum Champion zu machen, nie erfüllen. In der Rückschau erkennt der viermalige Weltmeister heute genau, wann der Erfolg zu bröckeln begann.

„Nach meinem Titel 2010 war ich auf meinem absoluten Zenit. Auch 2015, 2017 und 2018 waren starke Jahre. Aber 2019 und danach befand ich mich bereits in einer Abwärtsphase.“

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Für Vettel zählte nur der Sieg

Laut Vettel fehlte es ihm in dieser Zeit an etwas Essentiellem, etwas Entscheidendem.

„Ich hatte nicht mehr diesen entscheidenden Biss.“

Diese Einstellung stand im krassen Gegensatz zu seinem eigentlichen Charakter als Rennfahrer, bei dem der Sieg immer im Mittelpunkt stand. Vettel beschreibt sich selbst als jemanden, der vollkommen auf den Erfolg fixiert war.

„Ich wollte nur gewinnen. Die größte Trophäe, dieser Moment als Sieger auf dem Podium.“

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„Dieses Gefühl am Montag, dass man gewonnen hat, dafür habe ich alles gegeben.“

Gleichzeitig sah er, dass Leclerc eine ganz andere Herangehensweise an den Sport hatte. Der heute 26-jährige Monegasse konnte auch mit kleineren Erfolgen zufrieden sein, ganz im Gegensatz zu Vettel, der sich nur mit dem Sieg begnügte.

Dieser Unterschied im Mindset markierte in Kombination mit seiner nachlassenden Form den Beginn vom Ende seines Ferrari-Kapitels. Was einst als vielversprechende Zusammenarbeit begann, endete ohne den ersehnten WM-Titel und mit der Erkenntnis, dass seine besten Jahre bereits hinter ihm lagen.

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