Formel 1

„Verstappen muss von der FIA einen Denkzettel verpasst bekommen“

„Verstappen muss von der FIA einen Denkzettel verpasst bekommen“

Max Verstappen sorgt für Staunen: Red-Bull-Star setzt Journalist Giles Richards vor die Tür

David Coulthard ist der Meinung, dass die FIA nach dem kontroversen Zwischenfall zwischen dem viermaligen Weltmeister Max Verstappen und dem Journalisten Giles Richards in Japan hart hätte durchgreifen müssen.

Der schottische Ex-Pilot von McLaren und Red Bull zeigt zwar Verständnis dafür, dass Fragen zu brisanten Themen unangenehm sein können, hinterfragt jedoch massiv die Art und Weise, wie Max Verstappen den Reporter aus der Medienrunde entfernen ließ.

Laut David Coulthard ist es gelinde gesagt bemerkenswert, dass das Verhalten des viermaligen Weltmeisters keine Konsequenzen hatte und der Automobil-Weltverband nach dem Vorfall keine weiteren Schritte eingeleitet hat.

„Dieser Neun-Punkte-Rückstand, über den wir sprechen, war bei Max Verstappen ein aktuelles Thema.“

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Was ist bei Verstappen passiert?

„Weil ein Journalist ihn fragte, ob er die Berührung mit George Russell in Barcelona bereue, die ihn neun Punkte kostete,“ sagt Coulthard im Up To Speed-Podcast.

Damit spielt der schottische Ex-Rennfahrer auf die Frage an, die nach der verlorenen Weltmeisterschaft 2025 erneut aufkam, als Verstappen am Ende zwei Punkte auf Lando Norris fehlten. Diese Frage stieß Verstappen in Abu Dhabi sauer auf.

„Er verlor die Weltmeisterschaft um zwei Punkte, und Max reagierte in Japan auf eine für ihn eigentlich typische Art und Weise,“ so Coulthard.

„Als er das Gesicht des Journalisten sah, hieß es nur: ‚Raus!‘ und er schickte ihn weg,“ erklärt der Schotte.

So fasst er den Moment zusammen, als Verstappen in der Red Bull-Hospitality jegliche Aussage verweigerte, solange Giles Richards von The Guardian noch im Raum anwesend war.

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Coulthard macht in seiner Einschätzung jedoch einen klaren Unterschied. In den Augen des Schotten hat ein Fahrer jedes Recht, die Beantwortung einer Frage zu verweigern. Ein Pilot gehe jedoch zu weit, wenn er jemanden aus dem Raum entfernen lässt.

„Ich sehe es so: Es ist wahrscheinlich etwas, womit sich Max im Nachhinein nicht besonders wohl fühlen wird,“ sagt er.

Der Schotte glaubt, dass Verstappen seine Reaktion anders bewerten könnte, wenn sich der Sturm gelegt hat. Vor allem aber wundert sich Coulthard über die Untätigkeit der FIA.

„Er ist absolut im Recht, man muss nicht alle Fragen beantworten, aber es ist ungewöhnlich, jemanden anzuweisen, die Umgebung zu verlassen.“

„Ich bin eigentlich überrascht, dass die FIA dazu keine Stellung bezogen hat,“ stellt er fest.

Gerade das Ausbleiben einer Reaktion seitens der FIA findet er höchst bemerkenswert, da der Verband normalerweise schnell bei Verstößen gegen die Verhaltensregeln einschreitet. Daher zieht Coulthard auch den Vergleich zur Wortwahl.

„Ich habe nichts von einem Verweis gesehen. Hätte er dort das Wort ‚Shit‘ benutzt, hätte er eine Geldstrafe bekommen,“ so sein Fazit.

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