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Verstappen erwägt Abschied: Diese F1-Ikonen trafen die gleiche Entscheidung

Verstappen erwägt Abschied: Diese F1-Ikonen trafen die gleiche Entscheidung
Formula 1 driver Max Verstappen of Oracle Red Bull Racing participates in the Formula 1 pre-season testing on day 2 at the Bahrain International Circuit for the Pre-season testing 1 2026 season in Sakhir, Bahrain, on February 13, 2026. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images)

Plötzliches Formel-1-Aus bei Max Verstappen möglich: Der Niederländer fährt nur noch im Mittelfeld und hadert mit dem Reglement

Max Verstappen ist nicht der erste Weltmeister, der offen an seiner Zukunft in der Formel 1 zweifelt. Die Königsklasse musste sich schon öfter von den ganz Großen verabschieden, und das oft zu einem Zeitpunkt, an dem niemand damit gerechnet hatte.

Mike Hawthorn wurde 1958 der erste britische Weltmeister, indem er mit nur einem Sieg und mickrigen einem Punkt Vorsprung auf Stirling Moss den Titel holte. Doch für Hawthorn war es eine hochemotionale Saison.

Sein Ferrari-Teamkollege Peter Collins verunglückte auf dem Nürburgring tödlich, und bereits zuvor im selben Jahr war Luigi Musso ums Leben gekommen. Fast unmittelbar nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft verkündete Hawthorn seinen Rücktritt.

Er war erst 29 Jahre alt und gab seinem Leben außerhalb des Sports den Vorzug, auch weil das Rennfahren in jener Ära extrem gefährlich war. Hawthorns Leben abseits der Rennstrecke sollte jedoch nicht lange dauern. Im Januar 1959 verstarb auch er bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße in England.

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Sicherheit spielte oft eine entscheidende Rolle

Jackie Stewart hatte zum Zeitpunkt seines Rücktritts im Jahr 1973 drei Weltmeistertitel und 27 Grand-Prix-Siege auf seinem Konto. Er hatte bereits beschlossen, nach der Saison aufzuhören, doch der Tod seines Teamkollegen François Cevert während des Qualifyings zum Großen Preis der USA machte die Entscheidung endgültig.

Stewart ging nie wieder an den Start. Er war 34 und besaß zweifellos das Talent für weitere WM-Titel. Die Sicherheit spielte für ihn eine ausschlaggebende Rolle.

Niki Lauda stieg 1979 mitten in der Saison während des Trainings zum Großen Preis von Kanada einfach aus seinem Brabham aus und flog nach Hause. Seine Erklärung war typisch Lauda.

Der Österreicher hatte keine Lust mehr, „im Kreis zu fahren“. Er war zu diesem Zeitpunkt zweifacher Champion und 30 Jahre alt. Drei Jahre später kehrte er zurück, gewann 1984 seinen dritten Titel und trat 1985 endgültig zurück.

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Jody Scheckter gewann 1979 den Titel mit Ferrari, doch die Mission Titelverteidigung geriet ein Jahr später zum Desaster. Das neue Auto war nicht nur langsam, sondern auch gefährlich. Scheckter sammelte lediglich zwei Punkte und verpasste in Kanada sogar die Qualifikation.

Nach Abschluss der Saison 1980 belegte Scheckter den 19. Tabellenplatz und hatte genug. Die Magie war verflogen, so der damals 30-jährige Südafrikaner, der nach seiner Karriere einen Bio-Bauernhof in Großbritannien aufbaute.

Alan Jones wurde 1980 der erste australische Weltmeister seit Jack Brabham. Er verabschiedete sich 1981 standesgemäß mit einem Sieg beim Saisonfinale in Las Vegas.

Zwar kehrte er zurück – zunächst mit einem Kurzauftritt bei Arrows 1983, gefolgt von einem längeren Comeback 1985 und 1986 beim neu gegründeten Team Haas. Beide Comebacks waren jedoch wenig von Erfolg gekrönt.

Carlos Reutemann verlor die Weltmeisterschaft 1981 um nur einen Punkt gegen Nelson Piquet und warf in der darauffolgenden Saison bereits nach zwei Rennen das Handtuch. Sein Williams war konkurrenzfähig, sein Speed stimmte, und er war gerade Zweiter in Südafrika geworden.

Dennoch kehrte er Hals über Kopf nach Argentinien zurück und äußerte sich zunächst nicht zu den Gründen für seinen abrupten Rückzug. Erst Jahre später erklärte er, dass sein Herz einfach nicht mehr am Rennsport hing. Er ging in die Politik und war mehrfach Gouverneur der Provinz Santa Fe.

Alain Prost verließ Ferrari 1991, nachdem ihn das Team aufgrund harscher Kritik am Auto entlassen hatte. Da kein konkurrenzfähiges Cockpit verfügbar war, verkündete der Franzose seinen Rücktritt. 1993 kehrte er bei Williams zurück, sicherte sich seinen vierten Titel und hörte daraufhin endgültig auf.

Nigel Mansell gewann 1992 neun Rennen, holte 14 Pole-Positions und hatte die Weltmeisterschaft bereits im August sicher. Dennoch wechselte Mansell in die IndyCar-Serie, da Williams ihm als amtierendem Weltmeister kein angemessenes Gehalt zahlte.

Er wurde in seinem ersten IndyCar-Jahr auf Anhieb Meister – ein Unikum in der Motorsportgeschichte. Seine spätere Rückkehr in die Formel 1 endete enttäuschend: Nach zwei Rennen für McLaren im Jahr 1995, bei denen er anfangs nicht einmal in das Cockpit passte, war endgültig Schluss.

Mika Häkkinen war 33, zweifacher Weltmeister und nach den jahrelangen, intensiven Duellen mit Michael Schumacher mental erschöpft. Er legte ein Sabbatjahr ein, das stillschweigend zum dauerhaften Karriereende wurde. Später bestritt er noch einige Rennen in der DTM, kehrte aber nie in die Formel 1 zurück.

Nico Rosberg verkündete nur fünf Tage nach seinem WM-Titel im Jahr 2016 seinen Rücktritt. Er war 31 Jahre alt. Er gab an, dass der Weg zum Erfolg ihn vollständig ausgezehrt habe.

Die Jagd auf den Titel hatte ihn komplett aufgesaugt. Nachdem das Ziel erreicht war, hatte er keine Reserven mehr. Die Jahre des harten Kampfes gegen Hamilton in der Mercedes-Garage hatten ihn nicht triumphierend, sondern innerlich leer zurückgelassen.

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