Formel 1

Toto Wolff offenbar überführt: Mercedes droht schwere Strafe

Toto Wolff offenbar überführt: Mercedes droht schwere Strafe

Mercedes-Motor unter der Lupe: Es wird wieder laut um die Verdichtungsverhältnis-Debatte.

Toto Wolff packt im Vorfeld des Großen Preises von Japan über das brisanteste Thema im Vorlauf zur neuen Formel 1 Saison aus. Entgegen aller Erwartungen räumt der Mercedes-Teamchef ein, dass Mercedes doch Anpassungen vornehmen muss.

Das Verdichtungsverhältnis in den Verbrennungsmotoren wurde im Reglement für 2026 von 18:1 auf 16:1 gesenkt. Dadurch sind die sogenannten ICEs nicht nur weniger effizient, sondern im Verhältnis auch deutlich kostengünstiger.

Dies erwies sich als einer der Wege des Automobil-Weltverbands FIA, um mehr Motorenhersteller anzulocken, was faktisch auch gelang. Audi und Ford kündigten ihren Einstieg in die Königsklasse an, während Honda sich zur Rückkehr entschloss, nachdem man 2021 ursprünglich den Ausstieg geplant hatte.

In der vergangenen Winterpause kamen Gerüchte auf, dass die Antriebseinheit von Mercedes unter Rennbedingungen dennoch über dem maximal geforderten Verhältnis von 16:1 liegen würde.

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Das Verdichtungsverhältnis wird auch bei 130°C gemessen

Wie konnte es dazu kommen? Das Verdichtungsverhältnis sollte gemäß dem Technischen Reglement ursprünglich nur bei Umgebungstemperatur gemessen werden.

Wichtiges Detail: Ein Motor wird während eines Trainings, des Qualifyings oder des Rennens heiß, wodurch das Verdichtungsverhältnis bei anderen Temperaturen abweichende Werte annehmen kann. Genau hier soll Mercedes den maximalen Vorteil herausgeholt haben.

Ende Februar fällte die FIA die Entscheidung, dass eine Messmethode her müsse, bei der das Verdichtungsverhältnis auch bei 130°C gemessen wird, da der Motor in allen Situationen den Regeln entsprechen muss.

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Die neue Regel tritt ab dem 1. Juni in Kraft, kurz vor dem Großen Preis von Monaco. Während der Mercedes-Teamchef zuvor noch Stein und Bein schwor, dass Regeländerungen keine Auswirkungen auf die W17-Boliden oder die Power Units hätten, vertritt Wolff nun eine ganz andere Sichtweise.

„Ab Juni finden alle Tests bezüglich des Verdichtungsverhältnisses unter heißen Bedingungen statt”, erklärte Wolff gegenüber dem britischen Channel 4.

„Ich denke, es besteht immer die Gefahr, dass man etwas von seinem Vorsprung einbüßt, aber so ist es nun einmal.”

„Es kann Auswirkungen haben. Vielleicht müssen Teile neu entworfen werden, bei denen man gehofft hatte, dass es nicht nötig sein würde.”

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