Formel 1

So viel kostet eine Fahrt auf dem Nürburgring im Stil von Max Verstappen

So viel kostet eine Fahrt auf dem Nürburgring im Stil von Max Verstappen

Verstappen rückt den Ring wieder ins Rampenlicht.

Max Verstappen hat im vergangenen Jahr seine DMSB Permit A für die Teilnahme an der NLS-Serie auf dem Nürburgring erworben, aber ist so etwas auch für Normalsterbliche möglich? Höchste Zeit, das Ganze einmal aufzuschlüsseln.

Wer einfach nur eine Runde auf dem Ring im Rahmen der Touristenfahrten drehen möchte, zahlt aktuell 30 Euro pro Runde von Montag bis Donnerstag und 35 Euro an Wochenenden sowie Feiertagen.

Bei einer Runde von über 20 Kilometern klingt das angemessen, doch die Realität sieht anders aus. Die wenigsten belassen es bei einer einzigen Runde auf dem Nürburgring, und die Kosten summieren sich rasant.

Eine Saisonkarte kostet 3000 Euro, was sich erst ab mehr als 100 Runden an Wochentagen rechnet.

Das Bonussystem des Nürburgrings ermutigt dazu, größere Beträge im Voraus einzuzahlen. Wer 500 Euro auf sein Konto lädt, erhält ein Guthaben von 600 Euro. Doch selbst mit diesem Rabatt bleibt die Nordschleife ein teures Vergnügen für alle, die regelmäßig fahren wollen.

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Trackdays

Wer ein ernsthafteres Trackday-Erlebnis ohne den Mischverkehr der Touristenfahrten sucht, für den steigen die Preise in ganz andere Dimensionen.

Trackdays variieren zwischen 480 Euro für eine November-Session bei Circuit Days bis hin zu über 1800 Euro bei Premium-Veranstaltern wie Manthey Racing.

Diese Preise verstehen sich exklusive Kraftstoff und oft auch ohne Versicherung, was die tatsächlichen Kosten weiter in die Höhe treibt.

Auto mieten

Wer kein passendes Fahrzeug besitzt, kann sich am Ring eines mieten. Für einen Porsche GT3 zahlt man schnell 799 Euro für vier Runden in einem All-inclusive-Paket.

Wer zehn Runden in einem GT3 drehen möchte, ist mit 2349 Euro für die ältere 991-Version oder 2700 Euro für den aktuellen 992 dabei.

Die absolute Spitze, wie ein GT3 RS, kostet 999 Euro für nur zwei Runden. Diese Preise beinhalten zwar Kraftstoff, Helm und Instrukteur, verdeutlichen aber, wie schnell die Kosten für ein echtes Ring-Erlebnis eskalieren.

Für Verstappen war der Erwerb seiner DMSB Permit A dank seiner FIA-Platin-Lizenz relativ einfach, doch selbst er musste das Standardprozedere durchlaufen.

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Die Lizenz selbst kostet 102 Euro für die Stufe A, 67 Euro für Stufe B und 35 Euro für Stufe C. Doch bevor man überhaupt an diese Lizenz gelangt, muss man zunächst ausreichend Rennerfahrung in kleineren Kategorien sammeln.

Ein professioneller Lehrgang für die Nordschleifen-Lizenz kostet je nach Zeitpunkt zwischen 1790 und 1890 Euro. Diese Trainings sind Pflicht für Fahrer ohne ausreichende Vorerfahrung auf der Strecke.

Verstappen konnte dies aufgrund seines Status überspringen, musste jedoch vierzehn Runden im NLS-Rennen mit einem gedrosselten Porsche Cayman GT4 CS absolvieren.

Die verborgenen Kosten

Während die Eintrittspreise noch überschaubar wirken, wird es richtig teuer, wenn etwas schiefgeht. Ein Crash auf der Nordschleife kann immense Kosten nach sich ziehen.

Allein das Absperren für Streckenarbeiten kostet 225 Euro, beschädigte Leitplanken schlagen mit 26 Euro pro Meter für die Demontage und 65 Euro pro Meter für den Ersatz zu Buche.

Ein Safety-Car kostet 63 Euro pro halbe Stunde, und das Abschleppen bis zum Ausgang allein 285 Euro. Bei schweren Unfällen können die Kosten in die Tausende gehen.

Zudem decken die meisten Kfz-Versicherungen keine Schäden auf dem Ring ab, da dieser offiziell als mautpflichtige Einbahnstraße ohne Tempolimit gilt, auf der man bewusst Risiken eingeht. Spezielle Ring-Versicherungen existieren, kosten jedoch extra und haben oft eine hohe Selbstbeteiligung.

Die Kostenspanne am Nürburgring ist gigantisch. Am unteren Ende kann man für dreißig Euro eine Runde im eigenen Auto fahren, aber für ein seriöses Ring-Erlebnis mit einem vernünftigen Fahrzeug und Betreuung ist man schnell 1000 Euro für einen Tag los.

Wer, wie Verstappen, das Niveau von GT3-Rennen erreichen will, muss mit Investitionen von zehntausenden Euro pro Jahr für Startgelder, Lizenzen, Sicherheitsausrüstung und Fahrzeugkosten rechnen.

Für den 27-jährigen Weltmeister sind solche Beträge natürlich kein Problem, doch seine DMSB Permit A zeigt deutlich, wie exklusiv der echte Wettbewerb auf der Nordschleife geworden ist.

Verstappen kann nun offiziell am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen, etwas, das er im nächsten Monat auch tatsächlich tun wird.

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