Formel 1

Paukenschlag für Max Verstappen unmittelbar vor dem Großen Preis von Österreich

Paukenschlag für Max Verstappen unmittelbar vor dem Großen Preis von Österreich
BARCELONA, SPAIN - JUNE 12: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on in the garage during practice ahead of the F1 Grand Prix of Barcelona-Catalunya at Circuit de Barcelona-Catalunya on June 12, 2026 in Barcelona, Spain. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202606120131 // Usage for editorial use only //

Was die Verstappen-Fans jetzt hören wollen.

Bei Red Bull dreht sich am kommenden Wochenende alles um eine Frage: Kann das Team von Max Verstappen auf der eigenen Strecke in Spielberg endlich den Rückstand auf die Spitze verkürzen?

Die Antwort soll das umfangreichste Update-Paket liefern, das das Team in dieser Saison zu einem Grand Prix mitbringt. Laut De Telegraaf übertrifft es im Umfang sogar die großen Neuerungen, die zuvor in Miami eingeführt wurden.

Der Kern der Operation liegt beim Gewicht des RB22. Dieser Bolide kämpft nämlich schon die gesamte Saison mit Übergewicht. Zu Beginn des Jahres lagen die Autos von Verstappen und Isack Hadjar rund zwölf Kilo über dem Mindestgewicht von 768 Kilo, inklusive Fahrer.

Diese Differenz kostet Rundenzeit und bremst die Weiterentwicklung des Wagens. Mit den neuen Komponenten für den Red Bull Ring hofft das Team, das Auto erstmals auf das Zielgewicht zu bringen.

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„Vier Zehntel pro Runde“

Wieviel das bringen kann, skizzierte Ex-Pilot Juan Pablo Montoya treffend. „Wenn man sieben oder acht Kilo vom Auto abspeckt, wird der Wagen je nach Strecke zwei bis vier Zehntel pro Runde schneller“, so der Kolumbianer.

Er wies darauf hin, dass ein leichterer Unterboden oft mit frischen Aerodynamik-Teilen einhergeht. Das eine verstärkt das andere. Für ein Team, das Zehntelsekunden finden muss, ist das eine attraktive Aussicht.

Teamchef Laurent Mekies kündigte das Paket bereits während des Wochenendes in Barcelona an. Dort waren die Defizite erneut sichtbar, als Verstappen als Vierter ins Ziel kam und es ihm gegenüber McLaren, Ferrari und Mercedes an Pace mangelte.

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Mekies will dennoch nichts versprechen. „In Österreich bringen wir ein Update-Paket mit. Wir hoffen, damit die Lücke weiter zu schließen“, sagte der Franzose.

Dabei verwies er darauf, dass der Rückstand zu Saisonbeginn noch 1,2 Sekunden betrug und in Monaco auf einige Hundertstel geschrumpft war.

Hinter den Kulissen geht es auch um die Zukunft von Verstappen. Der vierfache Weltmeister ist zwar bis Ende 2028 gebunden, doch in diesem Vertrag befinden sich Leistungsklauseln, mit denen er vorzeitig gehen kann.

Klarheit vor der Sommerpause

Manager Raymond Vermeulen will vor der Sommerpause Klarheit, wie er kürzlich gegenüber Bild verlauten ließ. „Wir wollen Red Bull gegenüber loyal bleiben, aber wir wollen gewinnen“, erklärte Vermeulen.

Nach Beratungen mit den Anteilseignern in Salzburg hat Verstappen dem Team keinerlei Zusagen für die Jahre nach 2026 gemacht.

Das macht Spielberg zu mehr als nur irgendeinem Rennen. Der Red Bull Ring ist das Heimspiel des Rennstalls und färbt sich jedes Jahr durch die niederländischen Fans orange.

Max Verstappen gewann dort bereits fünf Mal und peilt den sechsten Sieg an. Die Ingenieure in Milton Keynes wissen, dass das Update nicht nur funktionieren, sondern auch überzeugen muss. Sowohl die Außenwelt als auch der Fahrer selbst schauen genau hin.

Die Konkurrenz schläft derweil nicht. Der Mercedes W17 wirkt stark bei der Beschleunigung und dem hohen Top-Speed, der die ersten beiden Sektoren der Strecke prägt.

Auch Ferrari rüstet auf

Im letzten Teil der Strecke wird Ferrari zum Zielobjekt, da der SF-26 in den Kurven brilliert. Hinzu kommt, dass Ferrari ebenfalls ein Motoren-Update nach Österreich mitbringt, um auf den Geraden konkurrenzfähiger zu sein. Auch andere Teams werden vermutlich neue Teile zum Heimrennen von Red Bull mitbringen.

In der Meisterschaft belegt Verstappen vorläufig den siebten Platz mit 55 Punkten. Hadjar folgt als Neunter mit 34 Zählern. Für einen Fahrer, der es gewohnt ist, an der Front zu kämpfen, ist diese Platzierung natürlich unangenehm.

Ob der runderneuerte RB22 das Blatt wendet, muss die Strecke zeigen. Fest steht, dass das Heimrennen für Red Bull zum Gradmesser wird. Ein starker Samstag und Sonntag würden den Worten von Mekies Nachdruck verleihen und Verstappen gleichzeitig einen Grund geben, länger an Bord zu bleiben. Ein enttäuschendes Wochenende auf eigenem Boden würde die Zweifel rund um seine Zukunft hingegen weiter befeuern.

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