Formel 1

„Neue Regeln wären für Michael Schumacher perfekt gewesen“

„Neue Regeln wären für Michael Schumacher perfekt gewesen“
LUSAIL CITY, QATAR - NOVEMBER 30: Former racing driver and Sky Sports presenter Martin Brundle on the grid during the F1 Grand Prix of Qatar at Lusail International Circuit on November 30, 2025 in Lusail City, Qatar. (Photo by Kym Illman/Getty Images)
Von A. Schenk 11. Februar 2026

Schumacher und Senna würden in der neuen Formel-1-Ära glänzen.

Mit dem neuen Formel 1-Reglement, das ab 2026 in Kraft tritt, rückt das Energiemanagement mehr denn je in den Mittelpunkt. Die Piloten müssen präzise abwägen, wann sie Energie zurückgewinnen oder einsetzen.

Für Sky Sports-Analyst Martin Brundle wäre dieses Regelwerk wie geschaffen für zwei F1-Legenden: Michael Schumacher und Ayrton Senna.

„Ich glaube wirklich, dass Ayrton und Michael diese Autos lieben würden, da sie die Fähigkeit besaßen, alle Hilfsmittel optimal auszuschöpfen“, sagte Brundle während eines Media-Events von McLaren.

„Derjenige, der versteht, wie man das Beste aus diesen Tools und dem Auto herausholt, wird erfolgreich sein.“

George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer

Lies auch: George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer

In Sachen Spielverständnis gehörten Senna und Schumacher auch heute zur Spitze

Brundle nahm selbst an 158 Grands Prix teil, 1992 fuhr er bei Benetton als Teamkollege von Michael Schumacher. Er erlebte aus erster Hand, dass die Formel 1 schon immer mehr als nur reine Geschwindigkeit bedeutete.

Vor allem in der heutigen Ära komplexer Hybrid-Antriebe und strategischen Energieverbrauchs sieht er deutliche Parallelen zu früheren Herausforderungen.

„Wenn man am Limit fahren will, muss man immer an anderer Stelle etwas schonen“, so Brundle.

„Das war schon immer so, egal ob man über Stirling Moss, Juan Manuel Fangio, Jackie Stewart oder Jim Clark spricht.“

In früheren Zeiten mussten Fahrer sorgsam mit Komponenten wie Zahnrädern, Antriebswellen, Kupplungen und Getrieben umgehen. Selbst in der berühmten Turbo-Ära der 1980er-Jahre, als die Autos 220 Liter Kraftstoff an Bord hatten, war eine intelligente Fahrweise entscheidend.

„Wir mussten damals oft über den gesamten Rennverlauf ‚Lift and Coast‘ betreiben“, erinnert sich Brundle.

„Nur so konnte man mit ausreichend Benzin und Leistung das Ziel erreichen.“

Er weiß auch, wie schmerzhaft eine Fehlkalkulation sein konnte.

„Ich blieb einmal kurz vor dem Ziel ohne Sprit liegen und verlor so einen Podestplatz in Adelaide“, sagt er.

„Man musste also immer mit den Ressourcen haushalten. Heutzutage sind es vor allem die Reifen, aber dieses Prinzip ist unverändert geblieben.“

Was sich geändert hat, ist die Art der Ressourcen, die gemanagt werden müssen. Batterien und elektrische Systeme sind mittlerweile genauso wichtig wie der Kraftstoff. Doch laut Brundle ist der Kern des Handwerks nach wie vor derselbe.

„Die Art der Herausforderung hat sich gewandelt, aber das übergeordnete Prinzip nicht“, sagt er.

Deshalb glaubt Brundle, dass Fahrer wie Schumacher und Senna mit ihrem technischen Verständnis, ihrem strategischen Denkvermögen und der Fähigkeit, bis ins kleinste Detail zu optimieren, auch in dieser Ära an der absoluten Spitze stehen würden.

Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen

Lies auch: Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen

Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein

Lies auch: Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen