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Neue Abschnittskontrolle zwischen Zoetermeer und Nootdorp: Über 42.000 Bußgelder verhängt

Neue Abschnittskontrolle zwischen Zoetermeer und Nootdorp: Über 42.000 Bußgelder verhängt
Von A. Schenk Heute um 10:27

Neue Abschnittskontrolle auf der A12: Zehntausende Bußgelder zwischen Zoetermeer und Nootdorp in kürzester Zeit

Laut Zahlen der Staatsanwaltschaft wurden in den ersten drei Monaten mehr als 42.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Dennoch wertet die Behörde die Maßnahme als Erfolg, da die Zahl der Verstöße von Monat zu Monat sinkt. Dies deute darauf hin, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit anpassen, sobald klar wird, dass der Abschnitt aktiv überwacht wird.

Die Abschnittskontrolle (Trajectcontrole) wurde Mitte Januar auf einem der am stärksten befahrenen Autobahnabschnitte der Randstad in Betrieb genommen. Im Februar erhielten über 16.000 Fahrer einen Bußgeldbescheid, im März sank diese Zahl auf fast 14.000 und im April wurden etwas mehr als 13.000 Verstöße festgestellt.

Dieser Abwärtstrend ist genau das, was die Regierung anstrebt. Das System hat nämlich zum Ziel, ein strukturell sichereres Fahrverhalten zu erzwingen und nicht, so viele Bußgelder wie möglich zu verhängen.

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Jeden Monat passieren zwei Millionen Fahrzeuge den Abschnitt

Die Strecke zwischen Zoetermeer und Nootdorp wird monatlich von rund zwei Millionen Fahrzeugen befahren. Laut der Staatsanwaltschaft macht gerade dieses hohe Verkehrsaufkommen die Überwachung notwendig.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit entscheidend sei, um das Unfallrisiko auf einem Abschnitt zu verringern, den täglich enorme Mengen an Autofahrern passieren.

Wie viel Geld die Abschnittskontrolle inzwischen eingespielt hat, wurde nicht bekannt gegeben. Das Zentrale Justizinkassobüro konnte keinen Gesamtbetrag nennen. Die Staatsanwaltschaft betont weiterhin, dass der finanzielle Ertrag dem Sicherheitsziel untergeordnet sei.

„Das Ziel einer Abschnittskontrolle ist nicht das Kassieren von Geld, sondern die Erhöhung der Verkehrssicherheit“, meldet die Behörde.

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Für viele Autofahrer bleibt vor allem die Frage wichtig, wann genau ein Bußgeld folgt. Die Abschnittskontrolle berechnet die Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Distanz. Schnelles Fahren und anschließendes Abbremsen kurz vor der Kamera ist daher zwecklos.

Wie bei regulären Blitzern wird zunächst eine Messkorrektur angewandt. Bis einschließlich 100 Kilometern pro Stunde beträgt diese Korrektur drei Kilometer pro Stunde, bei höheren Geschwindigkeiten werden drei Prozent der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen.

Zusätzlich gilt bei Tempolimits bis einschließlich 120 Kilometern pro Stunde eine extra Toleranzmarge. Ein Bußgeld folgt erst, wenn man nach der Messkorrektur mindestens vier Kilometer pro Stunde zu schnell fährt.

Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde bedeutet dies zum Beispiel, dass ein Fahrer erst ab einer gemessenen Geschwindigkeit von 87 Kilometern pro Stunde belangt wird. Bei einem Limit von 100 Kilometern pro Stunde liegt die effektive Grenze bei 108 Kilometern pro Stunde.

In Richtung Utrecht ist ebenfalls ein System installiert

Auf Abschnitten, auf denen 130 Kilometer pro Stunde gefahren werden darf, funktioniert es anders. In diesem Fall entfällt die zusätzliche Toleranzmarge und ein Bußgeld folgt sofort, sobald jemand nach der Messkorrektur immer noch zu schnell fährt.

Auf demselben Stück der A12 in Richtung Utrecht wurde mittlerweile ebenfalls ein Abschnittskontrollsystem installiert, dieses ist jedoch noch nicht aktiv. Laut der Staatsanwaltschaft nutzt dieses System Geräte eines anderen Herstellers als die Anlage in Richtung Nootdorp.

Wann die Kontrolle in Richtung Utrecht tatsächlich eingeschaltet wird, ist noch nicht bekannt. Es wird erwartet, dass dies später im Jahr geschieht. Die Abschnittskontrolle betrachtet die gesamte Strecke und nicht nur einen einzelnen Messmoment.

Fahrer, die konsequent die Höchstgeschwindigkeit einhalten, haben nichts zu befürchten. Wer versucht, knapp über dem Limit zu bleiben, tut gut daran, die exakten Korrekturen und Margen genau zu kennen.

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