Formel 1 Toto Wolff greift nach heftigem Crash zwischen George Russell und Kimi Antonelli sofort ein Toto Wolff of the Mercedes-AMG Petronas F1 Team participates in Race Day on Yas Island, Abu Dhabi, on December 7, 2025. (Photo by Ahmad AlShehab/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 24. Mai 2026 Andrea Kimi Antonelli F1-News Formel 1 George Russell Mercedes Bei Mercedes schien am Samstag das Damoklesschwert endgültig zu fallen. Der Sprint in Kanada hat erstmals für echte Spannungen innerhalb von Mercedes gesorgt. George Russell feierte zwar den Sieg im Sprint auf dem Circuit Gilles Villeneuve, doch der Fokus lag nach dem Rennen vor allem auf dem Duell mit seinem Teamkollegen Kimi Antonelli in der Anfangsphase. Der junge Italiener fühlte sich von Russell von der Strecke gedrängt und machte seinem Frust bereits während des Rennens am Boxenfunk sowie nach der Zieldurchfahrt Luft. Mercedes erwischte einen exzellenten Start in den Sprint. Russell und Antonelli fuhren früh einen Vorsprung von fast drei Sekunden auf das restliche Feld heraus und schienen auf einen komfortablen Doppelsieg zuzusteuern. Doch der interne Zweikampf veränderte die Dynamik des Rennens komplett. Als Antonelli in der ersten Kurve eine Attacke um die Führung lancierte, wählte er die Außenbahn. Russell verteidigte seine Position aggressiv, woraufhin Antonelli ausweichen musste. Er verlor den Schwung, was Lando Norris ermöglichte vorbeizuziehen, und fiel auf den dritten Platz zurück. Lies auch: Erstes Podium der Saison für Max Verstappen: Das Ergebnis des Großen Preises von Kanada Antonelli hadert mit dem Zwischenfall Nach dem Rennen stellte Antonelli klar, dass er den Vorfall nicht so einfach auf sich beruhen lassen will. „Sehr ungezogen,“ kommentierte er das Manöver von Russell. „Ich war deutlich daneben und wurde einfach von der Strecke gedrängt. Aber es ist, wie es ist.“ Während des Rennens kam Antonelli über Funk mehrfach auf den Vorfall zurück, bis Teamchef Toto Wolff ihn zur Ruhe mahnte. „Kimi, das ist jetzt das vierte Mal, dass du damit anfängst. Wir besprechen das intern und nicht über den Funk,“ reagierte Wolff sichtlich irritiert. Russell selbst sah kaum etwas Verwerfliches in seinem Manöver. Der Brite beharrte darauf, dass er lediglich seine normale Rennlinie in Richtung Kurve zwei gefahren sei. „Ich werde nicht einfach Platz machen. Wir kämpfen beide um die Meisterschaft, aber am Ende steht das Team an erster Stelle,“ so Russell. Die Stewards entschieden, den Vorfall nicht weiter zu untersuchen, was laut Russell bestätigt, dass die Aktion innerhalb des Reglements lag. Dennoch ist das Thema für Mercedes heikel. Toto Wolff weiß wie kein anderer, wie schnell eine interne Rivalität außer Kontrolle geraten kann. Artikel geht weiter unter dem Bild. Während der Hybrid-Ära verlor Mercedes teilweise die Kontrolle über das Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg, das letztlich in Kollisionen und offenen Spannungen innerhalb des Teams gipfelte. Diese Historie schwebt noch immer über Mercedes, wenn zwei Fahrer eng gegeneinander kämpfen. Wolff versuchte daher nach dem Rennen bewusst die Wogen zu glätten. „Dies ist eher ein Moment, aus dem wir lernen können, als dass ich es als großes Problem betrachte.“ „Lieber passiert das jetzt in einem Sprint als später in einem Grand Prix, bei dem viel mehr Punkte auf dem Spiel stehen,“ erklärte er. Gleichzeitig stellte er klar, dass Mercedes keine Wiederholung früherer interner Kriege wünscht. „Man will keine Rennen verlieren, weil sich die eigenen Fahrer berühren.“ Russell räumte ein, dass ein Gespräch mit Antonelli unumgänglich sein wird. Montreal könnte der Auftakt zu einer bitteren Rivalität sein „Wenn man ständig zusammen an der Spitze fährt, wird man sich auf der Strecke irgendwann begegnen.“ „Wir hätten hier eigentlich einen Doppelsieg einfahren müssen, und jetzt wurde es ein erster und dritter Platz,“ so der Brite. Für Antonelli ist der Vorfall zudem besonders brisant, da er aktuell die Weltmeisterschaft anführt. Der Italiener gilt als die große Überraschung der Saison und hat seinen Status bei Mercedes durch mehrere Siege in kürzester Zeit gefestigt. Dadurch entsteht automatisch Druck auf Russell, der im Vorfeld als der natürliche Nummer-eins-Fahrer des Teams galt. Das Duell in Montreal könnte somit der Beginn einer viel größeren Rivalität innerhalb von Mercedes sein, während die Saison gerade erst richtig Fahrt aufnimmt. Lies auch: Hamilton oder Schumacher? Toto Wolff legt sich bei der Frage nach dem F1-GOAT fest Lies auch: Lando Norris startet in der Formel 1 mit Helmdesign gegen Hirnverletzungen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Erstes Podium der Saison für Max Verstappen: Das Ergebnis des Großen Preises von Kanada Formel 1 Hamilton oder Schumacher? Toto Wolff legt sich bei der Frage nach dem F1-GOAT fest Formel 1 Lando Norris startet in der Formel 1 mit Helmdesign gegen Hirnverletzungen Formel 1 FIA bestätigt Startaufstellung für GP von Kanada nach Strafen-Hagel Formel 1 Dänischer Milliardär investiert 500 Millionen Euro in Rennstrecke im Heimatdorf: Jetzt soll die Formel 1 kommen Formel 1 Parkbremse beim Automatikauto: Ist die Nutzung beim Abstellen Pflicht?
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