Formel 1 Hamilton oder Schumacher? Toto Wolff legt sich bei der Frage nach dem F1-GOAT fest Von A. Schenk Heute um 19:27 F1-News Formel 1 Lewis Hamilton Mercedes Michael Schumacher Toto Wolff Größter Formule 1-Fahrer aller Zeiten: Toto Wolff legt sich ohne Zögern fest. Für den Mercedes-Teamchef gibt es darauf nur eine Antwort: Lewis Hamilton. In dem Buch „F1 Racing Drive“ der Journalistin Rachel Brookes äußert sich Toto Wolff unmissverständlich über seinen ehemaligen Star-Piloten. „Er ist der GOAT und wird es immer bleiben. Das nimmt ihm keiner mehr weg“, erklärt Wolff. Die Debatte um den besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten spaltet die Motorsportwelt seit Jahrzehnten. Michael Schumacher und Lewis Hamilton gelten gemeinhin als die zwei größten Namen in der Geschichte des Sports. Beide Fahrer gewannen sieben Weltmeistertitel, doch ihre Dominanz fand in völlig unterschiedlichen Epochen statt. Statistisch gesehen hält Hamilton mittlerweile fast alle Rekorde. Lies auch: Erstes Podium der Saison für Max Verstappen: Das Ergebnis des Großen Preises von Kanada Hamilton hält fast alle Rekorde Der Brite hält den Rekord für die meisten Pole-Positions, die meisten Podestplätze und die meisten Grand-Prix-Siege in der Formel 1. Schumacher bleibt für viele jedoch der Fahrer, der den modernen professionellen Standard im Sport definiert hat. Seine besessene Vorbereitung, das körperliche Training und sein technisches Engagement veränderten Anfang der 2000er-Jahre die Art und Weise, wie Spitzenfahrer ihren Beruf angehen. Dass Wolff sich für Hamilton entscheidet, ist angesichts ihrer gemeinsamen Geschichte bei Mercedes nur logisch. Zwischen 2013 und 2024 bildeten sie eine der erfolgreichsten Partnerschaften, die es jemals in der Formel 1 gab. Mercedes dominierte jahrelang die Hybrid-Ära, während Hamilton sechs seiner sieben WM-Titel mit dem Team aus Brackley einfuhr. Der Österreicher sah aus nächster Nähe, wie Hamilton unter Druck arbeitete, wie er Rennen lesen konnte und wie er sich als Anführer innerhalb des Teams entwickelte. Wolff betont zudem, dass die jüngsten Leistungen seiner Meinung nach nichts an Hamiltons historischem Status ändern. Der Wechsel von Hamilton zu Ferrari im Jahr 2025 verlief schwierig, und der Brite erlebte schwierige Wochenenden mit einem launischen Auto. Artikel geht weiter unter dem Bild. Doch Wolff lässt sich nicht darauf ein, diese Phase zu schwer in die Bewertung von Hamiltons Karriere einfließen zu lassen. Dabei zieht Wolff bewusst einen Vergleich zu Michael Schumacher. „Eine mühsame Saison in einem schwierigen Auto verändert nichts an der angeborenen Qualität eines Fahrers“, erklärt er. Auch Schumacher kehrte 2010 bei Mercedes in die Formel 1 zurück, erreichte jedoch nie mehr sein altes Niveau aus der Ferrari-Ära. Dennoch bewertet kaum jemand sein Vermächtnis anhand dieser letzten Jahre. Laut Wolff verdient Hamilton die gleiche Herangehensweise. Der Mercedes-Teamchef glaubt zudem, dass Hamilton immer noch konkurrenzfähig genug ist, um erfolgreich zu sein. Er verweist dabei auf Hamiltons mentale Stärke und seine ständige Selbstkritik. „Er hat es absolut noch drauf“, sagt Wolff. „Lewis war sich selbst gegenüber schon immer extrem ehrlich.“ „Er legt die Messlatte enorm hoch und geht nach einer schwächeren Leistung oft härter mit sich ins Gericht, als es andere jemals tun würden.“ Mit Blick auf das neue technische Reglement für 2026 sieht Wolff für Hamilton sogar die Chance, erneut zu glänzen. Neue Motoren, neue Autos und eine völlig andere technische Philosophie könnten laut ihm gerade für einen erfahrenen Fahrer mit viel technischem Verständnis ein Vorteil sein. Das Erbe von Mercedes spielt bei Wolffs Urteil eine Rolle Hamilton ist im Fahrerlager dafür bekannt, komplexe Systeme schnell zu verstehen und stark mit den Ingenieuren zu kommunizieren. Gleichzeitig spielt natürlich auch das Erbe von Mercedes eine Rolle in Wolffs Aussagen. Wird Hamilton als der größte Fahrer aller Zeiten angesehen, stärkt das automatisch auch den historischen Erfolg von Mercedes während der Hybrid-Ära. Das Vermächtnis von Hamilton und Mercedes ist untrennbar miteinander verbunden. Fans von Max Verstappen verweisen auf dessen Leistungen in Autos, die nicht immer dominant waren, während Schumacher-Anhänger vor allem seinen revolutionären Einfluss auf den Sport hervorheben. Für Toto Wolff gibt es jedoch keinen Zweifel. Für den Österreicher bleibt Lewis Hamilton, mit dem er bei Mercedes gemeinsam Ruhm und Reichtum genoss, der definitive Maßstab der modernen Formel 1. Lies auch: Toto Wolff greift nach heftigem Crash zwischen George Russell und Kimi Antonelli sofort ein Lies auch: Lando Norris startet in der Formel 1 mit Helmdesign gegen Hirnverletzungen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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