Formel 1 George Russell: FIA verhängt saftige Geldstrafe nach inakzeptablem Verhalten Von A. Schenk Heute um 09:57 Andrea Kimi Antonelli F1-News Formel 1 George Russell Mercedes George Russell erhält nach GP Kanada bedingte Geldstrafe von 5.000 Euro für kuriosen Vorfall nach Ausfall Der Mercedes-Pilot pfefferte aus Frust seine Kopfstütze auf die Strecke, nachdem sein Auto durch einen technischen Defekt ausgerollt war. Die Stewards entschieden, die Strafe für zwölf Monate auf Bewährung auszusetzen, solange sich Russell in diesem Zeitraum kein vergleichbares Fehlverhalten zollt. Das Rennen in Montreal hatte für Russell vielversprechend begonnen, gemeinsam mit Teamkollege Andrea Kimi Antonelli kämpfte er in der Anfangsphase um die Führung. Die beiden Mercedes-Piloten tauschten mehrfach die Positionen und lieferten sich eines der spannendsten Duelle des Wochenendes. Das Momentum kippte jedoch abrupt, als George Russell in der Schikane der Kurven drei und vier von der Strecke abkam und kurz darauf Probleme mit seinem Mercedes W17 bekam. Wenig später musste er das Auto am Streckenrand abstellen. Laut Teamchef Toto Wolff handelte es sich um ein schwerwiegendes elektrisches Problem, das ein vielversprechendes Rennen für Russell vorzeitig beendete. Lies auch: „Wir haben uns blamiert“: McLaren nach Riesen-Patzer heftig in der Kritik Lose Teile auf der Strecke bilden Sicherheitsrisiko „Es sieht nach einem Modul-Defekt einer Batterieeinheit aus, denn das Auto rollte buchstäblich rückwärts. Es gab keinen Strom mehr im Auto“, erklärte Wolff. Russell reagierte sichtlich frustriert, als er ausstieg. Beim Verlassen des Fahrzeugs warf er seine Kopfstütze weg, woraufhin das Teil auf dem Asphalt landete. Dies führte umgehend zu einer Untersuchung durch die Stewards, da lose Teile auf der Strecke ein Sicherheitsrisiko für andere Fahrer und Sportwarte darstellen. Während der Anhörung gab Russell sofort zu, dass seine Reaktion falsch war. Artikel geht weiter unter dem Bild. Er entschuldigte sich und bezeichnete sein Verhalten selbst als beschämend. Zudem signalisierte er seine Bereitschaft, öffentlich die Verantwortung für den Vorfall zu übernehmen. Diese Haltung spielte eine wichtige Rolle bei der endgültigen Entscheidung der Stewards. Im offiziellen Bericht heißt es, dass Russell seinen Fehler vollständig eingestanden hat. „Der Fahrer erklärte, dass er extrem frustriert war, nachdem er das Rennen nicht beenden konnte, und drückte seine Scham über das aus, was anschließend geschah.“ „Er entschuldigte sich bei den Stewards, räumte ein, dass seine Aktion kein gutes Vorbild war, und bot an, sich öffentlich zu entschuldigen“, schrieben die Stewards. Gerade weil Russell offen Verantwortung übernahm, blieb es bei einer Strafe auf Bewährung. Sportlich gesehen waren die Folgen des Ausfalls für Russell weitaus größer als die Strafe selbst. Während er ohne Punkte blieb, sicherte sich Teamkollege Antonelli erneut den Sieg. Damit baute der junge Italiener seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf 43 Punkte aus. Russell hatte zuvor am Wochenende durch den Sieg im Sprint noch zwei Punkte gutgemacht, doch dieser Boden wurde im Hauptrennen vollständig wieder verloren. Der Druck auf Russell nimmt dadurch weiter zu. Bei noch fünfzehn ausstehenden Rennen ist der Rückstand zwar nicht unüberwindbar, aber er kann sich kaum weitere Fehler oder Ausfälle leisten. Monaco wird daher zu einem entscheidenden Wochenende für den Briten, der dringend ein starkes Ergebnis benötigt. Trotz des Frusts nach dem Rennen erntete Russell auch Respekt für die Art und Weise, wie er mit seinem Fehler umging. Er suchte keine Ausflüchte und übernahm direkt die Verantwortung für sein Verhalten. Dass die Stewards letztlich eine Verwarnung mit Strafaussetzung wählten, zeigt, dass diese Haltung in ihrem Urteil schwer ins Gewicht fiel. Lies auch: Neue Abschnittskontrolle zwischen Zoetermeer und Nootdorp: Über 42.000 Bußgelder verhängt Lies auch: FIA bestätigt Endergebnis des GP von Kanada nach Zeitstrafen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 „Wir haben uns blamiert“: McLaren nach Riesen-Patzer heftig in der Kritik Formel 1 Neue Abschnittskontrolle zwischen Zoetermeer und Nootdorp: Über 42.000 Bußgelder verhängt Formel 1 FIA bestätigt Endergebnis des GP von Kanada nach Zeitstrafen Formel 1 Erstes Podium der Saison für Max Verstappen: Das Ergebnis des Großen Preises von Kanada Formel 1 Hamilton oder Schumacher? Toto Wolff legt sich bei der Frage nach dem F1-GOAT fest Formel 1 Toto Wolff greift nach heftigem Crash zwischen George Russell und Kimi Antonelli sofort ein