Formel 1

Nächstes Kapitel im Mercedes-Motorenstreit: Ferrari fordert Klarheit

Nächstes Kapitel im Mercedes-Motorenstreit: Ferrari fordert Klarheit

Vasseur äußert sich zur Mercedes-Kontroverse: Wirbel um angeblichen Motortrick bei der Verdichtung

Während Gerüchte die Runde machen, dass Mercedes eine Grauzone im Reglement nutzt, um zeitweise ein höheres Verdichtungsverhältnis als das erlaubte Limit zu erreichen, betont Vasseur, dass Ferrari keinen Protest einlegen wird. Stattdessen plädiert er für Klarheit und eine einheitliche Interpretation der Regeln.

Während der Testfahrten in Bahrain stand Fred Vasseur gegenüber GPblog Rede und Antwort.

„Wir sind nicht hier, um zu protestieren. Wir sind hier, um für ein klares Reglement zu sorgen, damit jeder die gleiche Interpretation hat.“

„Aber wir sprechen hier nicht über einen Protest.“

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Mercedes unter Beschuss

Die Diskussion entbrandte, nachdem bekannt wurde, dass Mercedes möglicherweise einen Weg gefunden hat, das Verdichtungsverhältnis auf 18:1 zu steigern, während das Reglement bei Messungen unter Standardbedingungen ein Maximum von 16:1 vorschreibt.

Mercedes soll Temperaturunterschiede nutzen, um diese höheren Werte während der Fahrt zu erreichen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff reagierte scharf auf die Kritik der Konkurrenz:

„Es ist glasklar, was die Regeln besagen. Die Standardprozeduren sind eindeutig, auch außerhalb der Formel 1. Also… bekommt euren Kram einfach in den Griff.“

Vasseur räumt ein, dass das neue Reglement für 2026, das Änderungen an den Motoren, Batterien, dem Chassis, den Reifen und den sportlichen Regeln umfasst, eine Reihe von Grauzonen geschaffen hat.

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„Mit diesen neuen Regeln steuerten wir auf eine Situation zu, in der verschiedene Interpretationen möglich waren“, erklärte der Franzose.

„Nicht nur zwischen den Teams, sondern manchmal auch zwischen den Teams und der FIA.“

„Das ist eine direkte Folge des neuen Reglements und war bei großen Regeländerungen schon immer so.“

Für Vasseur geht es jetzt nicht um Anschuldigungen, sondern um ein gemeinsames Verständnis des Regelwerks.

„Das Wichtigste für mich ist, Klarheit zu bekommen.“

„Jeder kann akzeptieren, dass Fehler gemacht wurden oder dass wir die Regeln unterschiedlich interpretiert haben.“

„Aber was wir brauchen, ist, dass ab jetzt Klarheit herrscht: ‚So ist es‘. Das ist es, was wir hoffentlich ab nächster Woche erwarten können.“

Die FIA steht derweil unter Druck, bis zum Saisonauftakt in Melbourne Klarheit zu schaffen. Der Homologationstermin für die Power Units ist der 1. März, was bedeutet, dass nur wenig Zeit bleibt, um diese sensible Angelegenheit zu klären.

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