Formel 1

Max Verstappen: McLaren sollte eigentlich aus der Boxengasse starten

Max Verstappen: McLaren sollte eigentlich aus der Boxengasse starten
BAHRAIN, BAHRAIN - FEBRUARY 20: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing prepares to drive in the garage during day three of F1 Testing at Bahrain International Circuit on February 20, 2026 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Max Verstappen erteilt Start-Sorgen von McLaren-Teamchef Andrea Stella eine klare Absage

Laut dem Red Bull Piloten sind die Probleme zum Teil auf Entscheidungen der Teams selbst zurückzuführen, man hätte viel früher eingreifen können. Max Verstappen nimmt kein Blatt vor den Mund und teilt erneut gegen seine Kollegen aus.

Laut Andrea Stella gibt es in der neuen Ära der Formel 1 drei große Schwachstellen. Die mangelnde Unterstützung des Turbos beim Start durch den Wegfall der MGU-H, gefährliche Geschwindigkeitsunterschiede durch frühes „Liften“ und die Tatsache, dass das Überholen noch schwieriger geworden ist.

Verstappen erkennt zwei dieser Sorgen an und weist süffisant darauf hin, dass er diese bereits 2023 thematisiert hat.

„Bei den letzten beiden Punkten stimme ich zu, aber das habe ich schon letztes Jahr gesagt.“

LIVESTREAM: Max Verstappen jagt über den Nürburgring

Lies auch: LIVESTREAM: Max Verstappen jagt über den Nürburgring

Schlechte Starts liegen an falschen technischen Entscheidungen

„Man kann jetzt darüber reden, aber vielleicht hätte McLaren als Team schon früher hinschauen müssen“, so Verstappen.

Was das Anfahren betrifft, zeigt sich Verstappen unnachgiebig. Seiner Meinung nach handelt es sich um eine bewusste technische Entscheidung der Teams selbst.

„Das ist einfach eine Entscheidung, die man beim Design des Turbos trifft. Und wenn man Probleme damit hat, kann man auch aus der Boxengasse starten.“

„Dann steht man niemandem im Weg und kann ganz normal mitfahren“, sagt er mit einem Lächeln.

Verstappen wurde gefragt, ob er sich nicht zu deutlich äußere, da die Fahrer offenbar gespalten sind. Lando Norris ließ kürzlich verlauten, dass er mit den neuen Autos durchaus zufrieden sei. Verstappen relativiert das.

„Das andere Lager ist eher ein kleines Partyzelt, während der Rest in einem großen Zelt sitzt. Es ist also ein kleines Lager gegen ein großes Lager.“

Er räumt ein, dass seine Aussagen vielleicht extremer klingen als die anderer, aber das liege daran, dass es ihm schlichtweg egal sei, was andere darüber denken.

„Manche Leute sind eben etwas diplomatischer“, sagt er achselzuckend.

Der viermalige Weltmeister erinnert an seine Warnungen aus dem Jahr 2023. Nach seinen ersten Simulator-Sessions sah er damals bereits Probleme wie das zusätzliche Herunterschalten auf den Geraden und das frühe Lupfen (Lift-and-Coast), um Energie zu sparen.

„Als ich das ansprach, erntete ich sofort viel Kritik. Sie sagten: ‚Nein, das stimmt nicht, so wird es nicht sein.‘ Und jetzt stellt sich heraus, dass es zu 90 Prozent doch so ist.“

Laut Verstappen konnte jeder dies meilenweit kommen sehen.

„In den letzten Jahren haben sich nur ein paar Kleinigkeiten bei der Energienutzung und Rückgewinnung geändert. Man sah das einfach kommen.“

Artikel geht weiter unter dem Bild.

Er weist auch auf andere Probleme hin, wie den verringerten Windschatteneffekt durch die offenen Heckflügel und das harte Aufsetzen der Autos, wenn die Flügel am Ende der Geraden wieder schließen.

„Das beeinflusst das Reifenverhalten und somit das gesamte Fahrverhalten. Das muss man alles berücksichtigen.“

Was künftige Anpassungen angeht, zeigt sich Verstappen wenig hoffnungsvoll. Selbst wenn hier und da nachgebessert wird, erwartet er keine großen Fortschritte.

„Vielleicht ist das Konzept an sich einfach nicht richtig. Es ist nicht effizient genug. Es wird sicher Verbesserungen geben, aber nicht so viele, dass plötzlich alles logisch erscheint. Es sei denn, man ändert das Reglement, aber das liegt nicht an mir.“

Auf die Frage, ob diese Regeländerungen überhaupt möglich seien, antwortete er:

„Alles ist möglich. Wenn man es als Sicherheitsproblem darstellt, kann man viel ändern.“

„Aber ob das realistisch ist? Ich weiß es nicht. Ich habe mit niemandem darüber gesprochen.“

George Russell teilt gegen Erzrivalen aus: „Da hat man Verstappen nicht klagen hören“

Lies auch: George Russell teilt gegen Erzrivalen aus: „Da hat man Verstappen nicht klagen hören“

Keine Hoffnung für die F1-Fans: Der FIA sind bei Regeländerungen die Hände gebunden

Lies auch: Keine Hoffnung für die F1-Fans: Der FIA sind bei Regeländerungen die Hände gebunden

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen