Formel 1

Lewis Hamilton sorgt für erneute rote Flagge

Lewis Hamilton sorgt für erneute rote Flagge

Erste Testwoche in Bahrain beendet: Mercedes und Hamilton setzen Ausrufezeichen an der Spitze.

Am letzten Tag der Wintertestfahrten in Bahrain hat Mercedes ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Der deutsche Rennstall schloss die dreitägigen Testläufe mit einem überzeugenden Doppelsieg ab, wobei Youngster Andrea Kimi Antonelli überraschend die Bestzeit des gesamten Testwochenendes markierte.

George Russell landete mit geringem Rückstand auf dem zweiten Platz, während Lewis Hamilton den Tag als Dritter beendete.

Für Antonelli bedeutete der Auftritt am Freitagnachmittag ein starkes Comeback nach einer schwierigen Woche. Der italienische Rookie kam am zweiten Testtag aufgrund eines notwendigen Motorwechsels kaum zum Fahren und musste tatenlos zusehen, während die Konkurrenz wertvolle Kilometer sammelte.

Am Abschlusstag zeigte er jedoch sofort, wozu er in der Lage ist. Nachdem Russell in der Vormittagssession mit einer 1:33.918 die bis dahin schnellste Zeit der Testfahrten gefahren war, konnte Antonelli diese Marke nochmals unterbieten.

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Sein Ferrari rollte in der Schlussphase aus

Er eröffnete mit einer starken Runde von 1:33.900 und steigerte sich kurz darauf auf 1:33.669. Eine Zeit, an die niemand mehr herankam.

Obwohl Antonelli erst nach über einer Stunde in der Nachmittagssession auf die Strecke ging, verlor er keine Zeit beim Finden seines Rhythmus. Seine schnellen Rundenzeiten deuteten darauf hin, dass sich Mercedes in dieser Session klar auf Qualifying-Runs konzentrierte, vermutlich mit geringer Spritlast.

Der Speed, den er dabei an den Tag legte, dürfte der Konkurrenz nicht entgangen sein.

George Russell absolvierte am Vormittag 78 Runden und bewies damit, dass Mercedes auch in Sachen Zuverlässigkeit einen soliden Tag erlebte. Seine zweitschnellste Zeit mit nur 0,018 Sekunden Rückstand auf Antonelli bestätigte, dass der W17 unter dem neuen 2026er-Reglement eine gute Figur macht.

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Lewis Hamilton saß ebenfalls einen Großteil des Tages im Auto und beendete die Session mit einer halben Sekunde Rückstand auf Rang drei. Seine Einheit nahm ein auffälliges Ende, als sein Ferrari in der Schlussphase des Tests stehen blieb.

Obwohl dies eine rote Flagge auslöste, schien es sich um einen geplanten „Run-dry-Test“ zu handeln, bei dem die Teams die Grenzen des Kraftstoffvorrats ausloten. Nach der Unterbrechung wurde der Fahrbetrieb kurzzeitig unter Virtual-Safety-Car-Bedingungen wieder aufgenommen, damit die FIA die Gelegenheit hatte, einige Systemchecks durchzuführen.

Neben der starken Performance von Mercedes gab es auch Lob für Oscar Piastri. Der Australier spulte im McLaren beachtliche 153 Runden ab, ein Pensum, das fast drei Grand-Prix-Distanzen entspricht.

Damit war er mit Abstand der fleißigste Fahrer des Tages. Sein Teamkollege Lando Norris kam nicht zum Einsatz, nachdem er bereits früher in dieser Woche viele Kilometer gesammelt hatte.

Bei Red Bull wechselten sich Max Verstappen und Isack Hadjar ab. Verstappen fuhr in den Morgenstunden, bevor Hadjar den Nachmittag übernahm. Der junge Franzose beendete den Tag schließlich als Sechster hinter seinem erfahreneren Teamkollegen.

Im Mittelfeld kam es zu Zweikämpfen zwischen unter anderem Oliver Bearman und Oscar Piastri, wobei sichtbar wurde, wie sich die neue Fahrzeuggeneration unter Rennbedingungen verhält.

Obwohl Grip und Stabilität bei niedrigen Geschwindigkeiten noch für Probleme sorgen, scheint das Hinterherfahren und Überholen auf der Strecke deutlich einfacher zu sein als zuvor.

Der Tag war zudem von dem Zwischenfall geprägt, als Hamiltons Ferrari ausrollte, doch in puncto Zuverlässigkeit präsentierten sich viele Teams insgesamt stark.

So waren auch Longruns von Esteban Ocon, Franco Colapinto und Liam Lawson zu sehen. Letzterer knackte als Erster des Tages die 100-Runden-Marke und kam am Ende auf insgesamt 119 Umläufe.

Nach Abschluss der Wintertests ist klar, dass Mercedes trotz einiger technischer Rückschläge zu Beginn der Woche mit Zuversicht auf den Saisonauftakt in Melbourne blicken kann.

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