Formel 1

Krieg in der F1 ausgebrochen: Größte Trennung des Jahres steht bevor

Krieg in der F1 ausgebrochen: Größte Trennung des Jahres steht bevor

Formel-1-Saisonstart 2026 sorgt sofort für Spannungen im Paddock.

Der Auftakt in Australien bot nicht nur Spektakel auf der Strecke, sondern auch erste Spannungen zwischen Teams und Motorenlieferanten. Vor allem bei Aston Martin scheint der Druck bereits früh in der Saison massiv zuzunehmen.

Der Grand Prix von Australien wurde klar von Mercedes-AMG Petronas dominiert. Das deutsche Werksteam feierte einen souveränen Doppelsieg. George Russell sicherte sich den Triumph, während Teamkollege Kimi Antonelli als Zweiter die Ziellinie überquerte.

Mercedes profitierte dabei auch von einem strategischen Fehler von Ferrari. Die Scuderia reagierte schlichtweg zu spät auf die Boxenstopp-Strategie während einer Virtual-Safety-Car-Phase, wodurch Mercedes die volle Kontrolle über das Rennen behalten konnte.

Das Rennen selbst war von zahlreichen Zwischenfällen geprägt. Insgesamt gab es vier Ausfälle, während zwei Fahrer gar nicht erst am Start erschienen. Damit startete die Saison unmittelbar mit einem unvorhersehbaren und chaotischen Auftaktrennen.

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Aston Martin startete mit hohen Erwartungen in die Saison

Eines der am schwersten getroffenen Teams war Aston Martin. Sowohl Fernando Alonso als auch Lance Stroll sahen die Zielflagge nicht. Die beiden Ausfälle hatten unterschiedliche Ursachen, sorgten in der Summe jedoch für große Sorgenfalten beim Team aus Silverstone.

Das ist besonders auffällig, da Aston Martin mit extrem hohen Erwartungen in die Saison gegangen war. Vor allem die Verpflichtung von Star-Designer Adrian Newey hatte für Optimismus gesorgt.

Der britische Ingenieur gilt als einer der einflussreichsten Konstrukteure in der Geschichte der Formel 1. Sein Wechsel von Red Bull zu Aston Martin weckte den Eindruck, dass das Team unter dem neuen technischen Reglement einen gewaltigen Schritt nach vorne machen könnte.

Während der Wintertests sahen Analysten jedoch bereits Anzeichen dafür, dass das Auto von Aston Martin Schwachstellen aufweist. Die Befürchtungen, die damals laut wurden, traten beim Rennen in Melbourne nun deutlich zutage.

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Nach dem Doppel-Ausfall scheint zudem ein Konflikt zwischen Aston Martin und Motorenpartner Honda zu schwelen. Berichten zufolge hat Adrian Newey seine Unzufriedenheit über die Performance der japanischen Power Unit zum Ausdruck gebracht.

Das Hauptproblem liege demnach bei starken Vibrationen im Chassis. Diese Schwingungen wirken sich negativ auf die Performance sowie die Zuverlässigkeit des Wagens aus. Laut Newey sei ein Teil der Ursache in personellen Veränderungen innerhalb des Technik-Teams von Honda Racing zu suchen.

Im Jahr 2022 verließen nämlich mehrere erfahrene Ingenieure das Motorenprogramm von Honda in der Formel 1. Dies habe laut Newey Auswirkungen auf die Kontinuität und die Weiterentwicklung des Triebwerks gehabt.

Honda hat unterdessen auf die Kritik reagiert. Der CEO von Honda Racing, Ikuo Takeishi, räumte ein, dass 2022 in der Tat mehrere erfahrene Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben. Gleichzeitig betonte er, dass diese Positionen schrittweise durch neue Ingenieure und Spezialisten mit Motorsport-Erfahrung nachbesetzt wurden.

Zudem gab er an, dass einige der ehemaligen Mitarbeiter mittlerweile zum Programm zurückgekehrt sind.

Takeishi reagierte auch auf Gerüchte aus italienischen Medien. Darin wurde spekuliert, dass Aston Martin bereits über einen anderen Motorenlieferanten für die Zeit nach 2027 nachdenkt. Laut dem Honda-Chef habe sein Unternehmen dazu keine offiziellen Informationen erhalten.

Er betonte, dass sich Honda derzeit voll und ganz darauf konzentriere, die Zuverlässigkeit und die Leistung der Power Unit zu optimieren.

Die frühen Spannungen verdeutlichen, dass innerhalb von Aston Martin schon länger Zweifel an der technischen Situation bestehen. Dass die Kritik bereits nach dem ersten Saisonlauf öffentlich wird, lässt darauf schließen, dass der Unmut im Team schon seit geraumer Zeit schwelt.

Die kommenden Rennen müssen zeigen, ob Aston Martin und Honda die Probleme kurzfristig in den Griff bekommen. Sollte dies nicht gelingen, könnte die Zusammenarbeit beider Parteien unter Druck geraten, obwohl die Saison gerade erst begonnen hat.

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