Formel 1

Kehrt Lance Stroll der Formel 1 den Rücken? Kanadier bittet um Rat

Kehrt Lance Stroll der Formel 1 den Rücken? Kanadier bittet um Rat

Lance Stroll bittet Max Verstappen um Rat für GT-Einsätze

Lance Stroll gibt am kommenden Wochenende sein Debüt in der GT World Challenge Europe auf dem Circuit Paul Ricard. Zuvor holte er sich Rat bei niemand geringerem als Max Verstappen. Der kanadische Aston Martin-Pilot verriet, dass die Idee zu seinem Gastspiel in der GT3-Szene spontan während eines Abendessens in Japan entstand.

„Wir sprachen darüber, was wir in dieser rund einmonatigen Pause machen könnten, da Rennen abgesagt wurden.“

„Wir hatten die Idee, gemeinsam ein GT-Rennen zu bestreiten. Dort hat alles angefangen, in Japan“, so Stroll.

In Suzuka tauschte er sich daraufhin kurz mit Verstappen aus. Dabei ging es weniger um fahrerische Tipps, sondern vor allem darum, wen er kontaktieren müsse, um das Projekt zu realisieren.

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Stroll verfügt bereits über Sportwagen-Erfahrung

Verstappen hat sich in den vergangenen zwölf Monaten intensiv im GT-Sport engagiert und bereitet sich aktuell auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vor, das im Mai auf dem Programm steht.

„Wir haben darüber gesprochen, wen wir kontaktieren sollten, und da er bereits im GT-Sport involviert ist, haben wir uns kurz darüber unterhalten“, erklärt Stroll.

Die Organisation verlief in Rekordtempo. Teamchef Jean-Michel Baert von Comtoyou Racing brachte das Paket innerhalb weniger Tage unter Dach und Fach, während das Team noch in Japan verweilte.

Stroll teilt sich die Startnummer 18 mit Roberto Merhi, der 2015 vierzehn F1-Starts für Manor Marussia absolvierte und seither eine vielseitige Karriere im Langstreckensport verfolgt, sowie mit Aston Martin Academy-Talent Mari Boya, der aktuell in der Formel 2 aktiv ist.

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Für Stroll ist es der erste Einsatz in reinrassigen GT-Fahrzeugen, wenngleich er bereits über nennenswerte Erfahrung im Sportwagen verfügt.

2016 belegte er beim 24-Stunden-Rennen von Daytona in einem Ford von Chip Ganassi Racing an der Seite von Alex Wurz, Brendon Hartley und Andy Priaulx den fünften Platz. 2018 kehrte er nach Daytona zurück und beendete das Rennen auf Rang 15.

Das Sechsstundenrennen startet am Samstagabend um 18.00 Uhr und endet um Mitternacht, was dem Event einen besonderen Charakter verleiht. Comtoyou setzt insgesamt vier Aston Martin Vantage GT3 ein.

Der Bolide von Stroll ist in der Top-Klasse Pro gemeldet. Strolls Motivation für das Abenteuer liegt auch in der Tatsache begründet, dass Siege hier im Bereich des Möglichen liegen.

„In der Formel 1 hat man nicht immer die Chance zu gewinnen.“

„Es herrscht ein harter Wettbewerb, aber selbst wenn es unser erstes Mal ist und uns Erfahrung fehlt – wenn alles zusammenpasst, das Gefühl für das Auto stimmt und das Set-up passt, dann ist ein Sieg möglich.“

„Das gibt es in der Formel 1 so eigentlich nicht. Das ist für mich eine grosse Motivation, hier zu sein“, so Stroll.

Sein Debüt in der GTWCE fällt in eine schwierige Phase in der Formel 1. Stroll sah in den ersten drei Grands Prix des Jahres 2026 aufgrund anhaltender technischer Probleme am Aston Martin bisher kein einziges Mal die Zielflagge.

Das Feld in Paul Ricard umfasst 59 Fahrzeuge und ist gespickt mit grossen Namen. So startet etwa Valentino Rossi für das Team WRT in einem BMW im Rahmen seiner GT-Saison, während auch Arthur Leclerc, der jüngere Bruder von Ferrari-Pilot Charles, mit von der Partie ist.

Verstappen.com Racing ist ebenfalls vertreten mit Jules Gounon, Dani Juncadella und Chris Lulham in einem Mercedes, doch Verstappen selbst greift an diesem Wochenende nicht ins Lenkrad.

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