Formel 1

Jeremy Clarkson zieht gewohnt deutlich über die neuen Formel-1-Boliden vom Leder

Jeremy Clarkson zieht gewohnt deutlich über die neuen Formel-1-Boliden vom Leder

Jeremy Clarkson warnt: Formel 1 könnte 2026 vor großen Herausforderungen stehen

Nach den Testtagen in Bahrein sieht der bekannte TV-Moderator, Farmer und Motorsport-Enthusiast diverse Risiken im neuen Reglement.

Laut Jezza drohen Probleme mit der elektrischen Energie auf langen Geraden. Auch die Startprozedur und die Zuverlässigkeit bereiten ihm Sorgen.

Die Eckpunkte sind bekannt: Die Autos werden kleiner und leichter. Zudem erhalten sie eine aktive Aerodynamik und völlig neue Antriebseinheiten. Diese Motoren liefern bis zu 350 Kilowatt an elektrischer Leistung.

Das ist dreimal so viel wie bisher. Etwa die Hälfte der Gesamtleistung stammt künftig aus Batterien, die in jeder Runde aufgeladen werden müssen. Gleichzeitig entfallen Komponenten wie die MGU-H, wodurch sich das Ansprechverhalten des Turbos bei niedrigen Drehzahlen verändert.

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Stillstand

Während der Wintertests wurde deutlich, dass das Energiemanagement eine viel größere Rolle spielen wird.

Die Fahrer müssen sorgfältig mit ihrer Batteriekapazität haushalten. Auf Strecken mit langen Geraden wie Monza und Shanghai kann das laut Clarkson zu Problemen führen.

Er befürchtet, dass den Autos noch vor dem Ende einer Geraden der Strom ausgeht. Das würde einen plötzlichen Geschwindigkeitsverlust verursachen, was gefährliche Situationen zur Folge haben könnte.

Jeremy Clarkson schreibt in seiner Kolumne für The Sun Folgendes.

„Regeländerungen bedeuten, dass die Formel-1-Autos dieses Jahres völlig neu sind. Die Hälfte der Leistung stammt nun aus Batterien, die jede Runde aufgeladen werden müssen. Die Autos sind zudem kleiner und haben schmalere Reifen, was weniger Grip bedeutet. Und es gibt kein DRS mehr am Heckflügel.“

„Auf dem Papier klingt das alles sehr rutschig und spannend, aber nach drei Tagen Tests in Bahrein in dieser Woche ist klar, dass es einige Probleme gibt.“

„Auf Strecken wie Monza und in China wird den Autos die elektrische Energie ausgehen, bevor sie das Ende der Geraden erreichen, was dazu führt, dass sie plötzlich und dramatisch langsamer werden. Das wird zum Problem für das nachfolgende Auto“, so Clarkson.

Auch die Startprozedur hat sich durch den Wegfall der MGU-H verändert. Ohne dieses System dauert es länger, bis der Turbolader auf Touren kommt. Die Teams testeten daher ein neues Startsignal mit einem blauen Blinklicht, das den Fahrern zusätzliche Vorbereitungszeit gab.

Laut verschiedenen Teamchefs verbesserte dies die Sicherheit. Clarkson sieht jedoch weiterhin Risiken.

„An der Startlinie müssen sie zehn Sekunden lang mit voller Drehzahl drehen, damit der Turbolader aufwacht, sonst stirbt der Motor beim Rennstart ab.“

„Dann ist da noch der Leistungsunterschied. Einige behaupten, dass der Aston Martin vier Sekunden pro Runde langsamer ist als der Mercedes. Und obendrein gibt es die große Frage nach der Zuverlässigkeit.“

Don’t Break Down To Survive

Die vielen neuen Komponenten erhöhen seiner Meinung nach die Ausfallwahrscheinlichkeit.

„Es wird akzeptiert, dass es bei so vielen neuen und ungetesteten Teilen unvermeidlich ist, dass es Defekte geben wird. Es wird also nicht mehr Drive To Survive sein. Es wird Don’t Break Down To Survive.“

Sein Wortspiel bezieht sich auf die beliebte Netflix-Serie über den Sport. Clarkson suggeriert, dass es 2026 vor allem ums Durchkommen und nicht um den reinen Speed geht.

Und er steht mit seiner Skepsis nicht allein. Auch Fahrer wie Max Verstappen und Carlos Sainz haben sich kritisch über den starken Fokus auf die elektrische Energie geäußert.

Die Geschichte der Formel 1 zeigt jedoch, dass neue Regeln oft mit Kinderkrankheiten einhergehen.

Ingenieure und Hersteller entwickeln Systeme rasant weiter. Die Batterietechnologie verbessert sich kontinuierlich. In anderen Rennserien wie der Formel E war die Reichweite der Akkus zu Beginn begrenzt, doch dieses Problem wurde inzwischen gelöst.

Die Teams erwarten daher, dass auch die neuen F1-Motoren schnell effizienter werden.

Der Saisonauftakt in Australien wird ein erster echter Gradmesser sein. Dann zeigt sich, ob die Sorgen von Clarkson berechtigt sind oder ob die Teams ihre Hausaufgaben rechtzeitig erledigt haben.

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