Formel 1

Helmut Marko platzt der Kragen: Red-Bull-Motorsportberater mit deutlichem Appell an die FIA

Helmut Marko platzt der Kragen: Red-Bull-Motorsportberater mit deutlichem Appell an die FIA

Drei Rennen ohne offizielles Amt: Helmut Marko warnt vor der aktuellen Entwicklung der Formel 1

Helmut Marko hat eine dringende Warnung an die FIA und die Formel-1-Führung gerichtet. Der Red-Bull-Motorsportberater ist der Meinung, dass der Sport in Sachen technologischer Komplexität über das Ziel hinausgeschossen ist, und fordert, dass der Fahrer wieder im Mittelpunkt stehen muss.

Im Gespräch mit der Kleinen Zeitung sprach Marko unverblümt über die Probleme, mit denen Red Bull zu kämpfen hat, machte aber gleichzeitig deutlich, dass seine Sorgen über ein einzelnes Team hinausgehen.

„Auf der Chassis-Seite ist das Defizit ziemlich groß. Aber Red Bull hat die Tradition, solche Dinge umzudrehen.“

„Es ist einfach alles zu kompliziert und die Software spielt eine zu dominante Rolle“, so Marko.

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Marko findet, dass die Balance viel zu weit ausschlägt

Diese letzte Bemerkung trifft den Kern einer breiteren Diskussion, die bereits seit Beginn der Saison tobt. Das Reglement für 2026 hat den Schwerpunkt vom Input des Fahrers hin zum Energiemanagement und zur Software-Strategie verschoben. Für Marko ist diese Balance zu stark gekippt.

„Es muss etwas getan werden und das Autofahren muss wieder in den Vordergrund rücken. Die Stimmung unter den Fahrern ist negativ.“

„Es müssen nun Anpassungen vorgenommen werden und hoffentlich tut die FIA alles, um die Rolle der Batterie zu verringern und den Verbrennungsmotor wieder mehr zu gewichten“, so der Österreicher.

Auch sein ehemaliger Schützling Max Verstappen ist in dieser Saison noch kein einziges Mal in den Top 5 gelandet und hat wiederholt seinen Unmut über die neuen Autos geäußert. Für Marko illustriert genau das, was schiefläuft.

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Es geht nicht nur um Ergebnisse, sondern um Fahrspaß, Identität und Kontrolle. Ein Sport, der von Algorithmen statt von Instinkt diktiert wird, verliert laut ihm seine Seele. Auffallend ist, dass Marko in der erzwungenen Pause durch die Absage der Rennen in Bahrein und Saudi-Arabien eine Chance sieht.

„In dieser Hinsicht sind die zwei abgesagten Rennen gar nicht so schlecht“, so Marko.

Für ihn ist die Unterbrechung eine Gelegenheit für die FIA, gegenzusteuern, bevor es zu spät ist. Denn wenn Fahrer offen bezweifeln, ob der Sport noch die Mühe wert ist, kann die Warnung nicht länger ignoriert werden.

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