Formel 1

Harte Strafe droht: Zwei F1-Piloten vor Disqualifikation

Harte Strafe droht: Zwei F1-Piloten vor Disqualifikation
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In drei Wochen startet die F1-Saison 2026 in Australien: Elf Teams vor dem Sprung ins Ungewisse wegen neuer Regeln

Niemand weiß exakt, wie die Kräfteverhältnisse derzeit wirklich aussehen. Die Wintertests auf dem Bahrain International Circuit liefern glücklicherweise eine erste Indikation, und dabei zeigt sich, dass einige Teams gut aus den Startlöchern kommen, während andere noch auf der Suche sind.

McLaren und Ferrari machen vorerst einen starken Eindruck. Lando Norris und Charles Leclerc notierten während der Testfahrten einige der schnellsten Rundenzeiten.

Red Bull und Mercedes hatten mehr Mühe und sahen ihr Programm durch technische Probleme beeinträchtigt.

Auch Neueinsteiger Cadillac kämpfte mit Zuverlässigkeitsproblemen. Diese Baustellen müssen schnell gelöst werden, um in Melbourne konkurrenzfähig zu sein.

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Fragezeichen bei Aston Martin

Aston Martin gehört zu den Teams, hinter denen noch große Fragezeichen stehen. Der britische Rennstall beginnt eine neue Ära mit Top-Designer Adrian Newey als Teamboss. Dennoch verlief die Vorbereitung alles andere als reibungslos.

Das Team kam vier Tage zu spät zum ersten gemeinsamen Shakedown in Barcelona an. Während der Testtage in Bahrain absolvierte Lance Stroll am ersten Tag lediglich 36 Runden. Diese begrenzte Kilometerleistung befeuerte die Spekulationen über den Zustand des Autos.

Im Anschluss äußerte sich Stroll auffallend kritisch. „Im Moment scheinen wir vier Sekunden hinter dem Top-Team zu liegen, viereinhalb Sekunden. Es ist unmöglich zu wissen, mit welchen Benzinmengen und Programmen die anderen fahren. Aber ja, jetzt müssen wir versuchen, vier Sekunden an Performance zu finden“, so Stroll.

Ein Rückstand von vier bis fünf Sekunden pro Runde ist in der modernen Formel 1 gewaltig. Die Abstände zwischen der Spitze und dem Mittelfeld sind normalerweise deutlich geringer.

107-Prozent-Regel

Sollte diese Einschätzung stimmen, könnte Aston Martin aufgrund einer relativ unbekannten Regel in Bedrängnis geraten. Im Qualifying gilt die sogenannte 107-Prozent-Regel.

Piloten, die in Q1 ausscheiden und keine Runde innerhalb von 107 Prozent der schnellsten Zeit dieser Session setzen, dürfen prinzipiell nicht starten, es sei denn, die FIA-Rennkommissare erteilen eine Sondergenehmigung.

Im vergangenen Jahr lag die schnellste Q1-Zeit in Australien bei 1:15.912 Minute. Die 107-Prozent-Hürde lag damals bei 1:21.226 Minute. Das entspricht einer Differenz von 5,134 Sekunden.

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Sollte Aston Martin tatsächlich vier bis fünf Sekunden fehlen, rückt dieses Limit gefährlich nahe.

Theoretisch könnten somit zwei Fahrer vom Saisonauftakt ausgeschlossen werden. In der Praxis ist dieses Szenario glücklicherweise selten.

Selbst der schwache Williams von 2019 blieb innerhalb der geforderten Marge. Es würde bedeuten, dass Aston Martin strukturell nicht in der Lage wäre, die Norm zu unterbieten.

Stroll versuchte die Situation auch einzuordnen. „Wollen wir um Siege kämpfen? Ja. Kämpfen wir heute um Siege? Danach sieht es nicht aus.“

„Bedeutet das, dass wir in Zukunft nicht um Siege kämpfen können? Nein, ich glaube, dass wir das können.“

„Ich habe also keine Glaskugel, ich hatte keine Glaskugel vor Saisonbeginn, und wir stehen da, wo wir heute stehen. Es sieht nicht toll aus. Kann sich das in den kommenden Wochen ändern? Kann es viel besser werden? Sicherlich.“

Ob Strolls Sorgen berechtigt sind, wird sich beim Qualifying in Australien zeigen.

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