Formel 1 Harte Kritik an neuen Regeln: Max Verstappen und Formel-1-Kollegen schießen scharf BAHRAIN, BAHRAIN - FEBRUARY 11: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing prepares to drive in the garage during day one of F1 Testing at Bahrain International Circuit on February 11, 2026 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202602115400 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 15. Februar 2026 Charles Leclerc F1-News Fernando Alonso Formel 1 George Russell Lewis Hamilton Max Verstappen Oscar Piastri Formel-1-Reglement: Statt des erhofften Neustarts kämpfen viele Fahrer mit den Tücken der neuen Technik-Ära Vor allem das umfangreiche Energiemanagement und die größere Rolle des Elektroantriebs stehen in der Kritik. Mehrere Fahrer haben ihre Bedenken bereits öffentlich geäußert. Zeit für einen Überblick. Lies auch: Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Verstappen teilt ordentlich aus Max Verstappen schoss sofort scharf. Der Limburger bezeichnete die neue Generation der Boliden als Formel E auf Steroiden. Damit bezog er sich auf die vollelektrische Rennserie, die bereits seit Jahren auf intensives Energiemanagement setzt. Laut Verstappen fühle er sich in seinem Red Bull RB22 weniger mit dem puren Racing verbunden. Die neue Power Unit besteht zu gleichen Teilen aus Verbrennungsmotor und elektrischer Energie, was bedeutet, dass die Piloten in jeder Runde strategisch mit dem Batterieverbrauch und der Rückgewinnung umgehen müssen. Traditionelle fahrerische Fähigkeiten scheinen dadurch in den Hintergrund zu rücken. Formel-E-Chef Jeff Dodds reagierte schlagfertig und lud Verstappen ein, selbst einmal in einen FE-Boliden zu steigen. Hamilton unzufrieden mit der Komplexität Auch Lewis Hamilton hielt mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. „Es ist lächerlich komplex. Ich saß neulich in einem Meeting und sie haben es uns erklärt. Es ist, als bräuchte man einen Uni-Abschluss, um es vollends zu verstehen“, so Hamilton nach den ersten Testkilometern. Der siebenmalige Weltmeister zielte auf das Wirrwarr an Systemen ab, die während einer Runde gesteuert werden müssen. In Barcelona wurde bereits deutlich, dass die Fahrer häufiger in niedrigeren Gängen fahren müssen, um ausreichend Energie zurückzugewinnen. Das verändert den Fahrstil grundlegend und erfordert einen anderen Ansatz in den Kurven. Charles Leclerc hat schon bessere Boliden erlebt Charles Leclerc wählte einen vorsichtigeren Ton, ließ aber durchblicken, dass er sich erst umstellen musste. Der Monegasse nannte den neuen Ferrari „nicht das angenehmste Auto, das ich je gefahren bin“. Zuvor gab er zu, dass die Lernkurve ziemlich steil verlaufe. Gleichzeitig sieht Leclerc auch Chancen in der neuen Ära. Er spricht von einer Herausforderung, die ihm helfen kann, sich als Fahrer weiterzuentwickeln. George Russell sieht Vorteile George Russell erkennt an, dass die leichteren und kleineren Autos Vorteile bieten, stört sich aber an Details. Er bezeichnete die neue Notwendigkeit, in langsamen Kurven niedrigere Gänge zu nutzen, als störend. Russell wird von Experten als Titelfavorit gehandelt, da Mercedes dem Vernehmen nach einen starken Motor innerhalb der Grenzen des Reglements entwickelt hat. Ob dieser Vorteil bestehen bleibt, hängt von möglichen Eingriffen des Automobil-Weltverbands FIA ab. Fernando Alonso findet es zu einfach Fernando Alonso zeigte sich während der Testtage sichtlich frustriert. Aston Martin hat mit Stardesigner Adrian Newey an Bord große Ambitionen, doch der neue AMR26 kämpft mit Motorproblemen. Das Honda-Triebwerk soll weniger Drehzahlen erreichen als die Aggregate der Konkurrenz. Alonso kommentierte dies gewohnt süffisant, aber vielsagend mit dem Satz: „Sogar der Koch könnte dieses Auto fahren“, was andeutet, dass die physische Anforderung gesunken ist. Oscar Piastri sprach ein weiteres Problem an. Sogar die Startprozedur ist komplizierter geworden. Laut The Race besteht ein perfekter Start nun daraus, eine Reihe von Anforderungen abzuhaken. Dazu gehört unter anderem, den Turbo etwa 10 Sekunden lang auf Drehzahl zu halten, um das Turboloch beim Anfahren zu minimieren, während man gleichzeitig verhindern muss, dass die Batterie zu stark geladen wird. Piastri erlebte dies am eigenen Leib, als er bei einem Startversuch stehen blieb. Er sprach von einem „komplizierten Prozess, um einen sicheren Start hinzubekommen“. Kurzum: In drei Wochen könnte es auf dem Stadtkurs von Melbourne durchaus chaotisch zugehen. 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