Formel 1

Gerüchteküche brodelt: Wechselt Max Verstappen zu Mercedes?

Gerüchteküche brodelt: Wechselt Max Verstappen zu Mercedes?

Jos Verstappen im Montreal-Paddock gesichtet: Brisante Aufnahmen heizen die Formel-1-Gerüchteküche erneut an.

Jos Verstappen tauchte am Donnerstag in der Mercedes-Hospitality in Montreal auf, wo er ein auffallend langes Gespräch mit Teamchef Toto Wolff führte, noch bevor das Rennwochenende des Grand Prix von Kanada überhaupt begonnen hatte.

Sky F1-Reporter Craig Slater filmte den Moment live, und die Bilder verbreiteten sich rasant in den sozialen Medien.

Das Timing könnte für die Gerüchteküche kaum ungelegenener sein, da Wolff erst kürzlich verlauten ließ, dass derzeit keine Gespräche über Max Verstappen geführt werden.

Der Österreicher erklärte, mit Kimi Antonelli und George Russell zufrieden zu sein, wenngleich diese Aufnahmen jene Aussagen erneut infrage stellen dürften.

Verstappen selbst belegt nach acht Rennen den siebten Platz in der Meisterschaft, mit einem fünften Platz in Miami als bisherigem Bestwert der Saison 2026. Das liegt weit unter dem Standard, den er aus den Jahren der Red Bull-Dominanz gewohnt war.

McLaren-CEO Zak Brown spekulierte bereits öffentlich, dass Mercedes das wahrscheinlichste Ziel wäre, sollte Verstappen Red Bull verlassen. Dass der Vater des viermaligen Weltmeisters nun höchstpersönlich beim deutsch-britischen Team auftaucht, gibt dieser Theorie neue Nahrung.

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Ausweg per Klausel

Verstappens Vertrag bei Red Bull läuft formal bis Ende 2028, doch eine leistungsbezogene Klausel bietet ihm einen vorzeitigen Ausweg. Sollte er vor der Sommerpause nicht unter den ersten zwei der Weltmeisterschaft stehen – was nach aktuellem Stand fast sicher der Fall sein wird – kann er diese Ausstiegsklausel aktivieren.

Red Bull kämpft in dieser Saison mit ernsthaften Problemen. Dem Team fehlt sein ehemaliger Technikchef Adrian Newey, zudem hat man Mühe, unter dem neuen Reglement für 2026 den Anschluss an Mercedes und McLaren zu halten. Verstappen hat mehrfach öffentlich betont, dass er das aktuelle Auto nicht gerne fährt, und drohte nach dem Grand Prix von Japan sogar mit einem Rücktritt aus der Formel 1, sollten sich die Regeln nicht ändern.

Interessanterweise reagierte Wolff in Japan geradezu positiv auf das neue Reglement.

„Die Formel 1 verändert sich und wird zu purem Racing“, so Wolff gegenüber Sky Germany. „Zu sehen, wie ein Fahrer Energie regeneriert, während ein anderer sie verbraucht, ist extrem spannend.“

Der Text geht unter dem Post weiter.

Auch Russell unter Druck in Montreal

Neben der Verstappen-Saga sind auch intern bei Mercedes Spannungen spürbar. George Russell muss in Kanada nach drei aufeinanderfolgenden Siegen seines jungen Teamkollegen Antonelli kontern.

Der italienische Youngster hat einen Vorsprung von zwanzig Punkten in der Meisterschaft herausgefahren und wird zunehmend als Favorit auf den WM-Titel gehandelt.

Slater bezeichnete Russell vor Beginn des Wochenendes als den Fahrer, der in Montreal den größten Druck verspürt. Übrigens war auch der stellvertretende Mercedes-Teamchef Bradley Lord bei dem Gespräch zwischen Wolff und Jos Verstappen anwesend, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um eine zufällige Begegnung handelte.

Ob Verstappens Zukunft tatsächlich das Gesprächsthema war, ist nicht bestätigt. Fest steht jedoch, dass sein Name bereits seit zwei Saisons mit Mercedes in Verbindung gebracht wird und die Situation bei Red Bull in diesem Jahr kritischer ist als je zuvor.

Verstappen ist in seinem GT3-Programm zudem bereits in einem Mercedes unterwegs, nachdem er seinen Aston Martin für dieses Projekt eingetauscht hat. Diese Kombination macht es für jeden im Fahrerlager schwer, die Gerüchte zu ignorieren.

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