Formel 1 George Russell schlägt nach riesigem Rückstand auf Kimi Antonelli Alarm: „Wir verstehen es nicht“ NORTHAMPTON, ENGLAND - JULY 3: George Russell of Great Britain and Mercedes AMG Petronas answers questions in the TV media pen during sprint qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Great Britain at Silverstone Circuit on July 3, 2026 in Northampton, United Kingdom. (Photo by Jayce Illman/Getty Images) Von A. Schenk 19. Juli 2026 F1-News Formel 1 George Russell Großer Preis von Belgien Kimi Antonelli Mercedes Dicke Luft bei Mercedes: Unruhe auf einer Seite der Garage. Red Bull zog am Samstag im Qualifying zum Großen Preis von Belgien alle Register. Isack Hadjar opferte seine eigene Session, um Teamkollege Max Verstappen auf den langen Geraden von Spa-Francorchamps Windschatten zu spenden. Der Plan ging teilweise auf, doch der große Gewinner des Tages saß in einem anderen Auto. Und während an der Spitze ein Teenager feierte, spielte sich weiter hinten in der Boxengasse eine weitaus bemerkenswertere Geschichte ab. Der 19-jährige Mercedes-Pilot Kimi Antonelli fuhr eine 1:44.361 und sicherte sich damit seine sechste Pole-Position der Saison. Verstappen fehlten trotz des Schlepptaus von Hadjar 0,317 Sekunden. Für Antonelli hatte der Tag besonderen Glanz: Sein Vater Marco feierte am Samstag seinen 62. Geburtstag. „Let’s go man, let’s go. Alles Gute zum Geburtstag, Dad,“ funkte er laut der Presseagentur AP an die Box. Lies auch: Milliarden-Offerte: Investoren bieten 3 Milliarden Dollar für dieses F1-Team Antonelli weiß, was zu tun ist Der Meisterschaftsführende blieb gewohnt sachlich. „Es war eine gute Runde, sehr sauber, ich bin also sehr zufrieden,“ so Antonelli gegenüber Formula1.com. „Natürlich ist morgen ein neuer Tag. Max startet neben mir, daher wird es wichtig sein, einen guten Start hinzulegen.“ Verstappen äußerte sich ehrlich zur Teamtaktik. „Das hat den Unterschied zwischen P2 und P6 ausgemacht, denn wir sind auf den Geraden leider etwas zu langsam. Er fährt mir auf den Geraden einfach davon,“ gab Verstappen mit Blick auf Antonelli zu Protokoll. Lando Norris setzte mit einem Rückstand von 0,440 Sekunden die drittschnellste Zeit. Der McLaren-Pilot wird jedoch aufgrund einer Grid-Strafe wegen des Überschreitens des Kontingents an Motorenkomponenten auf den 13. Startplatz zurückversetzt. „Das war wahrscheinlich eine der besten Runden, die ich je in einem Qualifying gefahren bin, daher bin ich sehr glücklich mit P3. Schade, dass es für morgen keine Rolle spielt, da ich nun als 13. starte. Mit dem Paket, das wir haben, ist P3 ziemlich beeindruckend. Ich bin also sehr zufrieden,“ bilanzierte Norris. Russell kämpft mit einer halben Sekunde Rückstand Und dann war da noch George Russell. Der Brite fuhr die viertschnellste Zeit mit über einer halben Sekunde Rückstand auf seinen Teamkollegen und rückt durch die Norris-Strafe auf den dritten Startplatz vor. Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer. Mercedes versteht nämlich seit Wochen nicht, woher sein Rückstand rührt. „Ich dachte, es läge an meinem Fahrstil,“ erklärte Russell gegenüber den anwesenden Medien. „Das dachten wir nach Silverstone. Wir dachten, es läge an der Fahrerseite, an der Technik. Aber wir haben endlich bewiesen, dass dem nicht so ist. Wir haben alles verändert, und ich habe in Q3 vier Zehntel auf den Geraden verloren. Das ist frustrierend.“ Das Problem zieht sich bereits über einen längeren Zeitraum. „In jeder Runde an diesem Wochenende kam ich rein und sah mich irgendwo zwischen zwei und vier Zehnteln zurück. Im zweiten Training gestern waren es sieben Zehntel. Das Team arbeitet hart daran, die Ursache zu verstehen. Wir haben die ersten Anzeichen eigentlich schon in Österreich gesehen. Aber wir dachten immer, es gäbe eine Erklärung. Im Sprint-Qualifying in Silverstone sahen wir einen Verlust von dreieinhalb Zehnteln und dachten, wir hätten das Problem gefunden,“ so Russell. „Wir durchlaufen ständig diesen Prozess: Wir vermuten eine Ursache, passen es an, und dann stellt sich heraus, dass es doch etwas anderes ist. Ich kam dieses Wochenende an und sagte noch am Donnerstag, dass ich an den Fahrstil glaube. Aber ich habe meinen Fahrstil angepasst und das ist es nicht.“ Dennoch ist der Titelkampf noch völlig offen. Dank Pech bei Antonelli liegt Russell nur 25 Punkte zurück. „Es kann alles passieren, aber die Wahrheit ist: Gegen einen Teamkollegen zu kämpfen, der so unglaublich gut ist und derzeit einen so tollen Job macht, ist schon unter normalen Umständen eine harte Aufgabe,“ gestand Russell. „Ich habe das Vertrauen, dass ich im direkten Duell bestehen kann. Aber wenn man das Gefühl hat, mit einer auf den Rücken gebundenen Hand zu kämpfen, ist es eine Herausforderung. In Silverstone hatten wir das Problem ebenfalls und ich bin trotzdem als Zweiter aufs Podium gefahren. Also beiße ich die Zähne zusammen, hoffe auf ein gutes Ergebnis und versuche, bis nächste Woche eine Lösung zu finden.“ Lies auch: Hiobsbotschaft für Red Bull und Max Verstappen Lies auch: Nach Belgien-GP: Zwei F1-Piloten fliegen gemeinsam mit Fans in easyJet-Maschine zurück Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Milliarden-Offerte: Investoren bieten 3 Milliarden Dollar für dieses F1-Team Formel 1 Hiobsbotschaft für Red Bull und Max Verstappen Formel 1 Nach Belgien-GP: Zwei F1-Piloten fliegen gemeinsam mit Fans in easyJet-Maschine zurück Formel 1 Red Bull findet Nachfolger für GianPiero Lambiase Formel 1 Rucking: Warum das Training mit Zusatzgewicht Körper und Geist stärker fordert als klassisches Gehen Formel 1 Nervöser Max Verstappen: „Die schießen mich ab, wenn ich so weitermache“
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