Formel 1 FIA verhängt drastische Startplatzstrafen: Max Verstappen profitiert von Rückversetzung seiner Konkurrenten SPA, BELGIUM - JULY 17: Isack Hadjar of France driving the (6) Oracle Red Bull Racing RB22 Red Bull Ford on track during practice ahead of the F1 Grand Prix of Belgium at Circuit de Spa-Francorchamps on July 17, 2026 in Spa, Belgium. (Photo by Sam Bagnall/Sutton Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202607170226 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 18. Juli 2026 F1-News FIA Formel 1 Großer Preis von Belgien Isack Hadjar Max Verstappen Das Qualifying zum Großen Preis von Belgien verspricht heute ein etwas verzerrtes Bild. Das Ergebnis auf dem Papier wird nämlich deutlich von der tatsächlichen Startaufstellung am Sonntag abweichen. Die FIA hat mittlerweile Gridstrafen für drei Fahrer bestätigt, da ihre Teams mehr Motorenkomponenten eingesetzt haben, als das Reglement erlaubt. Die Regeln rund um die Antriebseinheiten sind streng, denn jedes Team darf pro Saison eine festgelegte Anzahl an Komponenten pro Auto einsetzen. Wer dieses Kontingent überschreitet, kassiert beim ersten Mal zehn Startplätze Strafe. Jede weitere Überschreitung während desselben Rennwochenendes zieht jeweils fünf zusätzliche Plätze nach sich. Übersteigt die Strafe insgesamt fünfzehn Plätze, wird der Fahrer automatisch an das Ende des Feldes versetzt. Letzteres Szenario gilt an diesem Wochenende für Isack Hadjar. Red Bull hat bei dem Franzosen nämlich einen fünften Verbrennungsmotor sowie einen neuen Turbolader und ein neues Auspuffsystem montiert. Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Dreißig Plätze Jedes dieser drei Bauteile überschreitet das Limit für diese Saison. Zusammengerechnet beläuft sich seine Strafe auf dreißig Plätze. Unabhängig davon, wie er sich am Samstag qualifiziert, wird er das Rennen in jedem Fall vom Ende des Feldes in Angriff nehmen müssen. Für Hadjar kommt der Rückschlag zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Red Bull-Pilot belegt mit 52 Punkten den achten Platz in der Meisterschaft und landete seit dem Großen Preis von Kanada fünfmal in Folge unter den Top Sechs. Diese Serie scheint nun zu Ende zu gehen. Er selbst hatte bereits vor der Bestätigung damit gerechnet. „Ich denke, an diesem Wochenende wird ein weiteres Ergebnis in den Top Sechs schwierig, wenn man bedenkt, von wo aus ich starten muss, aber wir werden es versuchen“, so Hadjar gegenüber Canal+. Der Fokus verschiebt sich dadurch vollständig auf den Sonntag. „Der Schwerpunkt wird vor allem auf der Race-Pace liegen. Das Qualifying rückt in den Hintergrund, da wir bereits wissen, was uns erwartet“, so der Franzose. Artikel geht unter dem Bild weiter. „Wir starten wahrscheinlich als 22., aber Spa ist eine Strecke, auf der man überholen kann. Es kann viel passieren und wir wissen, dass wir eine ordentliche Rennpace haben. Ich erwarte also, dass ich am Sonntag Spaß haben werde“, sagt Hadjar. Auffallend ist, dass sein Teamkollege Max Verstappen an diesem Wochenende ebenfalls einen neuen Motor mit dazugehörigem Turbolader und Auspuff erhielt. Der Limburger bleibt jedoch innerhalb seines Kontingents und entgeht somit einer Strafe. Auch bei Aston Martin wurde geschraubt. Lance Stroll erhielt eine vierte MGU-K in seinem Auto und wird dadurch in der Startaufstellung um zehn Plätze zurückversetzt. In der Praxis wird der Kanadier davon vermutlich am wenigsten spüren. Aston Martin erwartet, dass Spa eines der schwierigsten Wochenenden des Jahres wird, und Strolls beste Qualifikationsleistung in dieser Saison war ein achtzehnter Platz in Miami. Voraussichtlich wird er am Sonntag neben Hadjar in der letzten Reihe stehen. Ärger bei McLaren Der dritte bestrafte Fahrer ist der amtierende Weltmeister Lando Norris. McLaren verbaute bei ihm eine vierte Einheit der Steuerelektronik, was ebenfalls eine Versetzung um zehn Plätze nach hinten bedeutet. Seine vorherige Einheit funktionierte seit Miami problemlos, aber Motorenlieferant Mercedes hat eine verbesserte Spezifikation mit mehreren Zuverlässigkeits-Updates entwickelt. McLaren entschied sich bewusst für die neueste Version und akzeptierte die damit verbundene Strafe. Norris hatte sein Kontingent durch verschiedene Defekte in den ersten neun Rennen bereits aufgebraucht, wodurch eine Sanktion früher oder später ohnehin unvermeidlich war. Teamkollege Oscar Piastri wechselt auf dieselbe neue Einheit, bleibt aber innerhalb seines Limits. Dass die Teams ihre Strafen ausgerechnet in den Ardennen absitzen, ist kein Zufall. Spa-Francorchamps ist bekannt als eine der besten Strecken, um eine Motorenstrafe wettzumachen. Die langen Geraden bieten reichlich Überholmöglichkeiten, wodurch eine Aufholjagd aus dem Hinterfeld realistischer ist als auf den meisten anderen Kursen im Kalender. Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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