Formel 1

FIA passt Startprozedur kurz vor Rennbeginn an

FIA passt Startprozedur kurz vor Rennbeginn an
MELBOURNE, AUSTRALIA - March 16, 2025: Lando Norris, from United Kingdom competes for McLaren F1. Race day for the F1 Australian Grand Prix 2025.

Neue Motorenregeln sorgen für Kinderkrankheiten: Startprozedur muss angepasst werden

Aufgrund des neuen Motorenreglements, das 2026 in Kraft tritt, wird die Startprozedur der Formel 1-Rennen drastisch angepasst. Rennleiter Rui Marques hat bestätigt, dass bereits an diesem Wochenende beim Grand Prix von Australien ein neues Verfahren zum Einsatz kommen wird.

Diese Änderung steht in direktem Zusammenhang mit den neuen Power Units. Ab 2026 entfällt die MGU-H. Die MGU-H war die Komponente, die in den vergangenen Jahren in der Formel 1 die Energie aus dem Turbolader zurückgewann und dabei half, den Turbo schnell auf Drehzahl zu bringen.

Ohne dieses System ist die Wahrscheinlichkeit eines sogenannten Turbo-Lags deutlich höher. Das Turbo-Lag beschreibt eine kurze Verzögerung, bevor der Motor die volle Leistung abgibt.

Um ein solches Turbo-Lag zu verhindern, müssen die Piloten den Motor vor dem Start länger auf hoher Drehzahl halten. Das sorgte bei den Wintertests für ein Problem: Fahrer im hinteren Teil des Grids haben oft weniger Zeit, sich vernünftig vorzubereiten, bevor die Startampel angeht.

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Startpaneele blinken zuerst blau

Aus diesem Grund wurde die Startprozedur um einen zusätzlichen Schritt ergänzt. Sobald alle Fahrzeuge nach der Einführungsrunde auf ihren Startplätzen stehen, blinken die Startpaneele zunächst für fünf Sekunden blau.

Gleichzeitig erscheint auf dem Monitor am Start die Anzeige „Pre-Start“. Erst danach beginnt die reguläre Startprozedur mit den fünf roten Lichtern.

Diese zusätzliche Phase gibt allen Fahrern mehr Zeit, den Motor auf Drehzahl zu halten und bereit für den Start zu sein. Dadurch sinkt das Risiko, dass ein Auto aufgrund eines Turbo-Lags schlecht wegkommt oder sogar stehen bleibt.

Zudem gibt es eine weitere Regel für die Eröffnungsrunde. Der „Straight Mode“, Teil der neuen aktiven Aerodynamik, darf in der ersten Runde erst nach Kurve 1 verwendet werden. Damit möchte die FIA verhindern, dass sich Fahrer direkt beim Start einen zusätzlichen aerodynamischen Vorteil verschaffen.

Das neue Verfahren wird dieses Wochenende in Melbourne zum ersten Mal erprobt und könnte im weiteren Saisonverlauf dauerhafter Bestandteil des F1-Starts werden.

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