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FIA passt Regeln kurz vor Japan-GP an: Das ändert sich jetzt

FIA passt Regeln kurz vor Japan-GP an: Das ändert sich jetzt
BARCELONA, SPAIN - JUNE 23: FIA branding is seen in the Paddock prior to the F1 Grand Prix of Spain at Circuit de Barcelona-Catalunya on June 23, 2024 in Barcelona, Spain. (Photo by Chris Graythen/Getty Images)

FIA greift vor Japan-GP durch: Neue Maßnahmen gegen wachsende Probleme beim Energiemanagement

Während des Qualifyings in Suzuka wird weniger Energierückgewinnung erlaubt sein als ursprünglich geplant. Das Limit wurde von 9 Megajoule auf 8 Megajoule pro Runde gesenkt – eine Anpassung, die laut dem Weltverband notwendig ist, um den Fokus wieder stärker auf das reine Rennfahren zu legen.

Die Änderung erfolgt nach Rücksprache mit den Teams und Motorenlieferanten und basiert auf Simulationen sowie dem Feedback der Fahrer. Weniger Fokus auf das Energiesparen, dafür mehr Konzentration auf den puren Speed während einer Qualifying-Runde.

Unter dem bisherigen Reglement mussten die Piloten oft früh vom Gas gehen (Lift and Coast), um die Batterien aufzuladen, was zulasten des klassischen Bildes einer Alles-oder-Nichts-Runde ging.

„Nach Gesprächen zwischen der FIA, den Teams und den Motorenherstellern wurde eine kleine Anpassung der Energieparameter für das Qualifying in Japan vereinbart, die von allen Motorenlieferanten einstimmig unterstützt wird.“

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Probleme waren auch in Australien sichtbar

Laut dem Verband muss die Balance zwischen Performance und Energieverbrauch gewahrt bleiben. Daher wurde beschlossen, dass die maximal zulässige Energierückgewinnung für dieses Wochenende von 9,0 MJ auf 8,0 MJ gesenkt wird.

Der Zeitpunkt dieser Intervention ist bemerkenswert. Ursprünglich sollten derartige Anpassungen erst im späteren Saisonverlauf in Betracht gezogen werden.

Dennoch zeigten die ersten Rennen, dass Strecken wie Suzuka besonders anfällig für das sogenannte „Super Clipping“ sind, bei dem die elektrische Energie während einer Runde vorzeitig ausgeht und die Leistung plötzlich abfällt. In Australien war dieses Problem ebenfalls sichtbar, während es in China eine geringere Rolle spielte.

Ferrari-Pilot Charles Leclerc reagierte nüchtern auf die Änderung und dämpfte die Erwartungen.

„Ich glaube nicht, dass das ein Gamechanger sein wird“, sagte er.

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„Für den Fahrer bedeutet es vielleicht etwas weniger Lift and Coast, was eine gute Sache ist.“

Laut Leclerc geht es im Qualifying momentan zu sehr um das Management statt um maximale Attacke.

„In den ersten beiden Rennen ging es aktuell mehr darum, alles richtig zu managen, als voll zu pushen, wie es früher der Fall war.“

Wichtig ist, dass die Änderung nur für das Qualifying gilt. Für das Rennen am Sonntag bleiben die Regeln unverändert. In den Wochen nach Japan, in denen aufgrund des Wegfalls der Rennen in Bahrein und Saudi-Arabien eine lange Pause liegt, werden weitere Gespräche über mögliche zusätzliche Anpassungen stattfinden.

Die FIA sieht diesen Schritt als Teil eines größeren Prozesses.

„Diese gezielte Anpassung ist Teil der normalen Optimierung, während die neuen Regeln in der Praxis getestet werden“, so die Organisation.

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