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FIA gibt Verstappen recht und greift ein: „Das haben wir übersehen“

FIA gibt Verstappen recht und greift ein: „Das haben wir übersehen“
Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing is looking dejected after qualifying in P4 during Qualifying of the Formula 1 Qatar Airways British Grand Prix at the Silverstone Circuit in Towcester, England, on July 5, 2024. (Photo by MI News/NurPhoto)

FIA gibt Max Verstappen recht: Rückenschmerzen durch die Vorgänger-Generation bestätigt

Die FIA gesteht nun ein, dass die Fahrer die Leidtragenden einer Fehleinschätzung bei der Gestaltung des Reglements waren. Laut Nikolas Tombazis sollen die körperlichen Beschwerden der Piloten ab 2026 jedoch deutlich abnehmen.

Max Verstappen ließ bereits Ende 2025 durchblicken, dass er in den vergangenen Saisons regelmäßig mit körperlichen Problemen zu kämpfen hatte, wenngleich er sich dazu lange Zeit nicht äußern wollte. Er wollte die Konkurrenz nicht klüger machen als unbedingt nötig.

„Über solche Dinge sagt man absichtlich nicht viel. Das behält man alles für sich“, sagte Verstappen.

„Die Steifigkeit und die Kompression sind sehr hoch. In Austin zieht man zum Beispiel 5G oder 6G in einer Kurve.“

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Newey hielt Probleme bewusst geheim

„An bestimmten Stellen der Strecke hatte ich auch vertikale Belastungen von 9G. Das ist nicht gut für den Rücken. Das kann ich versichern“, so Verstappen.

Nikolas Tombazis zeichnet für das technische Reglement verantwortlich. Er gibt nun zu, dass Verstappen recht hatte. Der Grieche gestand im Gespräch mit verschiedenen Medien ein, dass die Autos zwischen 2022 und 2025 abhängiger von der Fahrhöhe waren, als die FIA erwartet hatte.

Durch eine tiefere Abstimmung der Autos wurde weitaus mehr Downforce generiert, weshalb die Teams nach extrem steifen Setups suchten. Zudem sorgte der Ground Effect für das sogenannte Porpoising. Dabei begannen die Autos auf den Geraden zu hüpfen.

Nach und nach wurden die Autos zwar besser, aber die Abstimmungen wurden immer extremer. Tombazis räumt ein, dass die FIA dies unterschätzt hat.

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„Es war ein Fehler im Reglement, durch den die ideale Fahrhöhe der Autos so viel niedriger ausfiel als erwartet“, sagt Tombazis.

Die FIA verfügt über ein deutlich geringeres Budget und ein weitaus kleineres Technik-Team als die Formel-1-Teams. Daher ist der Verband bei der Gestaltung des Reglements oft darauf angewiesen, dass die Teams selbst auf potenzielle Fallstricke hinweisen.

„Das ist etwas, das wir übersehen haben, aber das gilt auch für die Teams“, betont Tombazis.

„In allen Diskussionen hat niemand diesen Punkt jemals zur Sprache gebracht.“

Adrian Newey und Red Bull waren die einzigen, die diese Entwicklung vorausgesagt hatten, weshalb dies bereits in den Entwurf des Autos einfloss. Newey selbst hatte wenig Grund, seine Bedenken gegenüber der FIA zu äußern. Hätte er dies getan, hätte er seinen eigenen Vorteil aus der Hand gegeben.

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