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Ferrari mit beispiellosem Vorteil: „Kein Team kann das kopieren“

Ferrari mit beispiellosem Vorteil: „Kein Team kann das kopieren“
BAHRAIN, BAHRAIN - FEBRUARY 18: Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari in the Drivers Press Conference during day one of F1 Testing at Bahrain International Circuit on February 18, 2026 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Mark Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Ferrari überrascht mit cleverem Aerodynamik-Kniff bei Testfahrten in Bahrain

Ferrari hat zum Auftakt der zweiten Testwoche in Bahrein mit einem interessanten Upgrade am Heck des SF-26 sofort die Blicke auf sich gezogen.

Technik-Analyst Paolo Filisetti von RacingNews365 beschreibt, wie die Scuderia bereits am Morgen des ersten Testtags ein stark modifiziertes Auto auf die Strecke schickte.

Dabei war die gesamte Heckpartie des Boliden mit Flow-Viz-Farbe präpariert, um den aerodynamischen Luftstrom sichtbar zu machen und so die Simulationsdaten mit der Praxis abzugleichen.

Was direkt ins Auge fiel, war ein rechteckiges Aero-Element exakt hinter dem Auspuff des Motors, das eine klar definierte Struktur aufwies.

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An dieser Position sind eigentlich keine Profile erlaubt

Ferrari bezeichnet dieses Bauteil als Flow Transition Manipulator (FTM), der eine Doppelfunktion erfüllt. Er verstärkt den Stall-Effekt, also das kontrollierte Abreißen der Luftströmung am Heckflügel bei hohen Geschwindigkeiten, und erzeugt gleichzeitig einen Unterdruck hinter dem Diffusor, was den Grip und die Effizienz verbessert.

Was dieses Teil besonders bemerkenswert macht: Es befindet sich an einer Position, an der laut Reglement normalerweise keine aerodynamischen Profile zulässig sind, nämlich mehr als 60 mm hinter der Antriebswelle.

Ferrari hat dies jedoch geschickt umgangen, indem das Differenzial innerhalb des Getriebegehäuses so weit wie möglich nach hinten verlagert wurde. Dadurch liegt das Bauteil technisch gesehen weiterhin innerhalb der reglementierten 60 mm Grenze.

Diese Entscheidung ist keine kurzfristige Anpassung, sondern entpuppt sich als durchdachte Strategie, die bereits in der Designphase des SF-26 berücksichtigt wurde.

Die Konkurrenz könnte diese Idee nicht ohne Weiteres kopieren, ohne das komplette Getriebe und die interne Mechanik grundlegend zu überarbeiten – ein nahezu unmögliches Unterfangen so kurz vor dem Saisonstart.

Es zeigt, dass Ferrari beim SF-26 über temporäre Lösungen hinausdenkt. Durch die strategische Auslegung des Getriebedesigns schafft das Team Raum für aerodynamische Optimierungen, welche die Konkurrenz womöglich nicht replizieren kann.

Das FTM-Element ist damit mehr als nur ein Testbauteil; es ist ein deutliches Signal, dass Ferrari nicht nur auf der Strecke, sondern auch am Reißbrett versucht, einen Schritt voraus zu sein.

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