Formel 1

F1-Teams ziehen an einem Strang: Einigkeit, um Desaster zu verhindern

F1-Teams ziehen an einem Strang: Einigkeit, um Desaster zu verhindern

Zu gefährlich: F1-Teams fordern Regeländerung aus Sicherheitsgründen

Der Start eines Formel-1-Rennens ist ein Garant für Chaos, Spannung und gelegentliche Zwischenfälle. Während der zweiten Testwoche in Bahrain wurde deutlich, dass die Startprozeduren im Jahr 2026 aufgrund technischer Änderungen bei der neuen Fahrzeuggeneration gefährlicher geworden sind.

Mehrere Fahrer und Teamchefs schlugen Alarm, und die Teams scheinen sich nun einig zu sein: Es muss eingegriffen werden. Die Ursache für die Unruhe liegt in der neuen Motorencharakteristik der 2026er-Autos.

Ab 2026 entfällt die MGU-K (Anmerkung: im Original MGU-H gemeint), die Hitzeenergie vom Turbolader zurückgewinnt. Die MGU-K, die kinetische Energie zurückgewinnt, darf während des Startvorgangs nicht verwendet werden. Das Hochfahren des Turboladers erfolgt ausschließlich über den Verbrennungsmotor, was Zeit kostet. Sogar mehrere Sekunden.

Dies ist besonders problematisch für die Fahrer am Ende der Startaufstellung. Sobald das letzte Auto seine Position eingenommen hat, beginnt fast unmittelbar der Startvorgang mit den roten Ampellichtern. Dadurch bleibt kaum Zeit, den Ladedruck der Motoren aufzubauen.

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In Bahrain wurden die Flügel bereits nicht geöffnet

Um dem entgegenzuwirken, wurde an den letzten Testtagen in Bahrain eine fünfsekündige Pause zwischen dem Moment, in dem das letzte Auto seine Position einnimmt, und dem Aktivieren der Ampellichter eingeführt. Dennoch ist dies keine endgültige Lösung, da eine weitere Sorge aufkam: der „Geraden-Modus“ (Straight-Line-Mode).

Dieser darf nach derzeitigem Reglement auch beim Start verwendet werden, da die Start-Ziel-Gerade zu den erlaubten Zonen gehört. In diesem Modus können die Autos mit offenen Front- und Heckflügeln fahren, was weniger Luftwiderstand und eine höhere Höchstgeschwindigkeit bedeutet, aber auch weniger Anpressdruck.

Oscar Piastri äußerte sich dazu in Bahrain bereits deutlich.

„Ein Feld von 22 Autos mit hunderten Punkten weniger Downforce klingt für mich wie ein Rezept für eine Katastrophe.“

Durch die Verwendung dieses Modus ist die Beschleunigung beim Start noch explosiver, während gleichzeitig weniger Grip zur Verfügung steht. Die Wahrscheinlichkeit von Vorfällen auf den ersten Metern nimmt damit erheblich zu.

Aus diesem Grund haben die Teams vereinbart, dass die Nutzung des Geraden-Modus vom Moment des Starts bis zur ersten Kurve verboten werden soll. McLaren-Teamchef Andrea Stella bestätigte, dass es einen breiten Konsens gibt.

„Ich glaube, es gibt eine gemeinsame Vereinbarung, dass wir den Geraden-Modus vom Start bis zur ersten Kurve nicht verwenden.“

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„Obwohl die FIA dies noch offiziell festlegen muss, herrscht nach meinem Eindruck weitgehende Einigkeit im gesamten Feld.“

Bei gemeinsamen Startübungen in Bahrain wurden die Flügel bereits nicht mehr geöffnet, was darauf hindeutet, dass sich die Teams auf ein Verbot ab dem Großen Preis von Australien vorbereiten.

Dennoch ist noch nicht alles geklärt. Stella weist auf ein weiteres Problem hin: die Unterschiede bei den Antriebseinheiten. So erwies sich Ferrari bei den Tests als schnellster Starter, was einem kleineren Turbolader zu verdanken ist, der für ein schnelleres Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen sorgt.

„Was wir bei den Starts gesehen haben, ist eigentlich positiv. Es gibt jedem die Chance, seine Power Unit gut vorzubereiten“, so Stella.

„Aber ehrlich gesagt sehen wir immer noch erhebliche Leistungsunterschiede beim Start. In diesem Sinne sind die Bedenken nicht vollständig ausgeräumt.“

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