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Diese F1-Piloten verlassen die Königsklasse

Diese F1-Piloten verlassen die Königsklasse
BAHRAIN, BAHRAIN - MARCH 02: Race winner Max Verstappen of Netherlands driving the (33) Oracle Red Bull Racing RB20 takes the chequered flag during the F1 Grand Prix of Bahrain at Bahrain International Circuit on March 02, 2024 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Peter Fox - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Ex-Formel-1-Pilot und Formel-E-Champion Lucas di Grassi übt scharfe Kritik am neuen F1-Reglement

Der Brasilianer, der 2010 für Virgin Racing an den Start ging und später Erfolge in der WEC sowie der Formule E feierte, reagiert auf die jüngsten Äußerungen von Max Verstappen und bezeichnet die 2026er Autos als schlecht durchdacht und teils nicht renntauglich.

Das neue Reglement tritt ab der übernächsten Saison in Kraft und dreht sich maßgeblich um eine tiefgreifende Änderung des Antriebsstrangs. Die Hybridsysteme liefern künftig fast 50% der gesamten Motorleistung, was mit einer leistungsstärkeren MGU-K und dem Wegfall der MGU-H einhergeht.

Vielen Piloten bereitet vor allem der Fokus auf das Energiemanagement und der damit verbundene unnatürliche Fahrstil Sorge. Verstappen sprach bereits von einer „Formula E auf Steroiden“ und deutete an, dass der Fahrspaß verloren gegangen sei.

Di Grassi, der mittlerweile zu den erfahrensten Piloten im elektrischen Motorsport weltweit zählt, teilt diese Bedenken, nimmt aber vor allem die Regelhüter in die Pflicht.

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Formule E schneller als Formule 1?

„Die Hybrid-Regeln der Formule 1 sind extrem schlecht konzipiert“, so di Grassi gegenüber Motorsport.com.

„Das Problem ist nicht die elektrische Technologie an sich, sondern die Art und Weise, wie die Regeln verfasst wurden.“

„Einige Leute innerhalb der FIA haben das so entschieden, aber die Logik dahinter ist unklar.“

„Das Reglement macht die Autos langsam, ineffizient und oft schlichtweg ungeeignet für echtes Racing.“

Di Grassi stellt die These auf, dass die Formule E in der Lage ist, die F1 in Sachen Performance langfristig zu überholen. Die kommende Generation der Formule E-Boliden wird über 800 PS, Allradantrieb und Traktionskontrolle verfügen, was besonders auf Stadtkursen wie Monaco einen massiven Vorteil bedeuten könnte.

„Mein Punkt ist: Die Formule E wird in ein paar Jahren die schnellste Rennserie der Welt sein“, prophezeit di Grassi.

„Vielleicht noch nicht direkt mit dem Gen4-Auto, aber mit Gen4.5 oder Gen5 werden wir so weit sein.“

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„Auf Strecken wie Monaco könnte die Formule E in einigen Jahren vier oder fünf Sekunden schneller sein als die F1. Das ist einfach die natürliche Entwicklung.“

Er wirft daraufhin eine interessante Frage auf: Was passiert, wenn die Formule E tatsächlich zur schnelleren Kategorie wird?

„Wechseln die besten Fahrer dann in die Formule E? Werden Formule E-Piloten dann als besser angesehen als F1-Fahrer? Oder werden F1-Fahrer in beiden Serien starten?“

„Vielleicht wird die Formule E zu einer Winterserie und die F1 zur Sommerserie, sodass die Fahrer an beiden Meisterschaften teilnehmen können.“

Laut Di Grassi ist er mit seinen Zweifeln nicht allein. Er habe nach eigenen Angaben mit F1-Piloten und Simulatorfahrern gesprochen, die bestätigen, dass das neue Regelwerk auf bestimmten Strecken problematisch ist.

„Ich habe mit einigen Leuten gesprochen, die im Simulator getestet haben, und das Feedback war eindeutig: Die Regeln sind seltsam.“

„Auf manchen Kursen entstehen dadurch wirklich große Probleme. Es läuft alles auf das Reglement hinaus, und das wurde falsch aufgesetzt.“

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