Formel 1

Audi-Chef schießt nach Kritik am China-GP gegen Verstappen zurück

Audi-Chef schießt nach Kritik am China-GP gegen Verstappen zurück
20 January 2026, Berlin: Jonathan Wheatley, CEO of the Audi Revolut F1 Team, sits next to the Audi Revolut R26 racing car for Formula 1, which is presented at Kraftwerk Mitte. Photo: Soeren Stache/dpa (Photo by Soeren Stache/picture alliance via Getty Images)

Max Verstappen steht mit seiner Kritik am neuen Formel-1-Regelwerk zunehmend isoliert da.

Jonathan Wheatley widerspricht Max Verstappen deutlich und bietet dem viermaligen Weltmeister nach dessen scharfer Kritik am neuen Formel-1-Reglement offen Paroli. Laut dem Audi-Teamchef resultiert der Frust des Niederländers primär aus den aktuellen Problemen bei Red Bull.

Verstappen erlebte in China ein schwieriges Wochenende. Er holte lediglich einen Punkt im Sprint, qualifizierte sich zweimal für Startplatz acht und schied im Grand Prix an sechster Stelle liegend aus. Der Kontrast zu seiner Dominanz in den Jahren 2021 bis 2025 ist eklatant.

Der viermalige Champion sparte erneut nicht mit Kritik am neuen Reglement. Zuvor hatte er die Autos bereits als „Formel E auf Steroiden“ bezeichnet und das Racing gar mit Mario Kart verglichen.

„Es ist schrecklich. Das ist kein Racing. Man überholt jemanden mit Zusatzenergie und auf der nächsten Geraden macht er genau dasselbe bei dir. Das ist ein Witz.“

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Ferrari beweist, dass neue Regeln den Rennsport verbessern

Wheatley sieht das komplett anders und verweist auf das Spektakel auf der Strecke, insbesondere auf den Zweikampf zwischen den Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc in China.

Die beiden lieferten sich ein intensives, aber faires Duell mit zahlreichen Überholmanövern und Kontern, bei denen sie sich Runde um Runde unter Druck setzten, ohne dass es zu einer Berührung kam. Für Wheatley ist dies der Beweis, dass das neue Reglement sehr wohl gutes Racing ermöglicht.

„Wenn man die Ferrari-Fahrer fragt, werden sie sagen, dass sie ein großartiges Rennen hatten.“

Er betont, dass das Renngeschehen alles andere als künstlich wirkte.

„Für mich sah das überhaupt nicht fake aus. Sie haben sich attackiert, sind hart aber fair gefahren. Ich habe es genossen.“

Zudem sieht er auch im Mittelfeld viele positive Signale.

„Es gibt überall im Feld tolle Kämpfe. Das ist eigentlich sehr ermutigend.“

Dennoch zeigt Wheatley ein gewisses Verständnis für Verstappen.

„Ich verstehe seine Kommentare durchaus, wenn man die Situation berücksichtigt, in der er sich gerade befindet.“

Damit spielt er deutlich auf die aktuellen Probleme von Red Bull an. Während Mercedes und Ferrari an der Spitze kämpfen, wirkt Red Bull momentan nicht einmal wie ein ernsthafter Podiumskandidat.

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