Formel 1

Adrian Newey vor Abschied: Erdbeben in der Formel 1

Adrian Newey vor Abschied: Erdbeben in der Formel 1

Krise bei Aston Martin spitzt sich dramatisch zu

Nach einem äußerst schwachen Saisonstart scheint das Team aus Silverstone tiefgreifende Veränderungen an der Spitze der Organisation in Erwägung zu ziehen.

Zwei aktuelle Berichte aus der Motorsportwelt zeichnen gemeinsam das klare Bild eines Rennstalls, der mit der Performance und der Führung kämpft und deshalb mit Nachdruck nach einem neuen Teamchef Ausschau hält.

Die Probleme auf der Rennstrecke sind gravierend. Der AMR26 erweist sich als unfähig, Rennen zu beenden. Der Honda-Motor verursacht heftige Vibrationen, durch die die Piloten buchstäblich Mühe haben, das Auto unter Kontrolle zu halten.

Beim Rennen in China wurde dies schmerzlich sichtbar, als Fernando Alonso auf den Geraden seine Hände vom Lenkrad nahm, um den Vibrationen zu entgehen. Gleichzeitig gelang es dem Team, abgesehen von einem Sprintrennen, in dieser Saison kein einziges Mal die Zielflagge zu sehen. Das sorgt für zunehmenden Druck von Seiten des Eigentümers Lawrence Stroll.

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McLaren-Topmanager im Visier

Auffallend ist, dass Adrian Newey, der erst Ende 2025 als Teamchef antrat, bereits zur Disposition steht. Seine Ernennung sorgte damals bereits für Zweifel, da er als jemand bekannt ist, der lieber im Hintergrund an der Technik arbeitet.

Newey gab selbst zuvor an, dass die Rolle für ihn keine große Umstellung bedeutete. „Da ich ohnehin bei allen frühen Rennen dabei bin, ändert das mein Arbeitspensum nicht wirklich, da ich ja sowieso vor Ort bin. Also kann ich den Job genauso gut übernehmen“, sagte er damals.

Inzwischen scheint klar, dass diese Konstruktion niemals als langfristige Lösung gedacht war.

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Innerhalb des Teams wird nun aktiv nach Verstärkung oder sogar einem Ersatz gesucht. Zuvor wurde Christian Horner als Kandidat gehandelt, doch dieses Szenario scheint vom Tisch zu sein.

Laut dem spanischen Portal SoyMotor ist er trotz seines jüngsten Abschieds bei Red Bull Racing vorerst keine realistische Option für Aston Martin.

Der Name, der immer deutlicher in den Fokus rückt, ist der von Andreas Seidl. Der Deutsche verfügt über ein starkes Profil und genießt breite Unterstützung innerhalb der Organisation.

Er war zuvor Teamchef bei McLaren und davor mit Porsche in Le Mans erfolgreich. Laut mehreren Quellen ist er einer der Top-Kandidaten und zudem möglicherweise schnell verfügbar, was ihn für Aston Martin besonders attraktiv macht.

Neupositionierung von Newey

Der Plan scheint zu sein, Seidl neben oder anstelle von Newey zu positionieren, damit sich Newey wieder voll auf seine Stärke konzentrieren kann: das Entwerfen konkurrenzfähiger Autos. Das wäre angesichts der aktuellen technischen Probleme ein logischer Schritt.

Mit Blick nach vorn liegt der Fokus auf Verbesserungen, insbesondere im Hinblick auf den Grand Prix von Japan. Dieses Rennen ist für Motorenpartner Honda von großer Bedeutung, und das Team hofft, dort deutliche Fortschritte zeigen zu können.

Adrian Newey gilt nach wie vor als einer der brillantesten Ingenieure in der Formel 1.

Er begann seine Karriere bei March und schaffte später bei Williams den Durchbruch, wo seine Designs zu sechs Fahrer- und fünf Konstrukteurs-Weltmeisterschaften beitrugen.

Bei McLaren trug er zu den Titeln von Mika Häkkinen bei, und bei Red Bull Racing führte er das Team zu vier aufeinanderfolgenden Weltmeistertiteln mit Sebastian Vettel und Max Verstappen.

Newey hat mehr als 200 Grand-Prix-Siege miterlebt; seine Arbeit bleibt trotz allem ein Benchmark in der Formel 1.

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