Formel 1

Adrian Newey bei Aston Martin: Ein gewohnt unkonventioneller Ansatz

Adrian Newey bei Aston Martin: Ein gewohnt unkonventioneller Ansatz

Adrian Newey: Der Ruf als erfolgreichster Designer der Formel-1-Geschichte.

Der Brite enthüllt nun, dass er beim Design seines ersten Aston Martin-Boliden einen entgegengesetzten Ansatz verfolgt hat und den Fokus auf die langfristige Entwicklung statt auf sofortige Performance legte.

Seit seinem Wechsel von Red Bull zu Aston Martin im März vergangenen Jahres ist Adrian Newey eine Schlüsselfigur in Lawrence Strolls ambitioniertem Projekt, Aston Martin zum Weltmeistertitel zu führen.

Seine erste Kreation rollte vergangene Woche in Barcelona zum ersten Mal aus der Garage und zog aufgrund auffälliger und innovativer Designelemente direkt bewundernde Blicke auf sich.

In einem Interview auf der Website von Aston Martin erklärt Newey, sich bewusst für ein Fundament entschieden zu haben, das im Laufe der Saison deutlich weiterentwickelt werden kann.

„Wir haben versucht, etwas zu bauen, von dem wir hoffen, dass es viel Entwicklungspotenzial besitzt.“

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Vorsichtiger Optimismus mit Blick auf Melbourne

„Was man vermeiden möchte, ist ein Auto, das zwar sofort gut in seinem Arbeitsfenster liegt, sich aber kaum noch verbessern lässt.“

„Wir haben uns also gezielt auf die Basis konzentriert.“

„Dinge wie Flügel und Karosserieteile können im Laufe der Saison noch angepasst werden, und hoffentlich steckt dort viel Spielraum drin.“

Newey hofft, für 2026 ein Auto zu liefern, mit dem die Fahrer Fernando Alonso und Lance Stroll konstantere Leistungen erbringen können. Der AMR25 aus dem Jahr 2025 wurde von beiden Piloten als schwierig und unberechenbar empfunden.

„Die vorherige Generation der Ground-Effect-Autos war sehr schwierig zu fahren. Aston Martin war dafür leider ein Beispiel“, so Newey.

„Mit diesem neuen Reglement versuchen wir ein Auto zu bauen, aus dem Fernando und Lance konsequent gute Leistungen herausholen können.“

Zum ersten Mal in seiner Karriere startet Newey zudem als Team Principal in eine Saison, nachdem Lawrence Stroll im November die Teamstruktur neu geordnet hat.

Der ehemalige Mercedes-Motorenchef Andy Cowell wurde zum Chief Strategy Officer ernannt, während Newey die sportliche Leitung übernahm. Newey selbst gibt sich diesbezüglich bescheiden.

„Es ist nur ein Titel. Meine Rolle im Team ist es, eine Richtung, eine Philosophie und eine Kultur vorzugeben, nach der wir alle arbeiten.“

„Ich versuche mit gutem Beispiel voranzugehen und vor allem die Menschen um mich herum weiterzuentwickeln. Wenn wir gut zusammenarbeiten, holen wir das Beste aus uns heraus.“

Obwohl Aston Martin beim Shakedown in Barcelona nur 65 Runden absolvierte, überwiegt im Team der Optimismus. Die kommenden zwei Testwochen in Bahrein müssen zeigen, wo das Auto wirklich steht.

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