Formel 1

Adrian Newey äußert sich besorgt über Honda

Adrian Newey äußert sich besorgt über Honda
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 06: Lance Stroll of Canada and Aston Martin F1 Team and Fernando Alonso of Spain and Aston Martin F1 Team look on in the Paddock during practice ahead of the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 06, 2026 in Melbourne, Australia. (Photo by Dom Gibbons - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Triste Lage bei Aston Martin: Aktuelle Formkurve bleibt besorgniserregend

Aston Martin musste erst Ende 2025 feststellen, wie massiv Honda sein Formel-1-Programm nach dem vorübergehenden Ausstieg aus dem Sport im Jahr 2021 zusammengestrichen hatte. Laut Adrian Newey spielte dies eine entscheidende Rolle beim schwierigen Start der Zusammenarbeit zur Saison 2026.

Die neue Partnerschaft zwischen Aston Martin und Honda hat einen katastrophalen Anfang genommen. Während der Wintertests und am ersten Rennwochenende in Melbourne kämpft das Team mit massiven Zuverlässigkeitsproblemen.

Zudem liefert der Honda-Motor weniger Leistung als erwartet. Da der AMR26 so wenig Kilometer absolvieren konnte, versteht das Team noch kaum, wie es das Maximum aus dem Auto herausholen soll.

Dies steht in krassem Gegensatz zu den jüngsten Erfolgen von Honda mit Red Bull, mit denen die Marke mehrere Weltmeistertitel einfuhr. Aston Martin ging davon aus, dass dieses Niveau unter dem neuen Motorenreglement für 2026 auch im neuen Werksteam fortgesetzt würde.

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Großteil des F1-Teams war bereits weg

Laut Newey hat sich die Situation jedoch grundlegend geändert, nachdem Honda Ende 2021 beschlossen hatte, sich offiziell aus der Formel 1 zurückzuziehen. Obwohl Red Bull die Honda-Motoren zwischen 2022 und 2025 weiterhin nutzte, war in diesem Zeitraum aufgrund des Homologationsstopps kaum Entwicklung nötig.

Als Honda 2023 entschied, für die Kooperation mit Aston Martin zurückzukehren, war ein Großteil des ursprünglichen F1-Teams bereits aufgelöst. Viele Ingenieure waren mittlerweile zu anderen Projekten innerhalb des Konzerns gewechselt, etwa in den Bereich der nachhaltigen Technologien.

Newey erklärte in Melbourne, dass bei der Wiederaufnahme des Programms durch Honda ein Großteil der ursprünglichen Mannschaft nicht mehr an Bord war. Infolgedessen besteht das aktuelle Team zu einem beachtlichen Teil aus Mitarbeitern, die relativ neu in der Formel 1 sind.

Demnach startete Honda mit einem erheblichen Rückstand. Die Konkurrenten hatten ihre Motorenprojekte bereits Jahre zuvor mit eingespielten Teams und ohne Budgetdeckel für die Motorenentwicklung gestartet.

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Honda musste das Programm mit schätzungsweise nur dreißig Prozent der ursprünglichen Belegschaft und zudem innerhalb der neuen Budgetobergrenze neu aufbauen. Aston Martin wurde nach eigenen Angaben erst im November 2025 voll bewusst, wie klein und unerfahren das F1-Team von Honda geworden war.

Während eines Besuchs in Tokio, bei dem Eigentümer Lawrence Stroll, CEO Andy Cowell und Newey mit Honda über die Sorgen bezüglich der Motorleistung sprachen, wurde deutlich, wie viel Personal seit dem ersten Ausstieg abgewandert war.

Dies wirft Fragen auf, da es bereits 2023 Anzeichen dafür gab, dass Honda mit weniger Ressourcen und Personal am 2026er-Projekt arbeitete. Viele Ingenieure waren damals in Projekte zur CO2-Neutralität versetzt worden, und ein britischer Standort, der an den Hybridsystemen arbeitete, wurde sogar an Red Bull Powertrains verkauft.

Ob Aston Martin die Situation unterschätzt hat oder ob Honda selbst zu optimistisch bezüglich der eigenen Möglichkeiten war, ist noch unklar. Fakt ist, dass die neue Zusammenarbeit vorerst unter massivem Druck steht.

Während der freien Trainings in Melbourne wurde das Ausmaß der Probleme schmerzlich deutlich. Beide Aston Martin hatten im FP1 Batterieprobleme, und im FP2 absolvierten die beiden Autos zusammen lediglich 31 Runden. Zudem landeten sie am Ende der Zeitentabelle weit abgeschlagen.

Laut Newey sind die aktuellen Schwierigkeiten eine direkte Folge der Phase, in der Honda seine F1-Aktivitäten zurückgefahren hatte. Die verlorene Zeit und Erfahrung erweisen sich nun als größeres Handicap als erwartet.

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