Formel 1

Zak Brown kündigt wichtiges McLaren-Update an

Zak Brown kündigt wichtiges McLaren-Update an

Unter allen Neuerungen für 2026 ist der Macarena-Flügel die meistdiskutierte Innovation – jetzt setzt auch McLaren auf das Konzept.

McLaren erwägt ernsthaft die Entwicklung einer eigenen Version des Macarena-Heckflügels. Dabei handelt es sich um das rotierende Aerodynamik-Konzept, das Ferrari als Vorreiter einführte und das mittlerweile auch von Red Bull eingesetzt wird.

CEO Zak Brown ließ gegenüber Sky F1 durchblicken, dass der amtierende Konstrukteursweltmeister die Technik genauestens beobachtet und es konkrete Überlegungen gibt, das Konzept am MCL40 zu implementieren.

„Wir haben uns das definitiv angeschaut. Wie man sich vorstellen kann, beobachten alle Teams, was die Konkurrenz macht“, sagte Brown.

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Luftwiderstand wird durch Macarena reduziert

„Es ist clever und wir glauben, dass es Vorteile bringen kann. Daher überrascht es mich nicht, dass ein weiteres Team es nun ebenfalls nutzt.“

Mit diesem anderen Team bezog er sich auf Red Bull, das in Miami seine eigene Interpretation des Konzepts als Teil eines umfangreichen Update-Pakets debütieren ließ.

Der Macarena-Flügel funktioniert so, dass bei der Aktivierung der aktiven Aerodynamik das Element rotiert oder umklappt, wodurch der Luftwiderstand auf den Geraden massiv reduziert wird.

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Ferrari experimentierte bereits vor der Saison mit dieser Idee und testete sie während des Freien Trainings zum Großen Preis von China. Red Bull führte in Miami eine eigene Version ein und kombiniert diese mit überarbeiteten Seitenkästen, einem neuen Unterboden und weiteren Updates.

Der Effekt war spürbar. Max Verstappen qualifizierte sich zum ersten Mal in dieser Saison für die erste Startreihe und zeigte damit, dass Red Bull die Lücke zur Spitze deutlich verkleinert hat.

Für McLaren blieb der Macarena-Flügel in Miami noch außen vor, doch die Ergebnisse waren dennoch beeindruckend. Lando Norris und Oscar Piastri holten ein Doppel-Podium, wobei Norris den zweiten und Piastri den dritten Platz belegte.

„Sie waren das gesamte Wochenende schnell, sie haben also großartige Entwicklungsarbeit geleistet“, sagte er über Red Bull.

„Und dann sind da noch Ferrari und Mercedes, man hat also seine Top Vier. Wenn man die Rundenzeiten jetzt mit Australien vergleicht, beginnt das gesamte Feld zusammenzurücken.“

„Ich denke, wir werden nicht mehr allzu lange warten müssen, bis wir wieder ein sehr konkurrenzfähiges und enges Feld haben.“

Diese Kompression des Feldes ist eine gute Nachricht für die Qualität des Racings, stellt die Teams aber auch vor neue Herausforderungen. Wer rastet, der rostet, und jedes Team sucht ständig nach neuen Quellen für Performance-Gewinne.

Das meistdiskutierte Bauteil im Paddock

Der Macarena-Flügel ist derzeit das meistdiskutierte Bauteil im Paddock und die Frage ist nicht, ob McLaren ihn bauen wird, sondern wann. McLaren-Teamchef Andrea Stella hatte in Miami bereits die Seitenkästen von Red Bull als ein weiteres interessantes Konzept bezeichnet, das die Teams studieren werden.

Der Italiener stellte fest, dass das Feld noch weit von einer Konvergenz entfernt ist, bei der alle Teams ähnliche aerodynamische Lösungen wählen. In dieser Phase des Reglement-Zyklus bietet jeder neue technische Kniff potenziell große Performance-Sprünge für diejenigen, die zuerst die richtigen Entscheidungen treffen.

Sollte McLaren tatsächlich seine eigene Version des rotierenden Heckflügels einführen, müssen Ferrari, Red Bull und Mercedes bewerten, ob ihre aktuellen Versionen bereits das Maximum herausholen oder ob es noch Raum für Verbesserungen gibt. Das aerodynamische Schachspiel in der Formel 1 hat damit gerade erst begonnen.

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