Formel 1

Wie realistisch ist ein Formel 1-Grand Prix in Assen?

Wie realistisch ist ein Formel 1-Grand Prix in Assen?
Von A. Schenk 18. September 2026

Assen-GP 2027: Formel 1-Rennen laut Paddock-Gerüchten unwahrscheinlicher als gedacht

Obwohl das TT Circuit als möglicher Ersatzkandidat gehandelt wird, sollten Rennen im Nahen Osten gestrichen werden, hat GPblog erfahren, dass man in Assen nicht davon ausgeht, für ein solches Szenario in Betracht zu kommen.

Die Formel 1 präsentierte Anfang dieser Woche ihren Kalender für die Saison 2027, doch hinter den Kulissen werden Änderungen in Erwägung gezogen, sollte die Situation im Nahen Osten dies weiterhin erfordern.

Bahrein, Saoedi-Arabië, Qatar und Abu Dhabi stehen alle im Kalender. Öffentlich hält die Formel 1-Organisation an dem angekündigten Zeitplan fest, während innerhalb des Sports verschiedene Alternativen diskutiert werden.

Zuvor wurde bereits berichtet, dass auch zusätzliche Rennen in Europa in Betracht gezogen werden, wobei Namen wie Imola und Barcelona fallen. Während des Rennwochenendes in Madrid wurde Assen im Fahrerlager ebenfalls als Strecke genannt, die einen frei gewordenen Platz füllen könnte.

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Assen besitzt keine Grade 1-Lizenz

Dafür wäre jedoch eine Grade 1-Lizenz erforderlich, über die die Strecke derzeit nicht verfügt. GPblog fragte beim TT Circuit Assen nach und erfuhr, dass Assen momentan von der Formel 1-Organisation nicht als Option für einen eventuellen Ersatz im Jahr 2027 angesehen wird.

Die verschiedenen Szenarien und Alternativen waren Thema in früheren Gesprächen zwischen Assen und der Formel 1. Aus diesen Gesprächen entnahm der TT Circuit, dass Westeuropa insgesamt nicht als Alternative in Betracht gezogen wird, auch wenn im Paddock andere Signale zu hören sind.

Die Formel 1-Organisation hat nicht bestätigt, dass Assen oder andere Strecken in Westeuropa in Erwägung gezogen werden, und geht vorerst vom kommunizierten Kalender für das nächste Jahr aus, einschließlich der Rennen im Nahen Osten.

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Ob das TT Circuit selbst offen dafür wäre, ein Formule 1-Rennen auszurichten, sollte man für einen frei gewordenen Platz angefragt werden, bleibt vorerst unklar. Der TT Circuit Assen untersuchte Anfang dieses Jahres, was nötig wäre, um die Strecke formel-1-tauglich zu machen.

Während des TT-Wochenendes bestätigte Streckendirektor Mark van Aalderen gegenüber GPblog, dass bei der FIA angefragt wurde, welche Anpassungen für eine Grade 1-Lizenz erforderlich wären.

Diese Lizenz ist für Rennstrecken obligatorisch, die einen Formel 1-Grand-Prix austragen wollen. Für diese Bewertung holte der TT Circuit unter anderem Rat beim Streckenarchitekten Hermann Tilke ein.

Assen wollte ermitteln, welche Investitionen nötig wären, um den FIA-Normen zu entsprechen, damit die Strecke vorbereitet wäre, sollte sich eine konkrete Chance auf einen Grand Prix ergeben. Ein eventuelles Rennen müsste von einem externen Promoter organisiert und finanziert werden.

Später wurde klar, dass bis einschließlich 2030 keine Aussicht auf einen festen Platz im Formel 1-Kalender bestand und dass die Chancen für den Zeitraum danach ebenfalls gering waren. Die Direktion und der Vorstand beschlossen daraufhin, von den Millioneninvestitionen abzusehen, die für die Grade 1-Lizenz erforderlich sind.

Damit verfügt Assen momentan nicht über die erforderliche Lizenz, um einen Grand Prix zu beherbergen, auch wenn die Strecke dank der hervorragenden Infrastruktur und der relativ begrenzten notwendigen Anpassungen besonders geeignet wäre.

Vorerst liegt damit weder das Szenario eines festen Platzes im Kalender noch das eines möglichen Ersatzes auf dem Tisch. Für die niederländischen Fans bedeutet dies, da auch der Grand Prix in Zandvoort aus dem Kalender verschwindet, dass der Sport vorerst kein Heimrennen mehr kennt.

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