Formel 1 „Was Ferrari jetzt macht, ist völlig nutzlos“ Von A. Schenk 8. Februar 2026 Damon Hill F1-News Ferrari Formel 1 Ex-Weltmeister Damon Hill äußert sich kritisch zur Ferrari-Strategie bei den F1-Wintertests Seiner Meinung nach hält das Team an einer Methode fest, die absolut nutzlos ist. Damit spielt Hill auf die sogenannten „Glory Runs“ an: das Fahren von schnellen Rundenzeiten mit leerem Tank, um bei den Testfahrten Eindruck zu schinden, während sich andere Teams auf Zuverlässigkeit und Datensimulationen konzentrieren. Ferrari fuhr in der vergangenen Woche an den Eröffnungstagen der Wintertests in Barcelona die Bestzeit. Dennoch bleibt Hill skeptisch. Lies auch: Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Erinnerungen an Arrows und Jordan „Es ist völlig sinnlos“, sagte er im Podcast Stay on Track von The Race. „Früher waren Tom Walkinshaw mit Arrows oder auch Jordan die Übeltäter. Lasst das! Man steht am Ende nur dumm da, wenn man später im Rennen zu langsam ist.“ „Sie machen das, weil die Sponsoren einen Boost wollen. Sie wollen etwas haben, mit dem sie prahlen können. Ferrari macht das meiner Meinung nach auch oft. Sie spüren den Druck, eine schnelle Rundenzeit setzen zu müssen“, fährt er fort. Hill bezog sich dabei auf die Tatsache, dass Ferrari unter Zugzwang zu stehen scheint, eine gute Figur abzugeben, auch wenn die Testergebnisse nicht repräsentativ für die tatsächliche Rennpace sind. Im Vergleich dazu lobt er Red Bull, die laut ihm sehr gut darin sind, ihren wahren Speed zu verbergen. „Ich denke, Red Bull versteht sich hervorragend darauf, sein Pulver trocken zu halten und die Karten nicht aufzudecken“, so der Ex-Weltmeister. Der Kontext ist dabei nicht unwichtig. Die Teams arbeiten mit einschneidenden technischen Änderungen, die bis 2026 vollständig umgesetzt werden. In Barcelona spulte Ferrari an drei Tagen 440 Runden ab – ein Wert, der nur von Mercedes übertroffen wurde. Die Rundenzeiten sind laut Analysten wie Juan Pablo Montoya jedoch noch nicht aussagekräftig. Montoya glaubt sogar, dass Mercedes derzeit vier Sekunden schneller fahren könnte, als sie es während der Testtage gezeigt haben. Ferrari zu vorsichtig F1-Technikexperte Gary Anderson merkt jedoch an, dass Ferrari beim Design des neuen Chassis möglicherweise zu vorsichtig agiert hat. Dies könnte mit dem Fiasko um die Fahrhöhe in der vergangenen Saison zusammenhängen. Auf Motorenseite sorgen sich laut einigen Quellen Fragen zum Energiemanagement, ein entscheidender Punkt unter dem neuen Reglement. Artikel geht unter dem Bild weiter. Bemerkenswert ist, dass auch Williams ein ähnliches Vorgehen vorgeworfen wurde. Sie sollen den Tank von Carlos Sainz komplett geleert haben, um die Bestzeit zu markieren und die Sponsoren zufrieden zu stellen. Mit dem gleichen Ziel soll auch Ferrari mehr auf schnelle Zeiten als auf strukturelle Zuverlässigkeit fokussiert sein – etwas, das ihnen bereits im Vorjahr zum Verhängnis wurde: Damals notierte Hamilton für Ferrari die zweitschnellste Zeit im Test, doch im Qualifying zum Saisonauftakt in Australien reichte es nur für die Plätze sieben und acht. Echte Antworten wird es erst Ende dieses Monats geben, wenn der zweite Test in Bahrain ansteht. Dann werden sich die Teams verstärkt auf Qualifikationssimulationen konzentrieren. Bis dahin bleibt es Spekulation, wie hoch das tatsächliche Potenzial von Ferrari und der Konkurrenz ist. Lies auch: FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Lies auch: FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Formel 1 FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Formel 1 FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Formel 1 Mysteriöses Problem bei Red Bull: Droht beim China-GP ein Debakel? Formel 1 Adrian Newey unter Verdacht: Manipulationsversuch gegenüber der FIA? Formel 1 Red Bull liefert beunruhigende Diagnose nach Hadjar-Ausfall