Formel 1 Viele Autofahrer kennen diese versteckte Funktion an ihrem Rückspiegel nicht Man's hand presses adjusting rearview mirror dimming. Selective focus. Von A. Schenk 24. Juni 2026 F1-News Formel 1 Dieses clevere Feature steckt seit Jahren in vielen Autos, ist aber vielen Autofahrern noch immer unbekannt. Viele Autofahrer kennen das Problem: Man fährt bei Dunkelheit auf einer Landstraße oder Autobahn und plötzlich taucht im Rückspiegel ein Fahrzeug mit grellen LED-Scheinwerfern auf. Das weiße Licht flutet den Innenspiegel, wodurch sich die Augen ständig zwischen Dunkelheit und blendendem Licht umstellen müssen. Das sorgt nicht nur für Irritationen, sondern kann auch die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Erstaunlicherweise verfügen fast alle Autos bereits seit Jahrzehnten über eine einfache Lösung, die viele Fahrer kaum nutzen. An der Unterseite der meisten traditionellen Innenspiegel befindet sich ein kleiner Hebel oder eine Lasche. Das Bauteil ist oft nicht größer als ein paar Zentimeter und wird daher leicht übersehen. Doch genau dieses einfache mechanische System kann den Unterschied zwischen entspanntem Fahren und ständiger Blendung durch den nachfolgenden Verkehr ausmachen. Wenn der Hebel umgelegt wird, schaltet der Spiegel in den sogenannten Nachtmodus. Lies auch: Mercedes scheffelt Millionen in der Formel 1: Das ist der Rekordgewinn für 2025 Position des Spiegels verändert sich selbst nicht Dabei verändert sich nicht die Position des Spiegels selbst, sondern die Art und Weise, wie das Licht reflektiert wird. Das System nutzt ein cleveres optisches Prinzip, das schon seit Jahrzehnten in der Automobilindustrie angewendet wird. Ein konventioneller Innenspiegel besteht nämlich aus einem speziellen keilförmigen Glas mit einer reflektierenden Schicht auf der Rückseite. In der normalen Tagstellung wird das Licht vor allem über diese reflektierende Rückschicht zurückgeworfen. Dadurch entsteht ein helles und scharfes Bild des Verkehrs hinter dem Auto. Sobald der Nachtmodus aktiviert wird, ändert sich der Winkel des Spiegelglases minimal. Das Licht wird dann größtenteils von der vorderen Glasoberfläche reflektiert, anstatt von der stark reflektierenden Rückschicht. Dieser Unterschied scheint klein, hat aber einen großen Effekt. Die vordere Glasoberfläche reflektiert nur etwa vier Prozent des einfallenden Lichts, während die dahinterliegende Schicht bis zu achtzig Prozent zurückwerfen kann. Artikel geht weiter unter dem Bild. Dadurch wird das Bild im Spiegel viel dunkler. Grelle LED-Scheinwerfer verlieren einen Großteil ihrer Intensität, wodurch der Fahrer weniger unter Blendung leidet. Die Technik hat allerdings einen kleinen Nachteil: Da das Bild dunkler wird, scheinen Fahrzeuge hinter einem etwas weiter entfernt zu sein, als es tatsächlich der Fall ist. Für die meisten Fahrer ist dies jedoch ein geringer Preis für den zusätzlichen Komfort bei Nachtfahrten. Besonders auf unbeleuchteten Straßen spielt der Nachtmodus seine Stärken aus. Auf Autobahnen und Landstraßen ist der Kontrast zwischen der dunklen Umgebung und den hellen Scheinwerfern nämlich am größten. In belebten, gut ausgeleuchteten Stadtzentren ist der Effekt in der Regel weniger notwendig, da die Umgebung bereits ausreichend hell ist. Moderne Autos verfügen zudem immer häufiger über automatisch abblendende Innenspiegel. Fahrer erkennen diese Systeme meist an einer kleinen Kontrollleuchte oder einer Bezeichnung wie AUTO am Spiegelgehäuse. Anstelle eines mechanischen Hebels nutzen diese Spiegel elektrochrome Technologie. Zwischen zwei Glasschichten befindet sich dabei eine spezielle Gelschicht. Sensoren messen kontinuierlich das Umgebungslicht an der Vorderseite und das Licht von nachfolgenden Fahrzeugen an der Rückseite. Sobald die Sensoren grelle Scheinwerfer detektieren, wird eine elektrische Spannung angelegt, wodurch sich die Gelschicht verdunkelt. Wenn die Lichtquelle verschwindet, kehrt der Spiegel automatisch zu seiner normalen Helligkeit zurück. Der Vorteil eines automatischen Systems liegt auf der Hand. Fahrer muss an nichts denken Der Fahrer muss an nichts denken, und der Spiegel passt sich kontinuierlich den wechselnden Bedingungen an. Allerdings können Defekte auftreten, und in einigen Fällen bleibt der Spiegel permanent dunkel oder reagiert gar nicht mehr auf helles Licht. Gute Pflege spielt bei beiden Systemen eine wichtige Rolle. Schmutz, Staub und Fettabdrücke können das Licht streuen, wodurch der Spiegel weniger effektiv arbeitet. Aus diesem Grund empfehlen Experten, Innenspiegel regelmäßig mit einem Mikrofasertuch und einem milden Glasreiniger zu säubern. Von Produkten mit Ammoniak wird abgeraten, da sie die Spiegelbeschichtung angreifen können. Eine einfache Kontrolle des Innenspiegels kann also überraschend viel Komfort bieten. 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