Formel 1

Mercedes scheffelt Millionen in der Formel 1: Das ist der Rekordgewinn für 2025

Mercedes scheffelt Millionen in der Formel 1: Das ist der Rekordgewinn für 2025
MONZA, ITALY - SEPTEMBER 6: Mercedes CEO and Team Principal Toto Wolff walks in the paddock during final practice ahead of the F1 Grand Prix of Italy at Autodromo Nazionale Monza on September 6, 2025 in Monza, Italy. (Photo by Kym Illman/Getty Images)

Mercedes erzielt Rekordgewinn in der Formel 1 dank Budgetdeckel und steigender Sponsoreneinnahmen

Das Formel 1 Team von Mercedes hat erneut ein finanzielles Rekordjahr hinter sich. Aus dem jüngsten Geschäftsbericht der Mercedes-Benz Grand Prix Ltd geht hervor, dass der deutsche Rennstall im Jahr 2025 einen Nettogewinn von 133,1 Millionen Pfund erzielt hat.

Umgerechnet entspricht dies etwa 157 Millionen Euro, womit Mercedes die profitabelste Formule 1 Organisation aller Zeiten sein dürfte. Der Gewinn liegt deutlich über den rund 139 Millionen Euro, die im Vorjahr verbucht wurden.

Die Zahlen bestätigen, wie grundlegend sich das Wirtschaftsmodell der Formel 1 seit Einführung des Budget-Cap verändert hat. Während Top-Teams früher hunderte Millionen Euro im Kampf um die Weltmeisterschaft ausgeben konnten, sind die Kosten heute streng reglementiert.

Gleichzeitig steigen Sponsorenverträge, kommerzielle Einnahmen und Preisgelder weiter an, was dazu führt, dass erfolgreiche Teams einen immer größeren Teil ihres Umsatzes in Gewinn ummünzen können.

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Wirtschaftsmodell der Formel 1 extrem robust

Der Gesamtumsatz von Mercedes belief sich 2025 auf umgerechnet circa 748 Millionen Euro und lag damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Auffälliger ist jedoch, dass die operativen Kosten im Jahr 2025 weiter gesunken sind.

Diese fielen von 449,3 Millionen Pfund auf 423,5 Millionen Pfund, was einer Verringerung von umgerechnet über 30 Millionen Euro entspricht – und das trotz höherer Investitionen in Forschung und Entwicklung für zukünftige Fahrzeuge und Technologien.

Ein Faktor, der laut britischen Medien zur verbesserten Profitabilität beigetragen haben dürfte, ist der Abschied von Lewis Hamilton. Der siebenmalige Weltmeister bestritt 2024 seine vorerst letzte Saison für Mercedes, bevor er zu Ferrari wechselte.

Hamilton gehörte jahrelang zu den bestbezahlten Sportlern der Welt. Sein Nachfolger Kimi Antonelli startete seine Formel 1 Karriere mit einem deutlich niedrigeren Gehalt. Dadurch konnte Mercedes bei einem der größten Kostenfaktoren innerhalb des Teams Einsparungen erzielen.

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Dennoch stiegen die gesamten Lohnkosten kräftig an. Diese erhöhten sich von 125 Millionen Pfund auf 157,5 Millionen Pfund, umgerechnet etwa 186 Millionen Euro. Was widersprüchlich klingen mag, hängt wahrscheinlich mit Bonusregelungen zusammen.

Mercedes beendete die Saison 2024 als Zweiter in der Konstrukteursweltmeisterschaft. Bei derartigen Erfolgen erhalten die Mitarbeiter oft beträchtliche Leistungsprämien. In der Formel 1 können sich diese auf mehrere tausend Euro pro Angestelltem belaufen.

Auch die Teamführung profitierte von dem starken Jahr. Das bestbezahlte Vorstandsmitglied erhielt 9,53 Millionen Pfund, was etwa 11,3 Millionen Euro entspricht. Obwohl der Name offiziell nicht genannt wird, wird allgemein davon ausgegangen, dass es sich um Teamchef und Miteigentümer Toto Wolff handelt.

Wolff spielt seit Jahren eine zentrale Rolle für den Erfolg von Mercedes und hält zudem einen beachtlichen Aktienanteil am Team. Auch die Anteilseigner konnten sich über hohe Ausschüttungen freuen: Im Jahr 2025 wurden 125 Millionen Pfund an Dividenden gezahlt.

Im März 2026 wurde zudem eine weitere Ausschüttung von 120 Millionen Pfund genehmigt. Im Zeitraum zwischen 2023 und 2026 erhielten die drei Gesellschafter Mercedes-Benz, INEOS und Toto Wolff jeweils rund 140 Millionen Pfund an Dividendenzahlungen. Das sind mehr als 165 Millionen Euro pro Partei.

Neben den Finanzergebnissen bleibt Mercedes kommerziell äußerst attraktiv für Sponsoren. Laut Geschäftsbericht generierte die Sichtbarkeit der Autos im Fernsehen und auf Online-Plattformen im Jahr 2025 einen Werbewert von 5,66 Milliarden Dollar.

Das sind umgerechnet etwa 4,9 Milliarden Euro. Zudem wuchs die Follower-Zahl in den sozialen Medien um vier Millionen, was die Strahlkraft für neue Partner weiter erhöht. Parallel dazu investiert Mercedes in die Zukunft.

Werk in Brackley wird ausgebaut

Die Fabrik in Brackley wird um zwei neue Gebäude erweitert, deren Eröffnung für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist. Die neuen Anlagen sind an Technologie-Campusse im Silicon Valley angelehnt und sollen die Entwicklung künftiger Formel 1 Projekte beschleunigen.

Die starke finanzielle Position bedeutet, dass Mercedes mittlerweile komplett auf eigenen Beinen steht. Der Mutterkonzern muss kein Geld mehr in das Team zuschießen, sondern erhält im Gegenteil beachtliche Dividenden.

Mit neuen Sponsoren für 2026, einem erweiterten Werksgelände und der Erwartung höherer Preisgelder scheint die Zukunft rosig. Die Frage ist nun, ob Mercedes diesen Rekordgewinn in den kommenden Jahren weiter steigern kann.

Dies wird unter anderem von der sportlichen Performance unter dem neuen technischen Reglement sowie von den Gehaltskosten für Fahrer und Personal abhängen. Fest steht jedoch: Mercedes hat sich nicht nur auf der Strecke, sondern auch finanziell zur absoluten Elite der Formel 1 entwickelt.

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