Formel 1

„Verstappen soll Hamilton bei Ferrari ersetzen“

„Verstappen soll Hamilton bei Ferrari ersetzen“
BAHRAIN, BAHRAIN - FEBRUARY 26: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing gestures with his hand as he's talking during the drivers photocall prior to F1 Testing at Bahrain International Circuit on February 26, 2025 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202502260679 // Usage for editorial use only //

Abschiedsgerüchte bei Red Bull verdichten sich: Verliert der Weltmeister nach Gianpiero Lambiase auch seinen Platz an das Team aus Woking?

Lambiase ist nämlich alles andere als der erste Hochkaräter, der Red Bull in Richtung Konkurrenz verlässt. Designer Rob Marshall und Strategie-Chef Will Courtenay gingen bereits zu McLaren, während Stardesigner Adrian Newey zu Aston Martin wechselte und Sportdirektor Jonathan Wheatley bei Audi anheuerte (wenn auch nur für kurze Zeit).

Im Podcast Backstage Boxengasse skizziert der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher zwei mögliche Szenarien.

„Wenn man damals gehört hat, was Max Verstappen über seinen Ingenieur Gianpiero Lambiase sagte, dann gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder will Max Verstappen aufhören, aber davon gehe ich nicht aus.“

„Oder es wird alles vorbereitet, damit er zu einem Team wechselt, bei dem er eine bessere Zukunft hat. Denn Red Bull braucht meiner Meinung nach jetzt eine gewisse Zeit“, so Schumacher.

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Ungeduldig

„Red Bull braucht jetzt Zeit und Max ist sehr ungeduldig. Deshalb weiß ich nicht, ob Bleiben für ihn wirklich eine Option ist, bis alles wieder geordnet ist. Wir reden hier von zwei bis drei Jahren.“

Das sind keine kleinen Hürden, die Red Bull überwinden muss. Das Team verlor in kurzer Zeit einen erheblichen Teil der Mitarbeiter, die jahrelang für die Dominanz verantwortlich waren.

Zudem kämpft der RB22 in dieser Saison mit massiven Performance-Problemen. Verstappen beendete das Rennen in Japan als Achter und ließ nach dem Grand Prix öffentlich Raum für Zweifel an seiner Zukunft im Sport.

Schumacher rechnet nicht damit, dass Verstappen dem Sport tatsächlich den Rücken kehrt. „Das Wichtigste ist, was mit Max passiert. Findet er wieder Spaß daran? Verschwindet dieser Frust und kann er sich einfach auf seine Arbeit konzentrieren? Wenn das passiert, denke ich, dass er bleibt. Er ist noch zu jung, um aufzuhören, das wäre unsinnig“, erklärt Schumacher.

Ferrari als ernsthafte Option

Obwohl McLaren aufgrund der Verpflichtung von Lambiase logisch erscheint, bringt Schumacher auch Ferrari als ernsthaftes Ziel ins Spiel. Mercedes fällt in seinen Augen hingegen aus der Verlosung.

„Auf der anderen Seite gewinnt Mercedes im Moment mit beiden Fahrern. Ich kann es mir fast nicht vorstellen. Dann würde eher Ferrari auf der Liste stehen, die dort zu einem gewissen Zeitpunkt auch Bedarf haben, weil Lewis Hamilton wahrscheinlich auch nicht ewig fahren wird. Er macht es momentan gut, daran gibt es keinen Zweifel. Aber die Frage ist, wie lange er das noch machen will“, so Schumacher.

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Diese Argumentation deckt sich mit dem, was mehrere Insider bereits vermuten. Hamilton ist mittlerweile 41 Jahre alt und bestreitet seine erste Saison bei Ferrari. Sobald er zurücktritt, wird bei der Scuderia ein Cockpit frei, das für Verstappen wie maßgeschneidert scheint.

McLaren als Alternative

Der Name McLaren fällt in diesem Zusammenhang ebenfalls auf auffällig logische Weise. Nicht nur, dass das Team künftig Lambiase als Deputy Team Principal verpflichtet, auch CEO Zak Brown bekundete bereits öffentlich sein Interesse.

„McLaren ist ein sehr gutes Team und hat einen der besten Motoren in der Formel 1. Zak Brown hat das schon früher versucht, das wusste man im Paddock bereits. Und wenn Max Verstappen verfügbar ist, muss man es einfach versuchen“, merkt Schumacher an.

Ein Tauschgeschäft mit Oscar Piastri wird von mehreren Personen im Fahrerlager als reales Szenario betrachtet. Sollte Verstappen zu McLaren wechseln, könnte der Australier den umgekehrten Weg gehen und bei Red Bull die Rolle des Kapitäns übernehmen.

Vertraglich ist die Situation ebenfalls hochinteressant. Verstappens Kontrakt bei Red Bull läuft formell bis 2028, doch sein Arbeitspapier enthält eine Klausel, die ihm einen vorzeitigen Ausstieg ermöglicht.

Diese Klausel kann aktiviert werden, wenn er zu Beginn der Sommerpause nicht unter den Top zwei der Weltmeisterschaft steht.

Schumacher glaubt zudem, dass Lambiase seinen Vertrag bei Red Bull womöglich gar nicht bis zum Ende erfüllen wird.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das Jahr 2027 noch bei Red Bull beendet. Es geht jetzt um eine Ablösesumme, denn wenn so früh eine Entscheidung getroffen wird, ist es meist der Ingenieur, der geht“, so der Ex-Pilot.

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