Formel 1

Reaktion auf die Anschuldigungen von Michael Schumacher: „Ich bin sprachlos“

Reaktion auf die Anschuldigungen von Michael Schumacher: „Ich bin sprachlos“

Willi Weber springt Michael Schumacher nach Aussagen von Jean Todt zur Seite.

Willi Weber kann es nicht fassen. Der ehemalige Manager des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher reagiert bestürzt auf die jüngsten Aussagen von Jean Todt.

Der ehemalige Ferrari-Teamchef äußerte sich im Podcast High Performance zu zwei der umstrittensten Momente in der Karriere des Deutschen. Weber fühlt sich nun gezwungen, öffentlich darauf zu reagieren und nimmt kein Blatt vor den Mund.

„Ich bin sprachlos. Warum sollte jemand so etwas sagen?“, so Weber. Er versteht nicht, wie Todt die Vorfälle heute in dieser Form interpretieren kann. Erst recht nicht vor dem Hintergrund der aktuellen Situation von Michael Schumacher.

Der Rekordweltchampion lebt seit seinem schweren Skiunfall im Jahr 2013 völlig zurückgezogen. Über seinen Gesundheitszustand ist der Öffentlichkeit kaum etwas bekannt. Seine Familie hält sämtliche Informationen strikt privat und wahrt diese Diskretion seit nunmehr über zehn Jahren konsequent.

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Die zwei umstrittenen Zwischenfälle

Todt behauptete in dem Podcast, dass bestimmte Aktionen von Schumacher auf der Strecke aus sogenannten „Momenten des Wahnsinns“ resultierten. Er fügte hinzu, dass man bei der Beurteilung eines Athleten für Taten, die in der Hitze des Gefechts geschehen, Milde walten lassen sollte.

Eine bemerkenswerte Aussage, denn Todt verteidigte Schumacher jahrelang öffentlich und bezeichnete ihn mehrmals als „einen außergewöhnlichen Mann“. Seine jüngsten Worte stehen dazu in krassem Kontrast.

Die Äußerungen von Todt beziehen sich auf zwei spezifische Momente in Schumachers Laufbahn. Der erste Vorfall ereignete sich 1997. Beim Saisonfinale in Jerez kollidierte Schumacher mit Jacques Villeneuve in einem Moment, als der Kanadier um die Weltmeisterschaft kämpfte.

Schumacher schied aus, während Villeneuve weiterfahren konnte und sich den Titel sicherte. Kritiker behaupteten damals, die Kollision sei Absicht gewesen, um den Rivalen aus dem Rennen zu nehmen. Schumacher betonte stets, dass dies nicht der Fall war. Die FIA verurteilte ihn dennoch und strich ihm alle WM-Punkte der gesamten Saison.

Der zweite Moment ereignete sich im Qualifying zum Großen Preis von Monaco 2006. Schumacher parkte sein Auto in der Rascasse-Kurve, nachdem er die bis dato schnellste Runde gefahren war.

Die Konkurrenz warf ihm vor, das Zeittraining bewusst unterbrochen zu haben, um seine Pole Position abzusichern. Die Stewards verurteilten ihn erneut und versetzten ihn an das Ende der Startaufstellung. Auch diesen Vorfall bestritt Schumacher zeit seines Lebens vehement.

Todt stand jahrelang treu an seiner Seite. Im selben Podcast ergänzte er nun jedoch, dass Schumacher jedes Mal einen sehr hohen Preis gezahlt habe, wenn er die Kontrolle verlor. Weber reicht diese Relativierung nicht aus. Der Tonfall und die Stoßrichtung der Aussagen stoßen ihm sauer auf.

Text geht unter dem Bild weiter.

Weber verteidigt Schumachers Vermächtnis

Weber will die Aussagen von Todt nicht auf sich beruhen lassen. Er weist darauf hin, dass Schumacher seit Jahren keine Möglichkeit mehr hat, sich selbst zu verteidigen.

Seine Familie hält seinen Zustand unter Verschluss, und es dringen nur selten Informationen nach außen. Im Jahr 2024 berichteten diverse Medien, dass Schumacher zu Hause gepflegt wird und von einem kleinen, vertrauten Team aus medizinischem Personal umgeben ist. Weitere Details gibt es nicht.

Weber empfindet es daher als besonders unangebracht, dass nun erneut Zweifel an der Integrität des Rennfahrers gesät werden. Jemand, der sich nicht wehren kann, verdiene keine neuen Angriffe auf seine Reputation.

„Wo kämen wir denn hin, wenn ein siebenfacher Weltmeister wie Michael keine Fehler machen dürfte?“, so Weber abschließend.

Schumacher gilt nach wie vor als einer der größten Formel-1-Piloten der Geschichte. Seine Bestmarke von sieben WM-Titeln wurde erst 2020 von Lewis Hamilton eingestellt.

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