Formel 1

Formel-1-Beben: Kalender-Aus für Traditionsrennen zugunsten von Wüstenstaat

Formel-1-Beben: Kalender-Aus für Traditionsrennen zugunsten von Wüstenstaat
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 16: Lando Norris of Great Britain driving the (4) McLaren MCL39 Mercedes leads Oscar Piastri of Australia driving the (81) McLaren MCL39 Mercedes Max Verstappen of the Netherlands driving the (1) Oracle Red Bull Racing RB21 and the rest of the field at the start during the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 16, 2025 in Melbourne, Australia. (Photo by Clive Rose/Getty Images)

Rennkalender steht erneut vor Umbruch

Bahrain kehrt 2027 als Saisonauftakt der Formel 1 zurück. Melbourne übernahm in den letzten zwei Jahren diese Rolle, gibt diese Position nun aber wieder ab. Der Grund ist eine Kombination aus vertraglichen Verpflichtungen, logistischen Erwägungen und dem islamischen Kalender, der 2027 für den Golfstaat günstiger ausfällt.

Der Ramadan endet im Jahr 2027 am 7. März, wodurch Bahrain am 14. März erneut den Saisonauftakt ausrichten kann. Dies geschah zuletzt 2024. In den beiden darauffolgenden Saisons startete die Formel 1 in Melbourne in das Jahr, was jedoch eher die Ausnahme als die Regel war.

Bahrain gilt seit Jahren als der logischste Ort für den Saisonstart, da die jährlichen Testfahrten in der Regel ebenfalls im Emirat abgehalten werden. Das macht den Übergang vom Testen zum Rennen im selben Land so naheliegend, dass die Strecke fast automatisch den Zuschlag für das Eröffnungsrennen erhält, sobald der Kalender dies zulässt.

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Australien-Vertrag bietet noch Spielraum

Dennoch rückt Australien nicht vollständig in den Hintergrund. Gemäß des aktuellen Vertrags mit der Australian Grand Prix Corporation muss Melbourne zwischen 2027 und 2035 noch dreimal als Saisonauftakt fungieren.

Das bedeutet, dass der Albert Park seine Rolle nicht verliert, sondern sie in den kommenden Jahren lediglich zeitlich nach hinten verschiebt. Unter den Vertragsbedingungen muss Australien nämlich eines der ersten drei Events der Saison organisieren. Diese Bestimmung gilt auch für 2027, was trotz des Rückschritts in der Rangfolge einen frühen Termin garantiert.

Für 2027 scheint die Strecke am 4. April auf dem dritten Platz zu landen, nach Bahrain und Saudi-Arabien am 21. März. Danach folgen China am 11. April und Japan am 25. April, bevor der Paddock nach Miami und Kanada reist.

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Türkei und Portugal bringen neue Puzzleteile

Neben der Frage um den Saisonauftakt bringt der Kalender für 2027 weitere Bewegung mit sich. Die Rückkehr der Türkei sorgt für zusätzliche Planungsarbeit. Das Land unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag und besetzt damit einen der 24 verfügbaren Slots. Logistisch gesehen passt der Istanbul Park am besten in den September, als Vorbereitung auf Aserbaidschan und anschließend Singapur.

Der Kurs von Portimão wird als direkter Ersatz für Barcelona gehandelt, das 2027 nicht im Kalender steht. Portimão stand 2020 und 2021 als Notlösung während der Pandemie im Kalender und konnte sich durch die Höhenunterschiede und die breiten Asphaltstreifen als Kurs mit exzellenten Überholmöglichkeiten profilieren.

Finanzielle Bedeutung des Kalenders

Der F1-Kalender 2027 spült insgesamt etwas mehr als eine Milliarde Dollar in die Kassen des Formula One Management. Dieses Geld wird durch so genannte Host Fees generiert und bildet die Basis der Einnahmen des Unternehmens.

Die Rennstrecken zahlen hohe Summen für einen Platz im Kalender und erwarten im Gegenzug eine prominente Positionierung. Das erklärt, warum jede Slot-Verteilung so sorgfältig abgewogen wird und warum vertragliche Garantien, wie jene von Australien, in den Verhandlungen so schwer wiegen.

Der endgültige Kalender für 2027 ist bislang nicht bestätigt. Zum Vergleich: Das Programm für 2026 wurde erst im Juni des Vorjahres veröffentlicht, was bedeutet, dass die definitive Bestätigung für das übernächste Jahr noch Monate auf sich warten lassen wird.

Nachfolgend ein möglicher Kalender für 2027.

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